Presse schäumt – offenbar eine gute Wahl

Ex-General James Mattis wird neuer US-Verteidigungsminister. Der künftige US-Präsident Donald Trump wird den 66-jährigen politischen Falken und Kritiker des politischen Islam zum Chef im Pentagon machen. Das bestätigte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) bei einer Kundgebung in Cincinnati (Ohio). Zuvor hatten US-Medien darüber berichtet. Mattis gilt als einer der profiliertesten strategischen Denker im US-Militär und politisch als Falke. Er trägt den Beinamen „Mad Dog“ („Verrückter Hund“), vor allem wegen markiger Sprüche. Seit Wochen galt er als Favorit für das Amt. Der Ex-General der Marineinfanterie hält eine härtere Gangart gegen die politischen Gegner der USA für angezeigt. Unter anderem hatte er sich für weniger Kooperation mit dem Iran ausgesprochen, den Atomdeal mit dem islamischen Land hält er für einen Fehler. Zuletzt hatte er den schwindenden Einfluss der USA im Nahen Osten beklagt. Eine Antwort auf den „politischen Islam“ zu finden, sei eine der wichtigsten Sicherheits-Herausforderungen für die USA, sagte Matties etwa bei einer Veranstaltung im Jahr 2015. weiter bei ZEIT

  1. #1 von Gudrun Eussner am 03/12/2016 - 16:34

    Mein Freund Philippe Gélie ist heute im Figaro viel vorsichtiger. Wahrscheinlich würde es ihm nicht gut bekommen, so zu geifern wie das überflüssige Blättchen DIE ZEIT. Sein Chef ist nämlich der Rüstungsindustrielle Serge Dassault.

    James Mattis, un «chien enragé» au Pentagone. Par Philippe Gélie, Le Figaro, 2.12.2016
    http://www.lefigaro.fr/international/2016/12/02/01003-20161202ARTFIG00193-james-mattis-un-chien-enrage-au-pentagone.php

    Mad Dog Mattis wäre ein Fan vom schottischen Militärhistoriker Hew Strachan, eines Spezialisten des Ersten Weltkriegs, lernt man. Im übrigen beschreibt er ihn für seine Verhältnisse eher sachlich.

    Hew Strachan: Der Erste Weltkrieg. Eine illustrierte Geschichte
    https://www.perlentaucher.de/buch/hew-strachan/der-erste-weltkrieg.html

    Kennt einer von Euch das Buch? Muß ich direkt mal lesen!

  2. #2 von Cheshire Cat am 03/12/2016 - 17:23

    Man kann „Mad Dog“ mögen oder auch nicht.

    Aber immerhin ist er ein 4* General
    und keine Gynäkologin

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ursula-von-der-leyen-will-bundeswehr-familienfreundlicher-machen-a-943066.html
    Die Bundeswehr soll ein attraktiverer Arbeitgeber werden. Verteidigungsministerin von der Leyen will daher Teilzeitarbeit erleichtern und die Angebote zur Kinderbetreuung ausbauen. Schon bald sollen Tagesmütter in die Kasernen einrücken.

  3. #3 von Gudrun Eussner am 03/12/2016 - 17:29

    Nachtrag zur ZEIT: Der Herausgeber Dr. Josef Joffe treibt sich in Kreisen herum, die dem James Mad Dog Mattis vielleicht nicht wohlgesonnen sind. Ich habe es hier thematisiert:

    Halifax International Security Forum 2016
    http://eussner.blogspot.fr/2016/11/halifax-international-security-forum.html

    Da sind die Rüstungslobbyisten aus der Umgebung der Demokraten, angereichert mit einigen Republikanern wie John McCain, vertreten, Sie wollen die Welt weiterhin unterschiedslos mit Krieg überziehen. Es könnte sein, daß James Mattis,der Kriege aus der Praxis gut genug kennt, davon nicht ein solcher Fan ist wie diese Leute hinterm Schreibtisch und die aus dem

    Center for a New American Security. Bold. Innovative. Bipartisan
    http://eussner.blogspot.fr/2016/10/center-for-new-american-security-bold.html

  4. #4 von Gudrun Eussner am 03/12/2016 - 17:56

    Hier geifert das Center for a New American Security, daß es seine Leute nicht in der Regierung hat. Am liebsten wären ihm Nicht-Militärs, weil die mangels Fachkenntnis von den Rüstungsfirmen besser manipuliert werden können. Sieht man bei uns an Ursula von der Leyen.

