Aus Atommüll wird Strom: Dürfen die das?

Von Dominic Wipplinger und Rainer Klute.

Seit dem 31. Oktober 2016 und damit gut einem Monat läuft Block 4 des russischen Kernkraftwerks Beloyarsk im kommerziellen Leistungsbetrieb. Es handelt sich um einen sogenannten Schnellen Reaktor vom Typ BN-800 mit einigen Eigenschaften, die ihn vom Gros der sonst üblichen Leichtwasserreaktoren abheben. Für das amerikanische Kraftwerkstechnikfachmagazins „POWER Magazine“ waren diese Besonderheiten jüngst Grund genug, der noch jungen Anlage die Auszeichnung „Top Plant“ zu verleihen.

Ein wesentlicher Punkt, der zu dieser Entscheidung führte, ist die Fähigkeit des BN-800, nicht nur Uran, sondern auch Plutonium und die übrigen Transurane als Brennstoff zu nutzen. Diese hochradioaktiven und langlebigen Stoffe fallen beim Betrieb üblicher Kernreaktoren als Atommüll an und lassen sich dort nicht weiter verwerten. Allerdings enthalten diese Abfälle noch 96 Prozent der ursprünglich im Kernbrennstoff steckenden Energie, also fast alles. Schnelle Reaktoren wie der BN-800 sind in der Lage, diese Energie freizusetzen und Strom daraus zu gewinnen. Die bessere Brennstoffausnutzung führt zu viel weniger Reststoffen, die außerdem erheblich geringere Halbwertszeiten aufweisen und somit viel schneller abklingen. Weiter auf der Achse …

  1. #1 von Kommentarspender am 21/12/2016 - 11:32

    Das ist die bisher größte Erfindung dieses Jahrhunderts.
    Hätte unsere Kanzlerin nur 5 Jahre gewartet, hätte sie es sich mit der Energiewende vermutlich nochmal überlegt.

    Wir haben nun die Drecks-Windräder und Drecks-Solarpanelen an der Backe, die so uneffizient und teuer sind.

  2. #2 von Sophist X am 21/12/2016 - 12:58

    Die machen aus Deutschland ein islamisiertes Drittweltland.
    Ein ausgezeichneter, kundiger und verständlicher Artikel.
    Ich zähle mal auf, welche wissenschaftlichen Einwände die umweltbewegten Spendenritter und ihre gläubige Gemeinde dagegensetzen werden:
    Atome sind giftiger als Gene, Bleikühlung lässt Gaia weinen, Eisbärenbabies versinken am Nordpol, Kinderundkindeskinder werden in einer Atomwolke verbrannt. Ich glaube, ich habe nichts vergessen.

  3. #3 von Sophist X am 21/12/2016 - 13:06

    >von Kommentarspender am 21/12/2016 – 11:32
    >Hätte unsere Kanzlerin nur 5 Jahre gewartet

    Diese Technik ist seit langem theoretisch erforscht, man musste das Wissen nur noch anwenden.
    Wenn man sich vor Augen führt, dass die Kanzlerin promovierte Physikerin ist, also die Fähigkeit hat (haben müsste), diese Technik ohne externe Berater zu bewerten, kann man getrost jeglichen Glauben an ihre Vernunft und ihre Integrität fahren lassen.

  4. #4 von Reaktorofen am 21/12/2016 - 13:18

    Heute konnte man im Videotext freudig lesen das Japan ihr Projekt eingestellt haben….nicht erwähnt wurde das sie einen anderen Reaktor benutzen wollen…

    ps:Allerdings wundere ich mich das die Japaner das nicht hinbekommen haben…hat 8 Milliarden gekostet…

  5. #5 von Kommentarspender am 21/12/2016 - 13:21

    >von Sophist X am 21/12/2016 – 13:06 Diese Technik ist seit langem theoretisch erforscht…<

    Stimmt. Da die Energiewende um die 2 Billionen Euro gekostet hat ( die Entschädigung der Energieversorger durch die staatliche Enteignung noch nicht miteingerechnet), hätte man durchaus auch schon vor 5 Jahren eine rationale Entscheidung von einer Physikerin erwarten können. Stimmt absolut.

    Die Ideologie scheint dabei aber über alles Rationale zu stehen. Das ist der Grund warum sozialistische Staaten naturgemäß dem Untergang geweiht sind.