FN wird Volkspartei

Bei den Kommunalwahlen in Frankreich hat der Front National mit bis zu 49% Ergebnisse erzielt, von denen hiesige selbsternante Volksparteien nur noch träumen können. Vielerorts wurde die Partei von Marine Le Pen stärkste Kraft, wodurch sich die Frage aufdrängt, ob die von unseren Erziehungsberechtigten als rechtsextrem eingeordnete Partei damit den Erbfreund wieder zum Erbfeind macht. Schließlich sind damit ein Drittel bis die Hälfte der Franzosen rechtsextreme Nazis und Deutschland bekanntlich berufen, die Welt vor solchen zu schützen. Eine verblüffend einfache Lösung des Problems bietet der Chef der Franzosen-CDU UMP an: Die FN-Wähler sollen beim zweiten Wahlgang einfach alle seine Partei wählen. Genial!

  1. #1 von mike hammer am 23/03/2014 - 22:10

    KRIEEEG lol

  2. #2 von mike hammer am 24/03/2014 - 00:25

    Bill Maher hat den idealen kandidaten für die walen 2016 entdeckt.
    links aber lustig, die ratte!

  3. #3 von mike hammer am 24/03/2014 - 00:27

    ST- OBAMA?

  4. #4 von marc am 24/03/2014 - 01:20

    Markus Kompa verteidigt Edathy und nennt Minderjährige“Junge Männer“.

    Genossen wollen sich von Edathy trennen
    Markus Kompa 23.03.2014
    Fragwürdiges Parteiausschlussverfahren gegen gestrauchelten SPD-Politiker

    Nun enthalten allerdings weder die Satzung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands noch deren geschriebene Ordnungen ein Verbot, Fotografien von nackten jungen Männern zu besitzen.

    http://www.heise.de/tp/news/Genossen-wollen-sich-von-Edathy-trennen-2152681.html

    Es dürfte sich um diesen Herren handeln:
    http://www.piratenpartei-nrw.de/listenkandidaten/Markus%20Kompa

    Die Schweden Piraten fordern übrigens Kinderpornobesitz STRAFFREI zu machen…

  5. #6 von Lisje Türelüre aus der Klappergasse am 24/03/2014 - 14:36

    Ich warte auf den Kommentar von Frau Eußner.

  6. #7 von Gudrun Eussner am 24/03/2014 - 18:58

    Kannste haben, Lisje, hier meine Antwort an den SPIEGEL:

    Sehr geehrte Autoren,

    Am peinlichsten daran ist, daß Sie nicht raffen, was hier los ist, sondern in Ihrer Propaganda gegen Rächtz versinken. In meiner Stadt Perpignan, der viertärmsten französischen Stadt mit mehr als 100 000 Einwohnern, haben 34,2% Ihrer „Feinde“ Louis Aliot gewählt. Von Ihnen habe ich hier noch nichts gesehen und gehört. Sollten Sie in Frankreich wohnen, dann entweder in Paris oder in grenznahen Orten wie Forbach, nicht wahr?

    Die meisten der FN-Wähler sind nicht Feinde Europas, sondern sie lehnen die EU ab, wie sie jetzt organisiert ist. Das können nur Politiker und Journalisten verwerflich finden, die von Demokratie nichts halten.

    Ich habe gestern nicht FN gewählt, weil dessen Wirtschaftsprogramm das des Front de Gauche links überholt: Rente mit 60, 35-Stunden-Woche etc. Der Antisemitismus ist aus dem FN verschwunden bis auf einen Rest um Jean-Marie Le Pen und Bruno Gollnisch. Die Gruppe hat im heutigen FN keinen Einfluß mehr, nicht einmal einen geringen!

    Was ist nur aus dem SPIEGEL geworden? Ein kleines mieses AgitProp!

    Dr. Gudrun Eussner, Perpignan

  7. #8 von Gudrun Eussner am 24/03/2014 - 19:08

    Und SPIEGEL-Kommentator Stefan Simons, der nicht über Paris hinausgekommen ist, schreibt ebenfalls einen Humbug, daß man es nicht für möglich halten sollte. In der finsteren Provinz des Roussillon, wohin ein BoBo kaum je einen Fuß setzt, hat die Wahlbeteiligung nicht ab-, sondern zugenommen. Er liest eben nur Zeitung und aus dem Innenministerium verbreitete Durchschnittswerte.

