Dieter Nuhr muss vors Schariagericht

Der Islam gehört zu Deutschland, was wir selbstverständlich wie befohlen freudig begrüßen! Damit verbunden sind gewisse Einschränkungen, die allerdings erst nach und nach bekannt werden. Kabarettisten sollten jetzt bitte etwas aufpassen, was sie sagen. Religionskritik und Verächtlichmachung der christlichen Religion bleibt davon unberührt, weswegen die meisten Vertreter der launigen Gesellschaftskritik ihre Vorträge weiter mutig den mächtigen Kirchen und den gefährlichen Päpsten entgegen schleudern dürfen. Nur bei Islam sollte man doch bitte etwas zurückhaltend sein. Das ist wohl nicht zu viel verlangt? Oder doch? Dieter Nuhr schreibt bei Facebook:

Dieter Nuhr
Bin von Islamisten als „Hassprediger“ angezeigt worden, weil ich den Koran richtig zitiert habe. Bitte um regelmäßige Besuche im Gefängnis! Neue Osnabrücker Zeitung holt ausschließlich Meinung bei den Islamisten ein und zeigt sich verständnisvoll. Die Frage ist: Braucht ein Land, das solche Zeitungen hat, überhaupt noch Islamisten?

Das war passiert. Je nachdem, welches Recht der Richter anwendet drohen dem unbedachten Kabarettisten Strafen zwischen 3 Jahren Gefängnis bis Enthauptung.

  1. #1 von Harald am 25/10/2014 - 10:27

    „Wählen ist Farz!
    Bitte bis zum Ende durchlesen. Sonst können Missverständnisse entstehen.

    Assalamualeykum, liebe Brüder und Schwestern.
    Ich habe diese Fatwa von den Gelehrten aus dem Türkischen und Englischen ins Deutsche übersetzt. Die türkische Übersetzung habe ich
    auch etwas bearbeitet, damit sie leichter verständlich ist, weil viele Brüder die arabischen Begriffe nicht kennen.
    Im Folgenden findet ihr die Übersetzungen auf deutsch, türkisch, englisch. Ganz unten ist das Original auf arabisch.
    Die englische Übersetzung habe ich nicht verändert. Es ist somit im Originalzustand und von Gelehrten übersetzt.
    Wenn Brüder oder Schwestern grobe Übersetzungsfehler finden, die den Sinn verfälschen, bitte benachrichtigen :
    info@mdu-niedersachsen.de
    Erhat Toka“

    Klicke, um auf Fatwa-Demokratie.pdf zuzugreifen

  2. #2 von Harald am 25/10/2014 - 10:58

    „…Sonst könnten Missverständnisse entstehen.“
    Übersetzung:
    „…sonst bin ich, sind wir angreifbar.“

    Dies verhielte sich in etwa so,
    als wenn man sagte
    „Grün ist grün“, „Rot ist rot“, „Der Islam hat mit dem Islam zu tun“ oder Ähnliches.

    MDU = Muslimisch-Demokratische Union
    „…Demokratische…“
    Na bitte!
    Wieso sich einige „Nazis“ nicht der gängigen Praxis des Etikettenschwindels der Parteien bedienen,
    bleibt deren Geheimnis.
    Wahrscheinlich sind sie meschugge im Kopf drin.

    http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCndnis_f%C3%BCr_Innovation_und_Gerechtigkeit#Anschluss_der_.E2.80.9EMuslimisch-Demokratischen_Union.E2.80.9C_.28MDU.29_2014

  3. #3 von Harald am 25/10/2014 - 11:10

    Die Kampfsport-Sparte läuft schlecht,
    die Bereitschaft,
    Flocken an Moscheegemeinden abzudrücken fällt rapide,
    und dann zu allem Übel auch noch so was:

    Die MDU hatte bei der Landtagswahl in Niedersachsen 2013 landesweit 210 Stimmen erreicht (0,005 %).

    Jesses, Jesses, Jesses nee…

    Da muss Werbung her!
    Am besten als „Opfer!“
    Rot ist grün!
    …und der Islam hat nichts mit dem Islam zu tun.

  4. #5 von Harald am 25/10/2014 - 11:43

    …na ja,
    erstochen…
    …nichts Genaues weiß man nicht…

    Bis heute Abend vielleicht.

  5. #6 von Heimchen am Herd am 25/10/2014 - 11:56

    Diesen Kabarettisten finde ich noch besser!

    Scheibenwischer 10/2006: Andreas Rebers

    Herrlich!!!

  6. #7 von Heimchen am Herd am 25/10/2014 - 12:06

    Andreas Rebers: Hatschi statt Dschihad | Satire Gipfel 8. April 2014

    Herrlich!!!

