Frauke Petry in Tel Aviv

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry wird heute an einer Diskussionsveranstaltung in Tel Aviv teilnehmen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, denn die in zahlreichen Umfragen bereits drittstärkste Partei Deutschlands sollte auch im befreundeten Ausland Interesse wecken und natürlich Rede und Antwort stehen. Der politischen Konkurrenz in Deutschland mit dem hier inzwischen üblichen Demokratieverständnis passt das allerdings nicht in den Kram. Aber auch linke Juden in Deutschland sehen Bedarf zur Distanzierung. Bericht bei Hagalil

  1. #1 von Heimchen am Herd am 24/01/2016 - 11:50

    „Aber auch linke Juden in Deutschland sehen Bedarf zur Distanzierung.“

    ✡ Juden laufen nicht im Gleichschritt

    Anders, als viele Anhänger von “Judenverschwörungen” es annehmen, laufen Juden nicht im Gleichschritt. Es gibt Juden mit politischen Ansichten von links-radikal bis rechts-radikal und allem dazwischen. Ebenso gibt es eine große Anzahl apolitischer Juden. Es gibt “Gutmenschenjuden”, die wir liebevoll Judifanten nennen und sog. anti-jüdische Juden, vergleichbar mit der deutschen Antifa.

    In der Mehrheit sind Juden jedoch immer rechts-konservativ.

    JewGida versteht sich als eine rechts-konservative Gruppe nach unserer politischen Auffassung. Desweiteren sind wir pro-Torah und pro-Israel. Wir sind für politischen Pluralismus, Demokratie, Menschenrechte und die persönliche Freiheit eines jeden Einzelnen, jedoch nicht gewillt Toleranz gegenüber der Intoleranz zu zeigen. Faschistische Bestrebungen der Dominanz des politischen Islam lehnen wir entschieden ab. (Vgl. “Der Islamische Faschismus” von Hamed Abdel-Samad)

    http://jewgida.blogspot.de/2015/12/juden-laufen-nicht-im-gleichschritt.html

    Interessant, nicht wahr?

  2. #2 von glockzilla am 24/01/2016 - 14:10

    Lustig!
    Genau so hat die österreichische Linke gegeifert, als HC Strache in Israel war und auch in die Knesset eingeladen wurde. (Übrigens gab es auch einen Termin bei den IDF)
    Diese Würstchen übersehen, oder wollen übersehen, daß manch rechte Partei weniger Berührungsängste hat, als sie selbst.
    Rechtskonservative interessieren sich im Allgemeinen weniger für die Religion oder sexuelle Orientierung anderer Menschen, als für ihre Überzeugungen.

  3. #3 von Heimchen am Herd am 24/01/2016 - 14:35

    Vermummter schießt mit Pistole auf AfD-Plakataufsteller

    Im Wahlkampf in Baden-Württemberg hat sich ein ernster Zwischenfall ereignet.

    Ein Helfer der AfD wurde in Karlsruhe angegriffen.

    Ein 36 Jahre alter Mann ist beim Aufstellen von Wahlplakaten für die Alternative für Deutschland (AfD) in Karlsruhe von einem Unbekannten beschossen worden. Der mit einem Schal vermummte Angreifer hatte den Plakatierer zuvor angesprochen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

    Laut Darstellung des Kreisverbands der rechtskonservativen AfD forderte der Mann den AfD-Wahlkampfhelfer auf zu verschwinden. Nach Erkenntnis der Polizei setzte sich der Plakatierer daraufhin in seinen Lieferwagen, um loszufahren, doch der Unbekannte zog eine Pistole aus einer Tasche und schoss von außen durch das geschlossene Beifahrerfenster. Dabei verfehlte er den Fahrer, der unverletzt davonfuhr. Nach dem Vorfall am Samstagabend suchte die Polizei zunächst vergebens nach dem Schützen.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/attacke-in-karlsruhe-vermummter-schiesst-mit-pistole-auf-afd-plakataufsteller-14031354.html

    Das war ein Mordversuch! Und wetten, dass dieser Verbrecher nicht gefunden wird?!
    (gefunden werden soll!)

  4. #4 von sohnes am 24/01/2016 - 15:47

    Das mit den sich distanzierenden Juden habe ich selbst erlebt. Als Israelfreund zum Al Quds Tag gegangen, freilich eher weniger um hakennasige drittreichige Banner mit Judenkarukaturen zu schwenken, was übrigens den Freund und Helfer nicht stört, sondern eher zu der Minigruppe Israelfreunde gestoßen. Dort mit einiger Irritation eine Frau getroffen, die Flyer ausgab *für* eben die Bannerschwenker mit dem Hinweis, dass nicht alle Juden Israel unterstützen. Kippa trugt sie freilich nicht und als es später so richtig judenfeindlich zur Sache ging, war sie irgendwie auch verschwunden, vermutlich auch zurecht, weil die jungen Herren aus dem Morgenland halt eben doch „Juden“ meinten und nicht „Zionisten“.
    Nicht genau das Gleiche wie mit der AfD, geht aber in die gleiche linksliberale Richtung. Da können die entsprechenden Parteien, Gruppen, Seiten noch so oft betonen, dass sie Israel unterstützen – und auf der anderen Seite kann Siggi „Pack“ Gabriel noch so oft daran rummäkeln und der Bundestag noch so geschlossen gegen das Stoppen der Friedensflottille stimmen und und und, passiert ja andauernd!
    Die Leute wollen es einfach nicht wahrhaben, einfach aus politischen Gründen. Das Derbe daran ist, es geht ihnen ja von rechtgläubiger Seite trotzdem an den Kragen, siehe oben, denen ist es doch grad egal, wie sehr unsere politkorrekte Dame Israel kritisiert, sie ist Jüdin und das zählt. Das Krokodil füttern und hoffen, es beiße einen zuletzt. Oder nur ein wenig. Oder so.

  5. #5 von sohnes am 24/01/2016 - 15:49

    Sollte „Karikaturen“ heißen.
    Ansonsten hat sich leider an der linksliberalen Vernageltheit nicht viel geändert und das Ganze endet noch mal richtig dreckig. Ist nicht mein Wunsch, sondern meine Befürchtung, für die es nun wirklich nicht viel Phantasie braucht, denn schon heute sind sie ja nicht mehr sicher in der BRD, wie demletzt ein hoher Rabbie sagte.

  6. #6 von tyrannosaurus am 24/01/2016 - 22:54

    Stockholmsyndrom?

  7. #7 von Lügenbefehl am 24/01/2016 - 23:18

    @tyrannosaurus

    Nein, eher pragmatische Notwendigkeit.

  8. #8 von Ein Widerlicher aus Sachsen am 25/01/2016 - 12:03

    #3:
    Komisch, davon hab ich in der „Tagesschau“ nichts gehört, auch nicht in den lokalen Radiosendern oder habe irgendetwas gelesen in der Tagespresse.
    Sehr komisch.

    Wenn die Sachlage genau andersherum gewesen wäre, würde heute der letzte Almöhi davon gehört haben.