Deutsche Justiz kuscht vor Erdogan

Maulkorb für die Meinungsfreiheit!

Das Hamburger Landgericht hat entschieden: Der Satiriker Böhmermann darf bestimmte Teile seines Gedichtes „Schmähkritik“ weiterhin nicht mehr veröffentlichen. Damit gaben die Richter einer Klage des türkischen Präsidenten Erdogan in Teilen statt.

Der TV-Satiriker Jan Böhmermann darf nach einer Entscheidung des Hamburger Landgerichts bestimmte Passagen seines Gedichtes „Schmähkritik“ nicht mehr veröffentlichen. Das Hamburger Landgericht gab einer Klage des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan damit in Teilen statt. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Mehr auf tagesschau.de …

Nach Urteil zu Schmähgedichtsverbot: Böhmermann-Anwalt Schertz kritisiert Gericht und kündigt Berufung an

  1. #1 von Jürg Rückert am 10/02/2017 - 19:40

    Stinkige, witzlose Beleidigungen als Kunst verpackt gegen gerichtliche Ahndung immunisieren, das ist eine Masche unserer Zeit. Warum soll jemand, der unsere Claudia nicht öffentlich als „eklig“ bezeichnet hat, bestraft werden, der Ziegenficker-Sänger aber nicht?
    Ich wüsste da jemand, schaut drein wie eine weise Schildkröte, aber ich sag`s nicht …

  2. #2 von Cheshire Cat am 10/02/2017 - 20:41

    Großer Sultan: „Ich will Böhmermanns Kopf“.
    Statthalterin Alemanistans: „Ich kann das vor den Wahlen nicht. Dafür nehme ich von Dir jeden Monat 500 flüchtige Fachkräfte.“

    http://www.epochtimes.de/politik/welt/merkel-kuendigt-aufnahme-von-500-fluechtlingen-im-monat-aus-der-tuerkei-an-a2039563.html
    Merkel kündigt Aufnahme von 500 Flüchtlingen im Monat aus der Türkei an – zusätzlich

  3. #3 von WahrerSozialDemokrat am 11/02/2017 - 00:39

    Meinetwegen kann man Böhmermann der türkischen Justiz übergeben…

  4. #4 von WahrerSozialDemokrat am 11/02/2017 - 00:40

    Erkenne keinen einzigen Grund für uns, diesen linken Deppen zu verteidigen!

  5. #5 von quotenqueen am 11/02/2017 - 09:45

    Ich bin auch kein Böhmermann-Fan. Trotzdem darf es nicht sein, dass Erdogan bestimmt, was bei uns geschieht.

  6. #6 von Burkhard Minack am 11/02/2017 - 09:55

    Fundstück:
    “Linke sind aggressiver und zielen viel schneller auf den Menschen hinter einem Argument. Sie halten sich nicht lange auf der Sachebene auf…”(Gideon Böss)
    Böhmermann wollte den von ihm Geziehenen ganz bewußt beleidigen und dann mal schauen, was passiert, egal wie er seinen Erguss seinerzeit pseudointellektuell zu verpacken versuchte (Metaebene, daß ich nicht lache…).
    Spätestens beim „Ziegenficker“ hat er sich dann der Beleidigung strafbar gemacht, egal ob Jan B. von GEZ-Gnaden den türkischen Präsidenten oder wen auch immer im Visier hatte.
    Sogar bei mir, der ich sehr friedlich bin sowie wenig bis keine Sympathien für den Sultan hege, entstand kurz der Impuls, dem Nachwuchskomiker eine in seine verzogene Visage zu hauen.
    Das ist verraucht.
    Es besteht ja Hoffnung, daß der tatsächlich Beleidigte nicht so schnell vergißt…

  7. #7 von Heimchen am Herd am 11/02/2017 - 10:33

    Darf Satire wirklich alles?? Ich meine nein! Sie darf einen Menschen nicht beleidigen oder
    kränken! Ich finde es auch furchtbar, wie man über Trump herzieht, das ist einfach nur noch
    widerlich! Ein Mindestmaß an Respekt sollte doch jeder Mensch bekommen, auch ein
    Erdogan!

    Böhmermann muss noch viel lernen!

  8. #8 von Gudrun Eussner am 11/02/2017 - 12:55

    Ich finde die Verurteilung gerechtfertigt. Es war eine Beleidigung der Person, die hat geklagt und vor einem deutschen Gericht recht bekommen. Jan Böhmermann hat darüber hinaus den deutschen Interessen geschadet. Sagt oder schreibt jetzt nämlich jemand eine geharnischte Kritik gegen den diktatorisch herrschenden Recep Tayyip Erdogan, wird dieser jemand es sich sehr genau überlegen, was er äußert, ob er sich nicht in Ziegenfickergefilde verirrt. Das hemmt in jedem Fall den Gedankenfluß, es schadet dem Produkt.