    Diese Korrespondenten führen ein gutes Leben in den Hauptstädten der Welt, so lange es sich um Printmedien handelt, die sich durch Verkauf finanzieren, geht das ja an, aber leider bringt das zwangsfinanzierte Fernsehen auch nur Müll. *bleh!*

  8. #9 von Gudrun Eussner am 24/03/2014 - 19:28

    Und hier noch Sascha Lehnartz, in der WELT. Er kann nicht einmal den Namen von Louis Aliot richtig schreiben. Das sind diejenigen, die sich ein Urteil über den Front National erlauben, „rechtsextrem“. Das ist für die deutschen Medien jeder, der nicht ihrem Clan der Blockparteien angehört, dabei ist der Begriff „rechtsextrem“ inzwischen völlig antiquiert. Das wüßten diese Korrespondenten, wenn sie das FN-Parteiprogramm gelesen hätten. Das überholt das Programm des Front de Gauche links.

    Im FN gibt es noch eine kleine Ecke, wo Antisemiten wie der Parteigründer Jean-Marie Le Pen und sein PG Bruno Gollnisch überwintern, aber die Partei ist schon länger nicht mehr antisemitisch. Louis Aliot hat übrigens einen algerischen sephardischen Großvater. Klar, das ist kein Argument, sieht man an Juden wie Moshe Zuckermann oder Judith Butler, aber trotzdem, in unsren Medien macht sich keiner die Mühe, differenziert zu berichten, sondern die Klischees werden nur so hervorgezaubert. Anschließend geht’s zum Dîner.

    Vor allem dürfen deutsche Journalisten kein gutes Haar am FN lassen, weil dann ihre Kampagne gegen die AfD zusammenbräche. Dafür werden sie schließlich bezahlt, der alternativlosen Pleitepolitik der Angela Merkel zu dienen. Widerlich! Einfach nur widerlich!

    ***Urrgh*hurl*puke*barf*gag*heave*spew*vomit*retch*upchuck***

  9. #10 von Johnny B. Good am 25/03/2014 - 13:06

    Je nach dem, welchen Kommentar man hörte, hat der Front National nur 5-7% insgesamt bekommen. Das ist in meinen Augen eigentlich enttäuschend wenig. Das hat sich vor der Wahl wesentlich anders angehört – wie hier bei der AfD zur Bundestagswahl.

  10. #11 von Krokodil am 25/03/2014 - 13:19

    #10 von Johnny B. Good

    Das liegt an der geringen Wahlbeteiligung, 5.7% der Wahlberechtgten meinen die, nicht 5-7% der Wähler.
    Ich hoffe sehr der FN fällt nicht zurück in alte Denkmuster bzw hat diese verlässlich an den Nagel der Geschichte gehängt.

  11. #12 von Gudrun Eussner am 27/03/2014 - 16:18

    Heute steht als Überschrift in der Provinzzeitung Indépendant: Perpignan peut-elle se donner au FN? Wobei „se donner“ entweder „sich hingeben“ oder „sich verschreiben“ heißt. Und weiter: une sentence qui pourrait condamner 120 000 Perpignanais à six ans d’une gestion frontiste, disons, hasardeux. Eine Strafe die 120 000 Perpignaner zu sechs Jahren einer, sagen wir, riskanten FN-Verwaltung verurteilen könnte.

    Eine Strafe wäre das also, wenn der Front National den Bürgermeister stellen würde. Und dann zitieren sie Cali, einen mediokren Sänger, den kaum einer kennt, und den unsäglichen Direktor des Visa pour l’image, der jedes Jahr im September in Perpignan stattfindenen anti-israelischen und anti-amerikanischen Propaganda-Fotoausstellung.

    Mit solchen Texten treiben sie die Wähler dazu, ihr Kreuz am Sonntag beim FN zu machen. Es wird ihnen aberkannt, daß sie einfach nur WÄHLEN. Und das werden sie Sonntag tun. Ein solcher Artikel samt seiner Überschrift bringt dem FN weiteren Zulauf.

    Vielleicht wollen die Redakteure den? Heuer ist ALLES möglich!

    Die Blockparteien Frankreichs werden beispielsweise umgangen, in dem die Kandidaten Divers Droite oder Divers Gauche sind. Verschiedene Rechte bzw. Linke. Die schließen dann Bündnisse, mit wem sie wollen. Die UMP jedenfalls schließt jeden aus, der für nächsten Sonntag Zweckbündnisse mit dem FN eingeht. Lieber lassen sie den Ort an die inkompetenten Sozialisten gehen. Die Bürger und deren Interessen sind ihnen gleichgültig.