Abrechnung mit Mohammed

Was christlichen oder jüdischen Islamkritikern als islamophobe Hetze ausgelegt wird, darf in Deutschland zumindest ein ägyptischer Intellektueller sagen und schreiben. Immerhin. Als Buch und sogar zu später Stunde in der ARD-Sendung ttt, wohl in der Hoffnung, dass sich eh kein Moslem eine deutsche Kultursendung anschaut. Den sehenswerten Beitrag über Abdel Samads neues Buch gibt es jetzt in der ARD Mediathek. Oooops nein …. gab es dort. Der Autor bei Facebook:

Hamed Abdel-Samad
Liebe Freunde,
leider wurde der ttt-Beitrag über mein Mohamed-Buch aus der ARD-Mediathek entfernt. Die „je-suis-Charlie“-Zeit ist vorbei!

Zum Glück macht das Internet Zensur und auch Selbstzensur heute schwer. Hier ist der Beitrag der ARD, den die ARD vor ihren Beitragszahlern verstecken will:

  1. #1 von Harald am 22/09/2015 - 16:16

    Hamed Abdel-Samad

    „Meine Rettung war, das Land schnell zu verlassen“

    Der Autor Hamed Abdel-Samad wurde mit dem Tod bedroht. Deshalb musste er seine Heimat verlassen. Ein Interview von Evelyn Finger
    ZEITmagazin Nr. 28/2015 — 2. August 2015

    ZEITmagazin: Herr Abdel-Samad, vor zwei Jahren wurde eine Fatwa über Sie verhängt. Warum?

    Hamed Abdel-Samad: Ich hielt in Kairo einen Vortrag. Meine These war, dass die faschistoiden Tendenzen der Muslimbrüder im Handeln des Propheten begründet liegen: im Gefühl des Auserwähltseins, im Führerprinzip, im unbedingten Gehorsam, in der Aufteilung der Welt in Gläubige und Ungläubige, in der Entmenschlichung der Feinde und im Antisemitismus. Ich verglich auch die Kampfprinzipien von Faschismus und Dschihad: Man kämpft nicht, um zu leben, sondern man lebt, um zu kämpfen.

    ZEITmagazin: Wie war die Reaktion der Zuhörer?

    Abdel-Samad: Es wurde nur höflich widersprochen, aber danach veröffentlichte jemand den Vortrag auf YouTube. Sofort gab es eine Welle der Empörung, und die salafistischen Fernsehsender behaupteten, ich sei ein Beispiel für die Menschen, die gegen Präsident Mursi demonstrieren, um Unglauben zu verbreiten. Dann kamen drei Gelehrte – ein Professor von der Al-Azhar-Universität, ein Vorsitzender einer salafistischen Partei und ein populärer salafistischer Prediger – und sagten, ich müsse getötet werden, weil ich den Propheten beleidigt hätte.

    ZEITmagazin: Da waren Sie noch in Kairo?

    Abdel-Samad: Ja. Ein Freund rief an und sagte, verlass sofort das Land, sie haben deine Adresse ins Netz gestellt und Plakate mit deinem Bild: „Wanted dead“. Das stand auf einer Facebook-Seite der Muslimbrüder mit einer Million Followern. Meine Rettung war, das Land schnell zu verlassen. Ich lebte damals noch die Hälfte des Jahres in Kairo. Danach war klar, dass ich dort nicht mehr hinkann.

    ZEITmagazin: Sie kommen aus einer sehr frommen ägyptischen Familie.

    Abdel-Samad: Mein Vater ist Imam in einem Dorf bei Kairo, und natürlich las ich als Kind auch all seine Bücher über den Propheten. Das prägt mich bis heute.

    ZEITmagazin: Predigte Ihr Vater einen fundamentalistischen Glauben?

    Abdel-Samad: Nein. Islamischen Mainstream, traditionell und staatstragend. Fundamentalismus lernte ich erst bei den Muslimbrüdern kennen. Mich faszinierte ihr revolutionärer Islam, der das Land und die Welt verändern will – bis ich merkte, dass dort mein Wille gebrochen werden sollte. Dieser Gruppenzwang war erniedrigend: Befehle befolgen, nichts hinterfragen.

    ZEITmagazin: Fühlte Ihr Vater sich als Imam von Ihnen provoziert?

    Abdel-Samad: Nein, er machte sich Sorgen um mich. Die Fatwa traf übrigens auch ihn. Er wurde unter Druck gesetzt, im Fernsehen meine Thesen zu verteufeln. Er hat abgelehnt. Daraufhin versammelten sich Leute in unserem Dorf und protestierten gegen ihn.

    ZEITmagazin: Was tun Sie gegen den Heimatverlust?

    Abdel-Samad: Ich veröffentliche alle meine Bücher zuerst auf Arabisch, dann auf Deutsch. Aber mein nächstes Buch wagt bisher niemand auf Arabisch zu drucken.

    ZEITmagazin: Es erscheint im Herbst auf Deutsch unter dem Titel Mohammed. Eine Abrechnung. Worum geht es?

    Abdel-Samad: Der Prophet war ein gewalttätiger Eroberer und dient deshalb heute Terroristen als Vorbild. Aber die meisten Muslime verteidigen ihn als unfehlbaren Verkünder des Wortes Gottes. Bei jeder anderen historischen Person, die an einem einzigen Tag 600 Juden enthaupten ließ, hätten wir kein Problem, sie als Verbrecher zu bezeichnen. Aber bei Mohammed sagt man: Das war damals eben normal. Ich sage: Nein, war es nicht. Mir ist kein anderer Fall von Massenenthauptungen bekannt im Arabien jener Zeit, und ich kenne mich in der islamischen Geschichte wirklich aus.