  7. #8 von Harald am 25/10/2014 - 17:54

    „Der Satiriker habe nach Meinung von Toka den Eindruck erweckt, zwischen Islam und Gewalt gäbe es eine direkte Verbindung.“

  8. #9 von Gudrun Eussner am 25/10/2014 - 19:19

    Osnabrück. Stoppt den Haßprediger Erhat Toka! 24.10.2014
    http://eussner.blogspot.fr/2014/10/osnabruck-stoppt-den-haprediger-erhat.html

    Darin sind viele Links, auch eine Stellungnahme von Akif Pirinçci:
    Solidarität mit Dieter Nuhr
    Phantastisch. Nun äußert sich auch Akif Pirinçci!

  9. #10 von Harald am 26/10/2014 - 08:01

    „Die ziehen dann halt den Schwanz ein“
    Reinhard Mohr

    Das Markenzeichen des Kabarettisten Dieter Nuhr ist seine leise, nachdenkliche Ironie. Nun wird er von einem Salafisten als „Hassprediger“ beschimpft und wegen antireligiöser „Hetze“ angezeigt. Kapituliert die Satire vor dem Islam?

    Eigentlich ist Dieter Nuhr kein Mann mit der Pauke, kein Trommler für eine politische Botschaft, die sich als ewiger Merkel-Witz tarnt. Er ist schon gar kein Repräsentant des üblichen linken Bauerntheaters, das mit hocherhobenem Kabarettfäustchen Abend für Abend das Ausbleiben der Weltrevolution beklagt. Nun aber wird er als „Hassprediger“ beschimpft und mit Boykott bedroht. Islamische Fanatiker demonstrieren gegen ihn. Und der Besitzer einer Kampfsportschule in Osnabrück, der als Islamist gilt, hat ihn angezeigt. Wegen Sätzen, die Nuhr vor Jahren in einer Kabarettsendung gesagt hat – Sätzen wie diesem: „Wenn man nicht wüsste, dass der Koran Gottes Wort ist, könnte man meinen, ein Mann habe ihn geschrieben.“ Für Erhat Toka ist das eine „Beschimpfung von Bekenntnissen und Religionsgesellschaften“.

    Welt am Sonntag:
    Wie haben Sie von der Anzeige gegen Sie erfahren?

    Dieter Nuhr:
    Das hat mir jemand erzählt. Ich glaube, meine Agentur hat es mir mitgeteilt. Eine offizielle Anzeige habe ich nie erhalten.

    Und was sagen Sie nun dazu?

    Ich habe ja Humor. Insofern kann ich damit umgehen. Ich finde es lustig, weil ich ja keine Religionsgemeinschaft beschimpfe. Ich habe kein Interesse daran, Muslime zu beschimpfen. Im Gegenteil. Ich habe gar keine Idee, was er meint. Ich habe das Video erst mal angucken müssen, auf das er sich bezieht. Das ist uralt, ich kannte es schon gar nicht mehr so richtig. Natürlich beschimpfe ich keine Glaubensgemeinschaft. Es geht um den Umgang mit Andersdenkenden.

    Sie werden mit dem Satz zitiert, im Islam sei die Frau zwar frei, aber in erster Linie davon frei, alles entscheiden zu müssen. Was ist daran antiislamisch?

    Das habe ich auch nicht verstanden. Ich finde aber einen anderen Satz noch viel wichtiger, dass der Islam nur da tolerant ist, wo er nicht an der Macht ist. Auch darüber war man beleidigt. Ein Gegenbeispiel hat mir bisher aber auch noch niemand nennen können.

    Haben Sie eigentlich schon mal eine solche Anzeige bekommen?

    Nein. Nicht, dass ich wüsste.

    Es fällt auf, dass Sie, neben Andreas Rebers und ganz, ganz wenigen anderen, überhaupt den Islam zum Gegenstand von Satire machen.

    Kabarettisten versuchen gern, das Klischee vom aufgeklärten Menschen zu erfüllen. Das ist aber in vielen Fällen nur ein Geschäftsmodell. Sonst würden sich die Kabarettkollegen anders verhalten. Ich habe kein Verständnis dafür, dass die bei uns lange erkämpfte Meinungsfreiheit nicht mehr ernst genommen wird, wenn sich Islamisten dagegenstemmen. Da stehen offenbar Wertekonflikte im Raum. Man will ausländerfreundlich sein, man will aber auch Meinungsfreiheit. Und man will frauenfreundlich sein, aber auch islamfreundlich. Da gibt es dann eben Konflikte zwischen den einzelnen Werten. Und die Kollegen gehen dann gern den Weg, der nicht wehtut. Die ziehen dann halt den Schwanz ein. Sonst wäre man ja „islamophob“. Schon in dem YouTube-Video, das mir nun vorgehalten wird, habe ich gesagt: Zum ersten Mal seit 1945 muss man aufpassen, was man sagt. Ansonsten muss man Angst haben, dass man physische Gewalt erleidet. Und das ist ja richtig. Da kann doch keiner sagen, das stimmt nicht. Es ist Realität. Und dass die meisten anderen Kollegen da die Augen verschließen und sagen, das sei ja islamophob, das ist natürlich sehr bequem. So wird das Geschäftsmodell des Bessermenschentums gerettet.

