Die große Verschwörung

Wenn Ihnen die politische Landschaft rechts der SPD in Deutschland auch zu unübersichtlich ist, hilft kurz vor der Wahl ein Ratgeber für ZEIT-Leser von Roland Sieber weiter. Geben Sie sich keine Mühe, unnötig zu sieben. NSDAP, Pro Köln, PI, Reichsdeutsche, NPD, Nazi-Esotheriker, Breivig und Henkel, Lucke und Hitler – alles passt in einen Topf. Sie alle sind Teil einer großen  Verschwörung, die durch Forentrolle verbreitet wird. Wir können die ausführliche Analyse des Experten sogar auf einen Satz bringen: Wer etwas anderes als SPD wählt ist Nazi und gehört in die Klapsmühle. So einfach kann die Welt der Zeitungsleser sein, wenn wir nur auf die Journalisten hören.

  1. #1 von Adorno am 30/04/2014 - 16:18

    Wer etwas anderes als SPD wählt ist Nazi und gehört in die Klapsmühle. So einfach kann die Welt der Zeitungsleser sein, wenn wir nur auf die Journalisten hören.

    Also auch Grünenwähler und DieLinke-Wähler? Wie kommt’s plötzlich? Macht man sich Sorgen um das Standing von Pädathys Volkspartei?

  2. #2 von Perser am 30/04/2014 - 22:40

    Da kann man dem gemeinen Wahlmichel nur empfehlen sich die
    PARTEIPROGRAMME der favoriesierten Parteien durchzulesen,
    sie zu analysieren und dann eine Wahl- Entscheidung zu treffen!

  3. #3 von Gudrun Eussner am 01/05/2014 - 00:34

    Am schlimmsten finde ich das Niveau der ZEIT. Es ist dürftig

    Da gibt es unbegründete Meinungen, die als Tatsachen verkauft werden. Anstatt zu analysieren gibt Roland Sieber den Substantiven solche Adjektive bei, die scheinbar jede Analyse überflüssig machen. Beliebt ist heuer das Adjektiv „selbsternannt“. „Die selbsternannte ‚Alternative für Deutschland (AfD)‘.“

    Das sind immer solche Leute und Institutionen, die abgelehnt werden, der Bürgermeister da fern in der Ost-Ukraine, der wird in ARD und ZDF schon im Untertitel zu seinem Foto so bezeichnet, Adjektiv und Substantiv zusammen bilden einen neuen stehenden Begriff.

    Wenn er Menschen lächerlich machen will, schreibt Roland Sieber: „Mit strahlenden Augen erzählen mir sympathische Menschen, wie friedlich und voller Licht die Welt doch sein könnte.“ Hier werden die Adjektive gebraucht, um die Menschen zu beschämen.

    „Gegen die angeblichen einseitigen Mainstream-Medien …“ Das bedeutet, daß diese Medien selbstverständlich nicht einseitig sind. Eines Beweises bedarf es nicht mehr.

    Ich höre hier mal auf.

    Geht mal alle Adjektive durch, die der Journalist den Substantiven zugesellt, und Ihr wißt, daß dieser Mann nicht der hellste Kopf sein kann. Er würde sich sonst schämen, seinen Lesern solchen Billigfraß zuzumuten.

  4. #4 von Pecos Bill (der Gute) am 01/05/2014 - 19:27

    Dazu kommt noch, dass die Rechtschreibung, Kommasetzung und Grammatik dieses aufgeblasenen Journalistenschwätzers unter aller Kanone ist. Die Gehilfenprüfung als Schriftsetzer (Vorausssetzung: 8 Jahre Volksschule) hätte der niemals bestanden.

  5. #5 von Harald am 01/05/2014 - 20:35

    #4 von Pecos Bill (der Gute) am 01/05/2014 – 19:27

    „Dazu kommt noch, dass die Rechtschreibung, Kommasetzung und Grammatik…“
    Gudrun hat sich zurückgehalten.