    ZEITmagazin: Sind Sie mittlerweile in Deutschland heimisch geworden?

    Abdel-Samad: Ich werde auch hier auf der Straße bedroht und beschimpft, seit der Fatwa lebe ich mit Personenschutz. Aber ich stehe zu meiner Entscheidung, den Islam öffentlich zu kritisieren. Ich bin nach Europa gekommen, um zu sagen, was ich denke. Das ist mir sehr viel wert.

    ZEITmagazin: Woher nehmen Sie die Kraft?

    Abdel-Samad: Ich könnte auch Politikberatung machen und der Kanzlerin einreden, dass der Islam zu Deutschland gehört. Wer beschwichtigt, der macht Karriere. Ich kann das aber nicht. Ich nehme die Freiheit sehr ernst. Manche schreiben mir, ich sei ein Islamfeind und eine umgekehrte Version von IS-Chef Al-Bagdadi. Da schreibe ich ganz lässig zurück: „Wäre das wahr, würden Sie es nicht wagen, mich zu kritisieren. Denn dann würde ich Sie töten. Ich sage aber nur meine Meinung.“ Manchmal entschuldigt sich einer.

    Hamed Abdel-Samad, 43, ist in der Nähe von Kairo geboren, 1995 kam er nach Deutschland. Bekannt wurde er mit der Autobiografie „Mein Abschied vom Himmel“. 2013 erschien „Der islamische Faschismus: Eine Analyse“, das Buch war ein Bestseller

    Das Gespräch führte Evelyn Finger. Sie gehört neben der Fotografin Herlinde Koelbl, dem Psychologen Louis Lewitan und Ijoma Mangold zu den Interviewern unserer Gesprächsreihe

    _________________________________________________

    Hamed Abdel-Samad: „Mohamed. Eine Abrechnung“
    224 Seiten,
    München: Verlag Droemer 2015,
    ISBN: 978-3-426-27640-2

  2. #2 von Heimchen am Herd am 22/09/2015 - 16:45

    „Abdel Samads neues Buch gibt es jetzt in der ARD Mediathek. Oooops nein …. gab es dort.“

    Im Moment gibt es den Beitrag noch hier:

    Die „Kulturzeit“-Sendung vom 21.09.2015
    Unsere Themen: Wir berichten über Hamed Abdel-Samads Buch „Mohamed: Eine Abrechnung“, über Neil MacGregors Blick auf Deutschland und den Künstler Ai Weiwei in London. (Noch 5 Tage verfügbar)

    http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=54047

  3. #3 von Ralf Uhlemann am 22/09/2015 - 17:48

    Abdel-Samad ist ein echter Gewinn für Deutschland. Jemand der seine Freiheit noch zu schätzen weiß und dafür das höchste Risiko eingeht. Live free or die! Hochachtung für den Mann!

  4. #4 von Informantin am 23/09/2015 - 10:41

    Auch ohne den Einwanderer aus Ägypten sind die Fakten über den Islamgründer Muhammad längst bekannt. In Mitteleuropa wurde nämlich die Islamwissenschaft begründet. Es ist schon interessant, wie dieser Mann bei jedem neuen Buch zwecks Vermarktung auf den Polizeischutz hinweist. Es gibt wesentlich besser fundierte Bücher.

  5. #5 von Heimchen am Herd am 23/09/2015 - 11:26

    Der Mann aus Ägypten ist mir nicht ganz geheuer!

    Am 24. November 2013 wurde Hamed Abdel-Samad unter zunächst ungeklärten Umständen vor dem Al-Azhar-Park in Kairo verschleppt und zwei Tage an einem unbekannten Ort festgehalten

    Am 26. November 2013 tauchte Abdel-Samad seinem Bruder zufolge mit Verletzungen an Auge und Kopf wieder auf und begab sich in die Obhut der deutschen Botschaft.

    Es stellte sich heraus, dass er nicht aus politischen oder religiösen Gründen, sondern wegen Geldstreitigkeiten entführt worden war

    Am 14. Juli 2014 hatte Abdel-Samad auf dem sozialen Netzwerk Facebook angekündigt, Deutschland nach neunzehn Jahren Aufenthalt zu verlassen. Als Grund nannte er unter anderem, dass Deutschland für Leute wie ihn immer ungemütlicher werde und dass daraus ein nicht mehr auszuhaltender Druck auf ihm lasten würde.

    Der Eintrag wurde zwar nachträglich gelöscht, doch hatten zahlreiche Blogs und Online-Zeitungen bereits die Meldung verbreitet.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hamed_Abdel-Samad

    Alles sehr dubiös!

  6. #7 von Capt. am 27/09/2015 - 17:38

    Im Grunde ist es doch so einfach. MOHAMMED war ein Mensch, kein Gott. Ein schlechtermensch, ein Scheißkerl, ein Schinderhannes, der schlimmste überhaup.
    Auf seinen Befehl wurden bis jetzt 270 Millionen Menschen geschlachtet.
    So einer kann eine Bande gründen, ein Heer, ein Reich vielleicht… Aber keine RELIGION!

    ER WAR UNWÜRDIG…der ISLAM ist eine

    EROBERUNG-KRIEG-IDEOLOGIE sonst nichts!

    ANERKENNEN des RELIGIONS-STATUS jetzt!!!

  7. #8 von Capt. am 27/09/2015 - 17:51

    Wie kommt dieser Scheiß Staat schon wieder dazu uns zu befehlen einem Massenmörder zu huldigen?!?!