    Auch Kollegen wie Harald Schmidt und Eckart von Hirschhausen haben ja recht offen gesagt, dass sie lieber die Finger davonlassen. Weil sie einfach Angst haben.

    Ich lege mich auch nicht gern mit denen an.

    Haben Sie jetzt auch Angst?

    Ich habe keine konkrete Angst. Ich beleidige ja auch weder die Religion noch den Propheten. Außerdem: Ich bin auch nicht wichtig genug, glaube ich. Ich habe auch keinerlei Ehrgeiz, als große Speerspitze des Antiislamismus dazustehen. Natürlich bekommt man auch die Freunde auf der falschen Seite. Das ist sehr unangenehm. Ich würde mir wünschen, dass wir so etwas hätten wie eine Bürgergesellschaft, die gemeinschaftlich sagt, wir haben bei uns Meinungsfreiheit, wir haben bei uns Bürgerrechte, die lassen wir uns nicht nehmen.

    Und die sehen Sie bedroht?

    Die freiheitlichen Rechte sind immer bedroht, von verschiedener Seite. Das geht bei Big Data los und hört bei religiösen Eiferern auf. Die Freiheit muss man immer wieder neu erkämpfen. Interessant ist, dass es bei Big Data einen großen Aufstand gibt, weil es bequem ist, dagegen zu sein. Beim Islam aber überlässt man den Protest den Rechten. Das finde ich sehr schade, weil Bürgerrechte und Freiheit ein dezidiert linkes Thema sind – und ein Thema der bürgerlichen Mitte.

    Was sagen Sie denn zu dem Argument, der Terror in der arabischen Welt habe mit dem wahren Islam nichts zu tun?

    Das ist ja Unsinn. Natürlich hat das mit dem Islam zu tun. Selbstverständlich gibt es Passagen im Koran, die zur Gewalt aufrufen. Es gibt die Sure 9, die sagt: „Tötet die Ungläubigen, wo immer ihr sie findet.“ Da wurde mir damals auch immer vorgeworfen, das sei aus dem Zusammenhang gerissen, das gilt nur im Dschihad. Doch ein Teil der Muslime wähnt sich ja immer im Dschihad, jedenfalls so lange, wie es noch Ungläubige gibt. Natürlich ist die absolute Mehrheit der Muslime bei uns friedlich, weil sie gelernt haben, Religion und öffentliches Leben zu trennen. Das musste auch der Katholizismus erst lernen. Doch der Islam ist die einzige Religion, deren heiliges Buch aus lauter Handlungsanweisungen besteht. Tue dies, tue das!

    Die man dann auch noch wörtlich nimmt, teilweise mit mörderischen Konsequenzen. Der Unterschied zum Christentum ist ja, dass die katholische Kirche nicht mehr die Macht hat, die sie vor tausend Jahren hatte.

    Eben. Weil die Bibel nicht aus diesen Handlungsanweisungen besteht. Es ist notwendig, dass man Religion und Gesellschaft trennt. Und die allermeisten Muslime bei uns in Deutschland tun das ja auch. Und mir tun die auch sehr leid, weil sie mit den Fanatikern in einen Topf geworfen werden. Und das ist eine große Sauerei. Deshalb finde ich diesen Aufstand jetzt auch sehr unangenehm.

    Diese Proteste kommen ja auch von Leuten, die nicht wissen, dass Aufklärung in Europa immer Religionskritik war. Bis zum heutigen Tag. Der Papst wird vom Kabarett ja auch gern lächerlich gemacht, aber sobald es um den Islam geht, beginnen die großen Empfindlichkeiten. Auch bei nicht islamischen deutschen Linken.

    Das ist so. Warum auch immer. Das hängt eben damit zusammen, dass wir ausländerfreundlich sein wollen. Das bin ich natürlich auch. Ich bin ja in der alternativen Szene aufgewachsen. Da stoßen sich die moralischen Ideale. Frauenfreundlichkeit, Ausländerfreundlichkeit, Religionsfreiheit: Das geht nicht alles konfliktfrei zusammen. Und dann entscheidet man sich halt für den billigsten Weg und akzeptiert, dass man in Sachen Islam den Mund hält. Tatsache ist: Islamisten sind an fast allen bewaffneten Konflikten dieser Welt beteiligt, das ist kein Zufall. Dass Linke dazu schweigen, ist schlimm, aber bei denen galt arabische Gewalt schon immer als Folklore. Gegen Israel und die USA geht man auf die Straße, gegen den IS-Terror oder gegen militante Palästinenser nicht. Alte Tradition.

