Der Flüchtlingshelfer, der Pfarrer und das Testosteron

Von Antje Sievers

Auf der Alm, da gibt’s nicht nur koa Sünd‘, da gibt’s auch koa Verstand und für Flüchtlinge koa Weib. Daher hat Flüchtlingshelfer A. M. auf seiner Website einen Aufruf gestartet nach „interessierten Frauen“, die männlichen Flüchtlingen „Nähe, Zärtlichkeit und Sexualität“ ermöglichen sollen. Das ist gar nicht böse gemeint, denn Männer, die nur unter Männern leben, kriegten irgendwann den „Klosterkoller“, und es sei kein Wunder, wenn dann „die Fetzen fliegen“, so Hobbyzuhälter A.M. Und ich hatte schon Angst, es hätte was mit kulturell bedingter Impulsivität, prähistorischem Stammesdünkel und religiösen Wahnvorstellungen zu tun, wenn Flüchtlinge sich gegenseitig mit Eisenstangen die Köpfe einschlagen.

Nun ist das Ansinnen von A.M. ja an und für sich nichts Neues. Männer sind, wie die Popgruppe „Die Ärzte“ und meine Oma schon immer wussten, Schweine. Sie können ihre Triebe nicht kontrollieren und wenn sie kein Weib zum Ficken da haben, drehen sie voll ab. Deshalb haben Frauen zur Verfügung zu stehen, argumentieren seit Hunderten von Jahren die Verfechter der Prostitution. Deshalb müssen alle Nichtprostituierten glücklich sein, dass sie selbst nicht ran müssen, wie’s verdammt nochmal eigentlich ihre Pflicht wäre. Mehr hier …

  1. #1 von Wolf am 28/06/2016 - 14:43

    Das ist ein durchaus löbliches Unterfangen. Blöd nur, dass die Mädels nicht wollen (“Noch hat sich keine Frau gemeldet”). Vielleicht wendet der Initiator sich an die Sprecherin der Linksjugend, die hat möglicherweise Interesse:

    http://www.achgut.com/artikel/entschuldige_bitte_lieber_vergewaltiger