Bericht aus Koblenz

gefunden bei Tatjana Festerling:

Das, was Michael Klonovsky beschreibt, kann ich nicht nur bestätigen, sondern um eine bizarre Szene im hyper-toleranten, bunten Deutschland ergänzen. Und das, wo wir doch so auf Willkommenskultur getrimmt werden!

Nachdem endlich, mittags, ein (achtes!) Hotel gefunden und der Vertrag abgeschlossen war, wurde der Gruppen-Check-In abgelehnt. Jeder der ca 70 Gäste, dh. EU-Parlamentarier und ihre Mitarbeiter, mussten sich einzeln registrieren. Marcus Pretzell war der vorletzte an der Rezeption – er wurde als AfD-Funktionär erkannt und der Concierge weigerte sich, ihn einzuchecken. Erst nach lautem Wortwechsel in der Lobby, Erinnerung an Vertragsbruch und Personalwechsel konnte der Check-In beendet werden. Unwürdig! Unwürdig und erbärmlich, dass Frauke Petry durch die Garage direkt aufs Zimmer musste. Ganz abgesehen davon, wurde durch diese Ressourcen-Bindung ein kompletter Arbeitstag blockiert.

Es sind Alarmsignale dafür, wie gefährlich es inzwischen in Deutschland ist, eine vom Establishment abweichende Haltung zu zeigen.

Die ausländischen Gäste waren jedenfalls schwer beeindruckt, vom neuen deutschen „Ausländer raus!“. Es gibt also „gute Ausländer“ und es gibt „schlechte Ausländer“ für die deutsche Nomenklatura und ihre Schergen. (Ist das nicht schon wieder Rassismus?)

Nur werden sie in ihren europäischen Herkunftsländern nicht vom heroischen Kampf der Deutschen gegen den Faschismus berichten, sondern vom Gegenteil. In Merkels Deutschland hat der real existierende, linke Faschismus ein Gesicht.

Und noch was: In der Presse wurde explizit erwähnt, das Sicherheitspersonal beim Kongress sächsele. Ja, das Security-Team kam geschlossen aus Sachsen. Die Sachsen waren vor Ort in Rheinland Pfalz nun mal nicht durch den Entzug von Aufträgen zu erpressen, um dem Auftraggeber, der ENF Fraktion, weitere Hürden und Hindernisse in den Weg zu werfen.

Hier die Beobachtungen von Michael Klonovsky:

„Gestern Abend Zaun- bzw. Nebentischgast beim Dinner der europäischen „Rechtspopulisten“ in Mainz. Die Begleitumstände sind bizarr und ein Beleg dafür, wie schnell die bürgerlichen Freiheiten in Massendemokratien preisgegeben werden. Nicht weniger als acht Hotels von Koblenz bis Wiesbaden stornieren die Buchungen umgehend wieder, nachdem aus den naturgemäß von Mitgliedern der etablierten Parteien geführten Stadtverwaltungen Druck auf die Betreiber ausgeübt wurde, keinesfalls AfD-Mitglieder zu beherbergen (die Gäste vom Front National erleben parallel Ähnliches; während das Dinner bereits begonnen hat, sind manche von ihnen noch auf der Suche nach einer Bleibe für die Nacht). Die Hoteliers werden auf Mafia-Art erpresst; man droht ihnen mit Boykott, imageschädigenden Kampagnen, verschärften Wirtschaftsprüfungen und natürlich den unkontrollierbaren Protesten junger engagierter Empörter gegen Herbergen, die dem politischen Abschaum Obdach gewähren. Sobald ein Hotel die Buchung akzeptiert hat, läuft diese Maschine an. Sogar aus Brüssel trafen Informationen bei den Stadtoberen ein, welches Gästehaus sich zu versündigen drohte und schleunigst zivilgesellschaftlich bearbeitet werden müsse. Dort, wo das schweflige Detachement schließlich unterkommt, lautet der Handel, dass eine Tschandala wie Frauke Petry weder auf der Gästeliste noch irgendwo sichtbar im Haus auftauchen darf. Also Eingang durch die Tiefgarage, keineswegs durch die Lobby. Kein Restaurantbesuch, kein Frühstück. Deutschland 2017. Das demokratisch geläuterte Land, das auf sehr deutsche Weise aus seiner Geschichte gelernt hat. Wenn eines Tages wirklich alle Hoteliers zivilgesellschaftlich befügelt mitzuziehen gezwungen sind, können rechte Parteien nirgendwo mehr tagen, selbst wenn sie 49 Prozent der Wählerstimmen haben. Und diese Canaillen, die hier den Rechtsstaat und die Redefreiheit abräumen, behaupten, die Demokratie wäre nicht etwa durch, sondern ohne ihr sinistres Treiben bedroht.

