Der hausgemachte Blackout – oder „Haltet den Terroristen“

Von Günter Keil

Die Bundesregierung will die Bevölkerung mit ihrer neuen „Konzeption Zivile Verteidigung“ auf den Ernstfall vorbereiten, heißt es. Dabei wird gegenüber der Öffentlichkeit immer wieder das Szenario von Terror- und Hackerangriffen bemüht.

Doch keine Terroristengruppe kann die Versorgung mit Nahrungsmitteln, Wasser, Strom, Treibstoff oder Medizin so massiv stören, dass es zu bedrohlichen Engpässen kommen kann. Man arbeitet mit den in TV-Serien oft gesehenen, aber unrealistischen Hackerangriffen, die große Versorger lahmlegen und Chaos erzeugen. In Wahrheit haben sich diese Unternehmen längst auf derartige Bedrohungen eingestellt und haben ihre sensitiven und durch Störungen beeinflussbaren Bereiche abgeschirmt – zum Beispiel durch deren völlige Isolierung vom hausinternen Computernetz, das wiederum ebenfalls gegen das Internet abgesichert werden kann und wird. Vereinfacht gesagt: Man braucht nur den Stecker zum Internet oder zur WLAN-Verbindung ziehen – und gut ist es. Weiter hier auf der Achse …

  1. #1 von Heimchen am Herd am 30/08/2016 - 15:41

    Eines ist sicher… Gaskocher, Kerzen und Batterien kommen wieder ganz groß in Mode!

    Das hat doch irgendwie etwas Romantisches an sich, oder? Und noch etwas, nach einem
    Stromausfall steigen ganz plötzlich die Geburtenraten! 😉

  2. #2 von Cheshire Cat am 30/08/2016 - 22:54

    Ein Blackout dauert nicht 10 Tage (empfohlene Bevorratung der Lebensmittel).
    Auch kein „gewöhnlicher“ Terroranschlag.
    Beim Cyber-Angriff kann man notfalls beim Computer den Stecker ziehen und zur Verwaltung mit Papier und Stift übergehen – ist zwar weniger bequem, wird aber notfalls funktionieren.
    Für einen „normalen“ Krieg ist es dagegen zu kurz.

    Zur Dauer von 10 Tagen würde ein großer terroristischer Angriff passen (z.B. Hunderte IS-Kämpfer in mehreren Städten).
    Offensichtlich hält die Regierung das für möglich (so weit sind wie schon).
    Die Tausenden Toten wären dann Opfer auf dem Altar der bunten Globalismus-Utopie
    (jede große Gesellschaftsutopie verlangt ja Blutzoll).