Wahl in den Niederlanden

Heute wählen die Niederländer ein neues Parlament und damit ebenfalls ihren Ministerpräsidenten. In den Umfragen lagen Ministerpräsident Mark Rutte und Herausforderer Geert Wilders Kopf an Kopf. Aber auch bei einem Sieg von Wilders wäre es noch ein weiter Weg bis zum Regierungschef. In den Niederlanden gibt es viele Parteien und mehrere müssen sich zur Regierungsbildung zu einer Koalition zusammen finden. Das dürfte für Wilders besonders schwierig werden. Dennoch ist ein gutes Abschneiden der EU- und Islamkritiker ein wichtiges Zeichen, das in der niederländischen Politik nicht ohne Wirkung bleiben wird. Warten wir auf die Ergebnisse. Die Wahllokale schließen um 21 Uhr.

  1. #1 von quotenschreiber am 15/03/2017 - 18:18

    Hohe Wahlbeteiligung und lange Schlangen vor den Wahllokalen. Und Erdogan ruft die Türken auf, gegen Rutte zu stimmen. http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-03/wahl-in-den-niederlanden-live

  2. #2 von quotenschreiber am 15/03/2017 - 21:09

    Ruttes Partei bleibt trotz hoher Verluste mit Abstand stärkste Partei mit 31 Sitzen. Wilders gewinnt 4 Sitze auf 19 im neuen Parlament. Starke Verluste bei den Sozialdemokraten. Kräftige Gewinne bei Grünlinks.von 4 auf 16 Sitze.

  3. #3 von Heimchen am Herd am 15/03/2017 - 21:11

  4. #4 von quotenschreiber am 15/03/2017 - 21:12

    Sehr hohe Wahlbeteiligung mit 81%. In einigen Lokalen wird noch gewählt, weil zwischenzeitlich die Stimmzettel ausgegangen waren.

  5. #5 von quotenschreiber am 15/03/2017 - 21:15

    Sozialdemokraten verlieren 29 Sitze und haben nur noch 9.

  6. #6 von Heimchen am Herd am 15/03/2017 - 21:16

    #4 von quotenschreiber

    Das kommt mir alles merkwürdig vor! Zu wenig Stimmzettel, wo gibt es denn sowas?

  7. #7 von quotenschreiber am 15/03/2017 - 21:24

    Tja seltsam. und die Prognosen lagen wieder voll daneben, wenn das alles so stimmt. Nur der Trend weg von den großen Parteien ist nachvollziehbar. Mal abwarten, was Wilders sagt.

  8. #8 von Heimchen am Herd am 15/03/2017 - 21:29

    Freude bei Kanzleramtsminister Peter Altmaier über die Zahlen der ersten Prognose: «Du bist ein Champion Niederlande», schreibt der CDU-Politiker unter anderem auf Twitter.

  9. #9 von quotenschreiber am 15/03/2017 - 21:30

    Tja. Die Menschen lernen langsam.

  10. #10 von Heimchen am Herd am 15/03/2017 - 21:31

    Verhaltene Reaktionen hingegen bei den Christdemokraten, obwohl sie laut den ersten Prognosen sechs weitere Mandate zu den bestehenden 13 hinzugewinnen könnten.

  11. #11 von quotenschreiber am 15/03/2017 - 21:32

    PVV teilt sich den zweiten Platz mit zwei weiteren Parteien mit je 19 Sitzen.

  12. #12 von Gudrun Eussner am 15/03/2017 - 21:32

    Update: 21 Uhr – Geert Wilders (PVV) 14%, Mark Rutte (VVD) 17%, die Christdemokraten (CDA) kommen auf 13%, Linksliberale (D66) 12%, Grünlinke 11% und die Sozialistische Partei auf 10%

  13. #13 von Heimchen am Herd am 15/03/2017 - 21:33

    Die könnten sich doch zusammentun, machen sie aber nicht, warum auch immer?!

  14. #14 von quotenschreiber am 15/03/2017 - 21:35

    Seltsam dass die 3% mehr soviel mehr Sitze für Rutte bringen. Aber ist wohl so.

  15. #15 von quotenschreiber am 15/03/2017 - 21:37

    Ich sehs im holländischen TV, da werden nur die Sitze gezeigt, nicht die Prozente.

  16. #16 von Heimchen am Herd am 15/03/2017 - 21:40

    Und auch nach einer zweiten Prognose geht die rechtsliberale Partei des Ministerpräsidenten Mark Rutte als stärkste Kraft aus der Parlamentswahl hervor. Der Rechtspopulist Geert Wilders erzielt wie auch in der ersten Prognose nur 19 Sitze.

    Ruttes Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD) kann demnach auf 31 der 150 Sitze im Parlament hoffen. Es folgen gleichauf drei Parteien. Eine davon ist die Partei von Wilders mit 19 Sitzen. Gleichauf mit ihm sind die Christdemokraten und Linksliberalen.

  17. #17 von Heimchen am Herd am 15/03/2017 - 21:41

    Damit ergeben sich nach derzeitigem Stand mögliche Koalitionen der rechtsliberalen Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD) von Ministerpräsident Mark Rutte, den Christdemokraten, den linksliberalen D66 sowie den Grünen. Rutte könnte sich aber auch mit den Christdemokraten, den Linksliberalen und den Sozialdemokraten zusammentun.