Am Rande: Ist Ihnen, geneigter Leser, auch aufgefallen, dass in der offiziellen Rhetorik von links bis Merkel das Recht sowie die Rede- und Versammlungsfreiheit kaum mehr eine Rolle spielen?“

http://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna

PS: Erinnerung an einen schönen Abend mit beeindruckenden Persönlichkeiten des europäischen Widerstandes.

  1. #1 von Gudrun Eussner am 23/01/2017 - 11:20

    Dort, wo das schweflige Detachement schließlich unterkommt, lautet der Handel, dass eine Tschandala wie Frauke Petry weder auf der Gästeliste noch irgendwo sichtbar im Haus auftauchen darf. Also Eingang durch die Tiefgarage, keineswegs durch die Lobby.

    „700 Jahre jüdische Geschichte und jüdische Kultur in Herford“

    Juden dürfen ab 4. Juli 1940 nur noch von 16 bis 17 Uhr einkaufen, ab 19. Juli 1940 nicht mehr telefonieren und ab 7. Oktober 1940 keine Luftschutzräume mehr aufsuchen. Ab 1941 geht es dann richtig los: Ab 7. März Zwangsarbeit, ab 1. September müssen Juden ab dem 6. Lebensjahr, den Judenstern tragen, am 4. Oktober wird die Deportation der Juden beschlossen, und ab 23. Oktober darf er legal nicht mehr auswandern.

    Man sieht, die Operationen der Herrschenden gegen die politischen Gegner sind noch ausbaufähig. Die Verschärfungen sind den heutigen Gegebenheiten anzupassen.

  2. #2 von Heimchen am Herd am 23/01/2017 - 12:52

    „Ist Ihnen, geneigter Leser, auch aufgefallen, dass in der offiziellen Rhetorik von links bis Merkel das Recht sowie die Rede- und Versammlungsfreiheit kaum mehr eine Rolle spielen?“

    Hoffentlich fällt es vielen Menschen auf, bevor es zu spät ist!

  3. #3 von Cheshire Cat am 23/01/2017 - 20:54

  4. #4 von Starenberg am 24/01/2017 - 10:03

    Genau dieses linksfaschistische Gesindel ist es, das sonst von Gleichheit, Brüderlichkeit und Teilhabe faselt, Mobbing, Ausgrenzung und „Rassismus“ beklagt, wobei letzterer vorgeblich noch nicht einmal einer Rasse bedarf.

    Wenn ich einen Arbeitnehmer einstellen möchte, darf ich mich weder nach einer Parteizugehörigkeit noch einer Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft noch Religionszugehörigkeit erkundigen. Wenn ich eine Wohnung vermieten möchte, und der Hausmeister läßt beim Besichtigungstermin den unklugen Satz fallen „an Mohammedaner wird hier ohnehin nicht vermietet“, habe ich den Staatsschutz am Hals.

    AfD-ler als Vogelfreie zu behandeln ist nicht nur schwer in Ordnung, sondern wird von den Oberdemokraten unter Androhung von legalen wie illegalen, aber jedenfalls illegitimen Sanktionen herbeigepreßt. Und irgendwelche Knallchargen zumindest (aber wahrscheinlich nicht nur) der SPD gehen davon aus, daß solches Verhalten „den Beifall des überwiegenden Teiles unserer Bevölkerung“ findet. Anschließend kann man dann ja wieder über „Populismus“ schimpfen.

    Sieben von acht Hoteliers haben es nicht im Kreuz, einer derartigen Nötigung zu widerstehen. Und beim achten selektiert der Vg. Concierge die Gäste aus eigener Machtvollkommenheit nach Ankunft an der Rampe, pardon: Réception; woran erinnert mich das? Hätte der Mann sich geweigert, ein Kopftuch-Mädel einzuchecken, hätte die vereinigte Nomenklatura vermutlich seine sofortige Entlassung gefordert. Und bekommen. Animals‘ farm.