In memoriam Oriana Fallaci: Die Frau, die Khomeini stellte

Von Peter Grimm

Florenz hat viele berühmte Söhne und Töchter hervorgebracht. Eine von ihnen war Oriana Fallaci, die dort 1929 geboren wurde und nach einem bewegten Leben auch gestorben ist (2006). Ihre Heimatstadt nennt sie heute, die zu Lebzeiten durchaus umstritten war, „una grande fiorentina“ und hat ihr einen Platz gewidmet: „Piazzale Oriana Fallaci“ , beim Gardino della Fortezza da Basso. Die Einweihung war am 15. September 2016, ihrem zehnten Todestag.

Die Gemeinde Oppeano am Gardasee (knapp 10.000 Einwohner), deren Bürgermeister Alessandro Montagnoli für die Lega Nord in der Camera dei deputati sitzt, ehrte die Verstorbene bereits 2008 auf eine Weise, die ihr besonders gefallen haben dürfte: Sie kaufte das Grundstück der örtlichen Moschee, riss diese ab und machte daraus die „Piazza Oriana Fallaci“. „Addio moschea. Al suo posto, piazza Oriana Fallaci“ (Leb wohl, Moschee. An ihrer Stelle Oriana-Fallaci-Platz), schrieb die italienische Zeitung la Repubblica im Mai 2008. Symbolträchtiger konnte man diese mutige Aufklärerin, diese Kassandra nicht ehren. Mehr auf der Achse …

  1. #1 von Heimchen am Herd am 23/03/2017 - 19:35

    „Zum Leben braucht man Leidenschaft. Doch hier handelt es sich nicht einfach darum zu leben und basta. Hier geht es ums Überleben. Und um zu überleben, braucht man Vernunft. Rationalität, gesunden Menschenverstand, Vernunft. Daher appelliere ich diesmal nicht an die Wut, den Stolz, die Leidenschaft. Ich appelliere an die Vernunft.“

    Was für eine weise Frau! Schade, dass sie nicht mehr unter uns weilt!

  2. #2 von Heimchen am Herd am 23/03/2017 - 19:38