  18. #18 von Heimchen am Herd am 15/03/2017 - 21:42

    Mittlerweile sind nun alle Wahllokale geschlossen. In Nijmegen bleiben die Wahllokale bis 23.00 Uhr geöffnet. Grund: Mangel an Stimmzetteln.

  19. #19 von Heimchen am Herd am 15/03/2017 - 21:43

    Da kann aber viel gemauschelt werden!

  20. #20 von Heimchen am Herd am 15/03/2017 - 21:47

    Erste Reaktion von Geert Wilders. Auf Twitter schreibt der Rechtspopulist: «Rutte ist mich noch lange nicht los!»

  21. #21 von quotenschreiber am 15/03/2017 - 21:54

    Vielleicht war das Programm von Wilders mit Koranverbot etc doch etwas zu radikal. Mit solchen Maximalforderungen verschreckt man viele liberale und konservative Wähler.

  22. #22 von Heimchen am Herd am 15/03/2017 - 21:59

    SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sagt, den ersten Prognosen zufolge habe die überwältigende Mehrheit der Niederländer der «Hetze von Geert Wilders und seiner unsäglichen Haltung gegenüber ganzen Bevölkerungsgruppen» eine klare Absage erteilt.

    Weiter Reaktionen aus der Bundespolitik: Außenminister Sigmar Gabriel wertet den Wahlausgang in den Niederlanden als Erfolg für Europa. Es sei ein gutes Zeichen, dass ein rechtsextremer Kandidat wie Geert Wilders nicht gewonnen habe, so Gabriel am am Rande einer SPD-Veranstaltung im niedersächsischen Wolfenbüttel. Auch für die kommende Frankreich-Wahl stimme ihn das Ergebnis in den Niederlanden optimistisch.

  23. #23 von Heimchen am Herd am 15/03/2017 - 22:01

    Auch CSU-Chef Horst Seehofer reagiert erleichtert auf die Prognosen. «Bei Wahlen mit nationalen Bedeutungen bekommen die seriösen bürgerlichen Parteien Zuspruch, wenn sie den Menschen überzeugende Antworten auf ihre Fragen geben», so Seehofer.

    Seehofer weiter: Rutte habe den Wählern beste Zahlen vorweisen können, etwa bei den Beschäftigten oder der Jugendarbeitslosigkeit. Aber der Wahlausgang dort sei kein Hinweis auf Frankreich, da dort die bürgerlichen Kandidaten bislang alles andere als gute Figuren abgeben würden.

  24. #24 von Heimchen am Herd am 15/03/2017 - 22:05

    Erdogan war Wahlhelfer für Rutte! Absicht oder Zufall?

  25. #25 von Heimchen am Herd am 15/03/2017 - 22:07

    Das Wichtigste in Kürze ···

    ▪ Die rechtsliberale Partei von Ministerpräsident Mark Rutte geht Prognosen zufolge als klar stärkste Kraft hervor. Der Rechtspopulist Geert Wilders ist demnach deutlich abgeschlagen.

    ▪ Rutte kann allerdings die große Koalition mit den Sozialdemokraten nicht fortsetzen. Der Bündnispartner wurde massiv abgestraft mit einem Verlust von 29 Sitzen auf nur noch neun. Notwendig für die Regierungsbildung sind 76 der 150 Parlamentssitze.

    ▪ Schwierige Koalitionsverhandlungen: Auf Ruttes VVD folgen gleichauf drei Parteien – eine davon die von Wilders mit 19 Sitzen. Gleichauf mit ihm sind die Christdemokraten und Linksliberalen.

    ▪ Die Wahlbeteiligung liegt bei 81 Prozent – deutlich höher als bei der vorigen Wahl 2012, als sich knapp 75 Prozent.

  26. #26 von quotenschreiber am 15/03/2017 - 22:09

    Rutte hat gegenüber Erdogan Haltung gezeigt. Das wird natürlich von vielen Wählern gewürdigt. Falls es nur Wahlkampf war, wird sich das bald zeigen. Vielleicht wird der streit ja morgen beigelegt und Erdogan darf in Holland Wahlkampf machen 😉

  27. #27 von quotenschreiber am 15/03/2017 - 22:11

    Schon erstaunlich, dass deutschen Sozis das Abschneiden von Wilders so wichtig ist, dass sie sich sogar über ein so katastrophales Ergebnis ihrer Genossen freuen. Da sieht man mal, wie die alle die Hosen voll haben.

  28. #28 von Heimchen am Herd am 15/03/2017 - 22:12

    #26 von quotenschreiber

    „Vielleicht wird der streit ja morgen beigelegt und Erdogan darf in Holland Wahlkampf machen “

    Sowas befürchte ich auch! 😉

  29. #29 von Heimchen am Herd am 15/03/2017 - 22:14

  30. #30 von quotenschreiber am 15/03/2017 - 22:29

    Da blicke ich nun gar nicht mehr durch. Demnach hätte Rutte 31% und Wilders 6% ???? Und die anderen, die mit ihm gleich auf liegen um die 10%??? Wie rechnen die Holländer denn?

