Im Auge de Shitstorms

Wenn Humorlosigkeit ein Maßstab für die Härte einer Diktatur ist, muss sich das globale System der Political Correctness nicht hinter Nordkorea oder Saudi Arabien verstecken. Das zeigt erneut der Fall einer amerikanischen Managerin, die nach ein paar Stunden Flug eine Welt vorfindet, die sie zuvor wohl nicht für möglich gehalten hätte:

Sie lachte in sich hinein, während sie auf „Senden“ drückte, schlenderte dann eine halbe Stunde lang im Flughafenterminal umher und sah gelegentlich auf ihr Telefon. Es überraschte sie nicht, dass niemand antwortete. Bei Twitter folgten ihr gerade mal 170 Nutzer.

Sacco bestieg das Flugzeug. Sie war elf Stunden lang unterwegs, also schlief sie. Nach der Landung schaltete sie, noch während der Flieger auf der Landebahn rangierte, ihr Telefon ein. Sofort erschien eine SMS von jemandem, mit dem sie seit der Highschool nicht mehr gesprochen hatte: „Tut mir so leid, was gerade passiert.“ Sacco starrte perplex auf die Nachricht.

Die FAZ hat die ganze Story

  1. #2 von Heimchen am Herd am 26/02/2015 - 10:41

    Was soll ich dazu sagen? Es liegt in der Natur des Menschen, über andere zu lästern.
    Früher machte man das hinter deren Rücken, heute macht man es öffentlich.

    Früher nannte es sich tratschen, heute twittern!

    Eine Meisterin im Tratschen: Heidi Kabel, herrlich 🙂

  2. #3 von Kettenraucher am 26/02/2015 - 11:32

    Twitter? Wer braucht so einen Scheiß?
    Ich jedenfalls nicht, und das ist gut so!

  3. #4 von Heimchen am Herd am 26/02/2015 - 11:54

    Ich habe den Eindruck, dass in der heutigen schnelllebigen Zeit, Twitter und auch Facebook
    eine Art Ersatzfamilie für viele Menschen ist. Bedingt dadurch, dass es viel mehr Singles gibt, als
    es früher der Fall war. Früher hatte man reichlich Geschwister, mit denen man sich herrlich
    streiten konnte, heute hat man wildfremde „Freunde“, denen man alles anvertraut und jeder
    liest mit.

    Es ist ein Armutszeichen für die heutige Gesellschaft, dass sie Twitter und Co. überhaupt braucht.
    Die heutige Gesellschaft lebt mehr im Internet, als im realen Leben, das finde ich sehr traurig!

  4. #5 von Sophist X am 26/02/2015 - 11:58

    Man sagt, dass z.B. ein Ameisenstaat eine Schwarmintelligenz entwickelt, die weit über der Intelligenz des Individuums liegt. Im Internet, hier bei Twitter, tritt offensichtlich eher der gegenteilige Effekt auf.

  5. #6 von Heimchen am Herd am 26/02/2015 - 12:12

    Hier ein lustiger Radiospot der genau ins Schwarze trifft:

    Genauso ist die heutige Zeit!

  6. #7 von Kettenraucher am 26/02/2015 - 12:21

    Heimchen, Guck. Das hat Heidi verdient.

  7. #8 von Krokodil am 26/02/2015 - 12:21

    Es gibt eben nichts asozialeres als „social media“.

  8. #9 von Heimchen am Herd am 26/02/2015 - 12:42

    #7 von Kettenraucher

    Hahaha….ich stand letztes Jahr neben der Heidi. Die Bronzestatue steht direkt vor dem

    Eingang des OHNSORG-Theaters…dort schaute ich mir das Stück:

    Dat Schörengericht (Der zerbrochene Krug) auf Plattdeutsch an.

    Verstehst Du das?

    Ik harr en legen Droom. Mi dröömt, en Kläger keem, kreeg mi bi’n Kragen
    un sleep mi vör mien egen Richterstohl, wo iksölven op sitten dee.

