China droht mit Krieg

Die umstrittene Inselgruppe eignet sich besonders als Lebensraum für alleinstehende Kaninchen

Die umstrittene Inselgruppe eignet sich besonders als Lebensraum für alleinstehende Kaninchen

Neben dem Blick auf den Islam als Bedrohung des Weltfriedens sollte man nicht vergessen, dass auch der Kommunismus nicht besiegt ist und seine Herrschaftsträume weiter pflegt. China legt sich gerade mit seinen Nachbarn und den USA an. Mit der einseitigen Ausdehnung einer militärischen Zone im ost- und südchinesischen Meer gerät es in Konflikt mit Japan, Südkorea, Malaysia, Taiwan und Vietnam. Angeblich geht es dem riesigen Land um ein paar unbewohnte Gesteinsbrocken im Meer, die zu Japan gehören. Korea, Japan und die USA bestehen auf die Freizügigkeit der wichtigsten Handelswege der Schifffahrt und überfliegen das Gebiet demonstrativ. China setzt sein Militär in Alarmbereitschaft und die deutsche Presse stellt sich auf die Seite der Kommunisten – wo sie eben hingehört. Ein Funke könnte jetzt eine militärische Lawine auslösen, die auch Deutschland über den Natofall schnell in ein denkbares Kriesgeschehen ziehen würde.

ntv berichtet:

Chinesische Staatsmedien fordern im Streit mit Japan um mehrere Inseln im Ostchinesischen Meer, gegen Tokio hart vorzugehen. „Wir sollten ohne Zögern umgehend Maßnahmen gegen Japan ergreifen, wenn es Chinas neu ausgerufene Luftverteidigungszone verletzt“, schreibt die Zeitung „Global Times“, die der Kommunistischen Partei nahesteht. „Wenn Tokio seine Flugzeuge in die Zone fliegt, werden wir gezwungen sein, unsere Flugzeuge in ihre Luftverteidigungszone zu fliegen.“

Sollte die aktuelle Entwicklung weitergehen, könnte es wie im Kalten Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion zu Spannungen in der Luft kommen, heißt es weiter. „Wir sind bereit, eine langwierige Konfrontation mit Japan einzugehen“, resümiert das Blatt. In dem Beitrag wird jedoch auch betont, dass sich die chinesische Luftverteidigungszone nicht gegen die USA richte. Die Amerikaner hatten am vergangenen Montag demonstrativ zwei B-52-Bomber durch die Luftverteidigungszone fliegen lassen. Die Zone richte sich nicht gegen die USA, sondern ausschließlich gegen Japan.

Als Antwort auf japanische Militärflüge durch das umstrittene Gebiet schickte auch China am Donnerstag mehrere Kampfjets und ein Aufklärungsflugzeug in die Zone. Neben den USA hatte auch Südkorea Kampfflugzeuge demonstrativ durch das von China beanspruchte Gebiet fliegen lassen, ohne wie von Peking gefordert die chinesischen Behörden vorab über den Flug zu informieren.

Chinas Luftwaffe ist nach eigenen Angaben in „hoher Alarmbereitschaft“, um gegen jede Bedrohung des chinesischen Luftraumes vorzugehen. Mehrere Kampfjets und ein Aufklärungsflugzeug seien am Donnerstag auf Patrouille in seine neu geschaffene Luftraumüberwachungszone im Ostchinesischen Meer geschickt worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die Militärflugzeuge hätten „normale“ Einsätze in dem umstrittenen Seegebiet geflogen, teilte ein Sprecher der chinesischen Luftwaffe mit, die nicht eingriff, als amerikanische, japanische und südkoreanische Militärflugzeuge die Luftverteidigungszone durchflogen. Japan und Südkorea haben offen erklärt, die ohne Konsultationen durch China errichtete Luftwarnzone nicht anerkennen zu wollen. Diese überlappt sich mit den schon lange bestehenden Überwachungsgürteln der beiden Länder.
China schlägt Krisenmechanismus vor

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe kündigte derweil an, sein Land wolle „ruhig und standhaft“ mit der Situation umgehen. Man werde sich mit den Verbündeten, anderen Nachbarstaaten und internationalen Organisationen zusammenschließen. (…)

Die eigenmächtige Einrichtung der Zone durch China wird international kritisiert. Ein Sprecher des chinesischen Verteidigungsministeriums warf Tokio und Washington indes vor, doppelte Standards zu vertreten, da sie seit langem eigene Luftverteidigungszonen unterhielten. „Wenn es Forderungen nach einem Rückzug gibt, fordern wir die japanische Seite auf, zuerst ihre Luftverteidigungszone zurückzuziehen, und China könnte es sich in 44 Jahren ebenfalls überlegen.“ Tokio hatte die Zone in der Region im Jahr 1969 festgelegt. Der Streit dreht sich um eine unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer. Peking erhebt seit Jahren Anspruch auf die von Tokio kontrollierte Inselgruppe, die in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannt wird.

  1. #1 von olli am 30/11/2013 - 00:18

    Dabei hat die USA China vor Russland gerettet!Die wollten damals nämlich die Atombombe gegen China einsetzen und komischerweise hat die USA dann gedroht Russland zu bombardieren wenn sie die A-Bombe benutzen!

  2. #2 von derbetzebeebt am 30/11/2013 - 02:14

    Och naja. Die werden sich schon wieder vertragen. Hat man ja bei dem Nordkoreaner kurz vor Ostern gesehen: Die trommeln halt gern ein bißchen, das liegt Denen essentiell im Blut. Sollte es doch zu Kämpfen kommen, hege ich den Verdacht, daß es alle Seiten so gewollt haben.

  3. #3 von Stauberater am 30/11/2013 - 08:11

    Dass in dem fraglichen Seegebiet um die Inseln eine große Menge Öl vermutet wird, kommt in der Berichterstattung leider viel zu kurz. Der Rohstoff wird am Ende der Grund sein, der die Konfrontation unausweichlich macht. Öl wird knapper – jetzt geht’s ums Ganze. Anschnallen bitte!

  4. #4 von Harald am 30/11/2013 - 09:56

    Die Auseinandersetzungen kommen „just in time“,
    meint der Bürzel.
    Der hat seinen ironischen Tag.
    Da kann man nichts machen.
    Ob er jemanden dahinter vermutet und wenn ja,
    wen,
    hat er nicht gesagt.