taz staunt über griechische Justiz

Vor genau zwei Jahren, am Mittag des 14. September 2014, wurde das Paar festgenommen auf Symi, der Nachbarinsel von Rhodos. Sie hatten gerade in einem Hafenrestaurant Platz genommen und Mittagessen bestellt. Zuvor hatten sie sechs Angehörige einer syrischen Familie im Alter von 2 bis 36 Jahren von Bord gelassen und den Flüchtlingen Essen und Trinken gekauft. Die „Kleine Strafkammer der Dodekanes-Inseln“ verurteilte Bernd Keller wegen „Einschleusung von Ausländern“ zu 16 Jahren und sechs Monaten Haft und einer Geldstrafe von 46.000 Euro. Seine Frau wurde zur Zahlung derselben Summe verurteilt, durfte aber gehen.
Bericht bei taz

  1. #1 von kongomüller am 17/09/2016 - 09:04

    aus dem verlinkten artikel

    „Das Ehepaar kann nicht fassen, dass sein Leben von der „kompromisslosen Schlepperbekämpfung“ der EU ruiniert wurde.“

    nicht von der eigenen dummheit?

    aber worüber ärgern? massenhafte einschleusung, von der eu ganz legal betrieben, ruiniert nicht nur das leben eines ehepaares, sondern den gesamten kulturraum europa.

    wer sich in fremdem ländern aufhält, sollte eine gewisse kulturelle sensibilität an den tag legen, dazu gehört auch die achtung des gesetzes.
    hoffentlich spricht sich dieses – in meinen augen zu harte – urteil bei unseren guties herum.

  2. #2 von Heimchen am Herd am 17/09/2016 - 10:24

    „Wer hierzulande mehr als zehn Jahre hinter Gittern landet, muss schon Mörder, Serienvergewaltiger oder etwas Ähnliches sein. Der Attentäter etwa, der aus Fremdenhass die heutige Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker ermorden wollte und mit einem Messer lebensgefährlich am Hals verletzte, wurde zu 14 Jahren Haft verurteilt. Ein Fluchthelfer wie Bernd Keller wird in Griechenland bestraft wie ein Gewalttäter in Deutschland.“

    Bei uns werden viel zu milde Urteile gefällt, vor allem wenn es sich um Migranten handelt!
    Heiko Maas will die Strafe bei Mord am liebsten halbieren, weil ihm die Mörder so leid tun!
    Wo soll das noch enden?? Bei Dududu?? Das ist ein Skandal!

    Da lobe ich mir die Gerichte im Ausland, die kennen noch harte Strafen!
    Und die 16 Jahre Haft für diesen Schlepper sind vollkommen angebracht und haben auch
    eine abschreckende Wirkung! Da überlegt man es sich dreimal, ob man sechzehn Jahre
    riskieren will fürs Schleppen!

  3. #3 von kongomüller am 17/09/2016 - 11:41

    “ Da überlegt man es sich dreimal, ob man sechzehn Jahre
    riskieren will fürs Schleppen!“

    und wenn es ein paar jahre weniger sind macht es auch nichts.
    ich stelle mir gerade bildlich vor, wie dieser gutmensch im griechischen knast darbt, während seine geschleppten, äh, „geflüchteten“ in einer frisch renovierten wohnung, geheizt, fließend warm und kalt, mit sozialhilfe und viermal kindergeld plus dies, plus das, ein welcomeleben in saus und braus leben, finanziert von dem geld, was rentner weniger bekommen, damit geschleppte besser leben können. man müßte seine knastadresse kennen, damit ihm seine geschleppten ein paar nette postkarten vom lustigen migrantenleben in buntland schicken können – er wird sich bestimmt freuen.

  4. #4 von kongomüller am 17/09/2016 - 11:51

    ein bericht über eine gutfrau_In, die erst 350.000 pfund für ein behindertes überfallopfer sammelt und von diesem gerade mal 10 zurück bekommt, als frau_In wegen spendenaktion selbst finanziell in die klemme gerät.

    http://www.spiegel.de/panorama/britisches-ueberfall-opfer-der-geiz-des-alan-barnes-a-1112723.html

  5. #5 von marc am 17/09/2016 - 19:07

    Naja schon lächerlich die hohe Strafe.Warum?Schon vor Jahren konnte man lesen das Pakistaner dort falsche Pässe verkaufen…glaubt hier etwa jemand nur die Presse konnte die Werkstätten finden und die POlizei weiss nichts?

    Die Griechen lassen doch seit 20 Jahren jeden rein weil da Geld für sie rausspringt und abgeschoben wird nicht weils zu teuer ist.Der Grieche denkt sich-Die gehen eh in den Norden….

    aber jetzt wollte man wohl zeigen wie man das Recht durchsetzt….

  6. #6 von Cheshire Cat am 17/09/2016 - 21:33

    Beim Urtel beanstande ich,
    dass man die Frau des Schleppers, die an der Schlepperei aktiv beteiligt war,
    nicht ins Gefängnis steckte.

    Ansonsten vielen Dank an griechische Justiz
    und bitte weiter so.