    Un ik kanzel mi af na Strich un Faden un judizeer mi sölven in dat Halsiesen…

    Ich verstehe es, aber die jungen Hamburger nicht mehr, das finde ich schade.

  9. #10 von Kettenraucher am 26/02/2015 - 12:55

    Bei „Platt“ muß ich auch passen.
    Ich dachte mir ja, das Du die Skulptur kennst. 😉
    Das Ohnsog-Theater war früher immer ein „Muss“ im Westfernsehen !

  10. #11 von Heimchen am Herd am 26/02/2015 - 13:11

    Für Hamburg-Besucher ist das OHNSORG-Theater ein Muss, es gibt Kopfhörer für Leute,
    die kein Platt verstehen.

    Vorher geht man ins Cafe oder in die Bar 😉

    http://www.ohnsorg.de/bar-cafe/allgemeines/

    Viele Firmen feiern dort ihre Weihnachtsfeiern, weil es dort so gemütlich ist.

  11. #12 von buusami am 26/02/2015 - 19:42

    Facebook und Twitter: Die Stasiakte zum Selberschreiben!
    Mehr gibt es dazu kaum zu sagen.

  12. #13 von Heimchen am Herd am 26/02/2015 - 19:50

    Facebook und Twitter machen abhängig, sie sollten verboten werden!

    Vor allem die jungen Leute hängen von morgens bis abends im Netz, sie kriegen von
    der Realität überhaupt nichts mehr mit. Oder nur noch am Rande, das ist erschreckend!

  13. #14 von Waldhaus am 26/02/2015 - 23:00

    #13 von Heimchen am Herd am 26/02/2015 – 19:50

    „Facebook und Twitter machen abhängig, sie sollten verboten werden!“

    Das Internet sollte überhaupt verboten werden!

    „Vor allem die jungen Leute hängen von morgens bis abends im Netz“

    Manach alte Leute offensichtlich auch.

  14. #15 von stm am 27/02/2015 - 06:54

    #13 von Heimchen am Herd am 26/02/2015 – 19:50

    Na ja, facebook und twitter sind ja nun nicht „das Netz“. Meinetwegen können die Leute dort ruhig ihr dummes Zeug schnattern, so lange machen sie wenigstens keinen anderen Blödsinn. Big Brother liest alles mit und weiß sofort, wenn ’s irgendwo brenzlig wird. Warum sollte also jemand den Müll verbieten? Eher jagt man spambots und irgendwelche Besserwisser hinter den paar Leuten her, die noch versuchen einigermaßen vernünftig zu kommunizieren. Die müssen auch noch zum Müll bekehrt werden bevor es zu bunt wird, weil vielleicht welche Farbe bekennen.

  15. #16 von Heimchen am Herd am 27/02/2015 - 11:13

    #15 von stm

    „Warum sollte also jemand den Müll verbieten? “

    Verbieten ist vielleicht nicht richtig, aber zumindest sollten Eltern darauf achten, wie lange
    ihre Kinder sich dort aufhalten. Wenn ich so durch die Stadt gehe, sehe ich sehr viele
    Menschen, die ständig an ihren Handys tippen oder telefonieren wie die Weltmeister.
    Sie kriegen von ihrer Umwelt überhaupt nichts mehr mit.

    Niemand schaut anderen Menschen noch ins Gesicht, niemand hört, wenn die Vögel singen.
    Das interessiert sie überhaupt nicht mehr. Verstehst Du, was ich damit sagen will?
    Das Menschliche bleibt dabei auf der Strecke. Alles ist nur noch oberflächlich ohne Tiefgang.

    Vielleicht sehe ich das alles zu moralisch, aber es findet eine geistige Verarmung statt,
    das ist Fakt! Wir sind zwar alle äußerlich bunt, aber innerlich wird es immer dunkler.

    So…das war das Wort zum Freitag! 😉