  31. #31 von quotenschreiber am 15/03/2017 - 22:30

    Ah, sind nur 3 Wahlkreise gezählt von 388. Vielleicht deshalb.

  32. #32 von quotenschreiber am 15/03/2017 - 22:31

    Naja, ich gucke morgen früh mal weiter. Gute Nacht!

  33. #33 von Heimchen am Herd am 15/03/2017 - 22:31

    #30 von quotenschreiber

    Ich blicke da auch nicht durch! 😉

  34. #34 von Heimchen am Herd am 15/03/2017 - 22:31

    Gute Nacht! 😉

  35. #35 von kongomüller am 16/03/2017 - 00:01

    allahs partei „denk“ mit 3 sitzen, nur 0,3%.
    hat allah, der beste aller listenschmiede, etwa nicht gewählt? 🙂

  36. #36 von quotenschreiber am 16/03/2017 - 10:39

    Die WELT schreibt:

    „Auf der Grundlage von 95 Prozent der Stimmen ergab sich am Morgen folgendes Bild: Die rechtsliberale Partei von Rutte liegt mit 21,3 Prozent klar vorn, obwohl sie im Vergleich zur vorigen Wahl 2012 deutlich verlor. Danach folgt die Partei des Rechtspopulisten Geert Wilders mit 13,1 Prozent. Auf dem dritten Platz liegen mit 12,4 Prozent die Christdemokraten (CDA). Knapp dahinter kommen die linksliberalen D66 mit 12,1 Prozent sowie die Sozialisten (SP) mit 9,1 Prozent und GroenLinks mit 9,0 Prozent. Die ChristenUnion (CU) lag zuletzt bei 3,4 Prozent.

    Da es in den Niederlanden keine Sperrklausel wie die deutsche Fünf-Prozent-Hürde gibt, reicht ein kleiner Anteil der Stimmen aus, um einen Platz in der «Tweede Kamer» (Zweiten Kammer) zu erobern. Die Regierungsbildung könnte sich nun entsprechend schwierig gestalten.

    «Wir gehören zu den Gewinnern der Wahl, aber ich wäre natürlich gern die größte Partei geworden», gab Wilders in Den Haag zu. «Das sind nicht die 30 Sitze, auf die ich gehofft hatte.» Er schwor aber auch: «Herr Rutte ist mich nicht los!» Wenn keiner mit ihm regieren wolle, werde er eben wieder Opposition machen und bei der nächsten Wahl einen neuen Anlauf nehmen. «Wir waren die drittgrößte Partei der Niederlande. Jetzt sind wir die zweitgrößte. Nächstes Mal werden wir die Nummer 1!», gab sich Wilders am Donnerstagmorgen kämpferisch. Rutte sagte: «Das war heute ein Fest für die Demokratie.» Der Wähler habe Nein gesagt «zu der falschen Art von Populismus».

    Wilders hatte im Wahlkampf angekündigt, die Niederlande aus der EU führen zu wahlen. Er lag viele Monate in den Umfragen deutlich vorn. Der 53-Jährige bediente Ängste vor einer Zukunft in Europa, dem Verlust der nationalen Identität und dem Islam. Alle etablierten Parteien hatten eine Zusammenarbeit mit ihm allerdings ausgeschlossen.“

  37. #37 von quotenschreiber am 16/03/2017 - 12:16

    Eine realistische Einschätzung der Huffington Post:

    http://www.huffingtonpost.de/2017/03/15/wahl-niederlande-europa_n_15397224.html

  38. #38 von TB am 16/03/2017 - 12:50

    Wie der Wahlsieger seine Wähler verarscht hat:

    http://www.focus.de/politik/videos/nach-der-parlamentswahl-niederlaendische-regierung-sucht-versoehnung-mit-der-tuerkei_id_6797607.html

    https://philosophia-perennis.com/2017/03/16/rutte-wahlkampftrick/

    Zitate:
    „Und zwar wandelte sich das klarer Kante Zeigen gege Erdogan von vor der Wahl auf einmal in versöhnliche Töne um:

    Man würde die Spannungen mit der Türkei gerne abbauen, ließ Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert noch am Wahlabend in Den Haag die erstaunte Presse wissen.

    Man wolle wirklich nicht so weitermachen wie in den letzten Tagen. Auch die Nazivorwürfe der türkischen Regierung gegen Rutte und Co spielten auf einmal keine Rolle mehr.“

    „Es sei alles andere als sinnvoll, so weiter zu machen wie in den vergangenen Tagen. Hennis-Plasschaert spielte damit auf den Streit um Auftritte türkischer Regierungspolitiker in den Niederlanden an, der zuletzt zu einer schweren Krise in den Beziehungen beider Länder geführt hatte.“

    Pfui Teufel!

  39. #40 von Heimchen am Herd am 16/03/2017 - 13:13

    Geert Wilders ist für mich der wahre Sieger, Punkt!

    Ob Rutte die vier Jahre durchhalten kann? Wir werden es sehen!