    Seine Meinung veröffentlicht das Center (CNAS) in der Washington Post, der Wahlkampfmaschine der Demokraten. Der Autor Phillip Carter ist selbst ehemaliger Armee-Offizier und wie Co-Autor Loren DeJonge Schulman ehemaliger Mitarbeiter des Pentagon. Sie sprechen in eigener Sache:

    CNAS Experts‘ Op-Ed in The Washington Post
    https://www.cnas.org/publications/commentary/cnas-experts-op-ed-in-the-washington-post

  5. #5 von Gudrun Eussner am 03/12/2016 - 18:03

    Hier der Lebenslauf von Loren DeJonge Schulman, einer 100% Funktionärin der Demokraten:

    Loren DeJonge Schulman
    https://s3.amazonaws.com/files.cnas.org/documents/SchulmanL_CNASBio.pdf

    Und hier der Lebenslauf von Phillip Carter, eines 100% Funktionärs der Demokraten:

    Phillip Carter
    https://s3.amazonaws.com/files.cnas.org/documents/CarterP_CNASBio.pdf

  6. #6 von quotenschreiber am 03/12/2016 - 18:04

    Nichts ist langweiliger als die Nachrichten von gestern? Das stimmt nicht immer. Manchmal ist auch nichts erheiternder. Vor allem, wenn es um die Politik-Experten des Spiegel geht. Hier erklärt uns einer, in welchem Moment Trump seine letzte Chance verspielt und die Wahl verloren hat:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/hillary-clinton-ihr-groesstes-glueck-heisst-donald-trump-a-1117504.html

    „In diesem entscheidenden Moment schmunzelte Clinton und legte den Kopf zur Seite. Das tut sie gern, wenn sie weiß, dass sie nun nichts mehr sagen muss. Es war der Moment, der ihr die kommenden 19 Tage immens erleichtern wird. Der ihr den Wahlsieg nun fast garantiert.“

  7. #7 von Gudrun Eussner am 03/12/2016 - 18:22

    #6 QQ, ja, das ist so eine Art inneres Missionsfest! Sie begreifen nichts, weil sie ideologisch verstellt sind. Man kann ja eine Meinung haben, aber diese als Tatsache vorauszusetzen, das bringt solche Blüten. Traurige Gestalten sind diese Pitzkes der europäischen Medien.

    Sie werden sich morgen wieder geirrt haben; denn Norbert Hofer liefert sich mit Alexander van der Bellen kein Kopf-an-Kopf-Rennen, sondern ersterer wird klar gewinnen. Das meine ich nicht, weil ich ihn besser geeignet finde, sondern weil die internationalen Ereignisse für ihn sprechen.

    Die FAZ, auch so ein Pitzke, hat es in Sachen Brexit übrigens inzwischen nötig, eine zugunsten einer Brexit-Gegnerin ausgegangenen Nachwahl in einem Bürgerstadtteil [!] von London [!] den Nachweis zu führen, jetzt wären die Briten für den Verbleib in der EU. Unsere Medien lernen es nie!

  8. #8 von Gudrun Eussner am 03/12/2016 - 22:09

    Ergänzung zu#7:

    Richmond Park
    https://www.royalparks.org.uk/parks/richmond-park

    Die Wähler im Wahlkreis Richmond Park im Westen Londons hatten sich beim EU-Referendum mit großer Mehrheit gegen einen Brexit ausgesprochen.

    Anti-Brexit-Politikerin gewinnt Parlamentssitz
    http://www.faz.net/aktuell/politik/brexit/london-anti-brexit-politikerin-gewinnt-parlamentssitz-14555320.html

    In London, bei Nachwahlen! Sie begreifen es immer noch nicht! Ich habe das eben auf Sky News verfolgt, sie hat 1872 Stimmen mehr als ihr Gegner. Daraus wird jetzt ein Plädoyer gegen den Brexit.