    Mich wundert eines immer wieder: Sie sind ja nicht der klassische politische Kabarettist, der mit erhobener Faust auf die Bühne kommt, sondern Sie bieten satirisches Entertainment. Jetzt stehen Sie plötzlich im Fokus. Eigentlich gäbe es doch ganz andere, die die Speerspitze bilden könnten.

    Ich will gar keine Speerspitze sein. Ich finde das selber völlig idiotisch, in welcher Rolle ich mich gerade befinde. Ich erwarte vom deutschen Kabarett übrigens auch keine Meinung mehr. Da geht es mehr um Erhaltung von Klischees, als um eine menschlichere Gesellschaft. Die drücken sich ja um alles herum, was nicht zu ihrem fest gefügten Weltbild passt. Es ist ja so, dass der Kabarettist immer genau weiß, wie es richtig geht. Und hier, in Sachen Islam, Freiheit und Terror, sind die Dinge eben schwieriger. Wie schaffe ich es, zugleich ausländerfreundlich, frauenfreundlich und islamfreundlich zu sein? Und dann noch für freie Meinungsäußerung? Da muss man sich vierteilen, um das hinzukriegen. Das widerstrebt dem kabarettistischen Ich-habe-alles-im-Griff-und-ich-weiß-alles-besser-Mantra.

    Melden sich denn jetzt Kabarettkollegen bei Ihnen?

    Das ist natürlich immer abhängig von der persönlichen Haltung. Es gibt nur wenige Kollegen, von denen ich glaube, dass sie eine offene Haltung haben oder auch so etwas wie eine Solidarität unter Kollegen. Und dazu gehört natürlich Andreas Rebers, der für mich ein großartiger Kollege ist. Ansonsten erwarte ich natürlich nicht, dass jetzt ein Georg Schramm aufsteht und zur Solidarität im Sinne der Meinungsfreiheit aufruft. Das würde ich von so einem nicht erwarten.

    Es wäre aber trotzdem schön und angemessen.

    Aber unwahrscheinlich.

    Aber die Debatte geht weiter. Wird das Klima fürs Kabarett schwieriger?

    Ich habe noch nie so viel Zuspruch bekommen wie in den letzten Stunden. Ich habe gar nicht den Eindruck, dass das polarisiert. Ich kriege fast ausschließlich positive Rückmeldungen.
    Aber nicht von Kollegen, sondern vom Publikum, von normalen Leuten.

    Ja. Also von denen, auf die es ankommt. Auf Facebook zum Beispiel. Da waren noch nie so viele Leute. Mein Beitrag dazu hat fast zwei Millionen Menschen erreicht. Das ist ja auch schon fast beängstigend. Ich suche die Polarisierung gar nicht. Ich bin eigentlich ein Typ, der es gerne nett hat mit den Leuten. Und der auch ergebnisoffen diskutiert. Ich kann auch ganz gut zugeben, wenn ich mich geirrt habe. Ich bin überhaupt kein Typ, der gerne provoziert. Das interessiert mich nicht.

    Das Wort Hassprediger würden Sie auf sich also nicht anwenden wollen?

    Da habe ich wirklich gelacht.

    Ihr Kritiker ist offenbar Salafist.
    Angeblich ja. Wenn der mich als Hassprediger bezeichnet, dann ist das vom humoristischen Standpunkt aus gesehen natürlich eine tolle Leistung.

  10. #11 von spiderPig am 26/10/2014 - 10:22

    Enthauptung wegen Kritik? Gab es da unter Mohammed nicht das Auseinanderreissen durch Kamele (120jährige Kritikerin)?

  11. #12 von Gudrun Eussner am 26/10/2014 - 12:14

    Vorbild Mohammed tötete die Satirikerin Asma bint Marwan, Mutter von 6 Kindern. Er ließ sich auch den Kopf eines Dichters vorlegen, dessen Mord er in Auftrag gegeben hatte. Es ist alles korangerecht. Immer führt Allah dabei die Hand.

  12. #13 von Torsten am 26/10/2014 - 17:29

    Wozu brauchen wir die kranke Ideologie eines Geistesgestörten, dessen Nachfolger noch eine Fatwa brauchen, die ihnen erlaubt, Erdbeeren von Feldern der Ungläubigen essen zu dürfen, die nur nach Vorschriften leben können, die beinhalten, wie man das Häusl betritt, wie man sich den Arsch abwischt, wann man ficken darf und und und . . . . . . .