Assad droht Israel mit Krieg

Neu ist das nicht: Wenn ein Regime innenpolitisch in Not gerät, wird ein äußerer Feind gesucht, um das Volk hinter der Regierung zu einen. Oder ein Pogrom gegen Juden angezettelt, die an allem Schuld sind. Glücklich ein Diktator, der gleich beide Optionen in einem zu Verfügung hat. Syriens Diktator Assad gerät gegen die von westlichen Selbstmordregierungen unterstützten islamischen Terroristern in die Defensive und droht nun Israel offen mit Krieg um die seit Jahrzehnten ruhigen Golanhöhen. Und unsere russischen Freunde liefern Kampfflugzeuge, 10 MiG-29, und Raketen dazu. Eine schwache US-Regierung macht´s möglich, den Weltfrieden ins Wanken zu bringen.

Die ZEIT berichtet:

Syriens Präsident Baschar al-Assad hat in einem Interview Israel gedroht, das in der Vergangenheit mehrere Ziele in Syrien bombardiert hatte. Diese „wiederholte israelische Aggression“, so Assad in einem Interview mit dem Fernsehsender der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah, Al-Manar, sei der Grund dafür, „eine neue Widerstandsfront auf dem Golan zu eröffnen. Es gebe „eindeutig öffentlichen Druck“.

Die Golanhöhen im Grenzgebiet von Syrien und Israel sind seit 1967 von Israel besetzt und ein Schauplatz des Syrien-Konflikts. Kürzlich wurden UN-Blauhelmsoldaten, die an der Waffenstillstandslinie zwischen den verfeindeten Ländern im Einsatz sind, von syrischen Rebellen entführt. Israel meldete mehrfachen Beschuss auf Armeeposten der Gegend aus Richtung Syrien.

Die israelische Armee ließ dies lange Zeit unbeantwortet – flog aber vor Kurzem gezielt Angriffe gegen Syrien, nach eigenen Angaben, um so die Lieferung von Waffen an die Hisbollah-Miliz zu unterbinden, die Assads Truppen im Kampf gegen die Aufständischen unterstützt.

Nun sind laut Aussagen Assads die ersten Teile russischer S-300-Flugabwehrraketen in Syrien eingetroffen. Diese Geschütze gelten vielen Beobachtern als Game Changer des Syrien-Konflikts, also als die gravierende Verschiebung des militärischen Kräftegleichgewichts im Nahen Osten. Israel würde seine Luftüberlegenheit verlieren, der Westen könnte den Rebellen nicht mehr ausreichend Flankenschutz gewähren. Die Raketen „sind ein riesiges Problem für uns. Wenn wir Flugverbotszonen planen und dann gibt es diese Raketen, da ist der Widerspruch ganz offensichtlich“, heißt es in französischen Regierungskreisen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu werden die Worte zugeschrieben, die S-300 in syrischer Hand würden aus ganz Israel eine Flugverbotszone machen.

Auf die jüngsten Aussagen Assads gibt es bislang keine offizielle Reaktion aus Jerusalem. Allerdings hatte Verteidigungsminister Mosche Jaalon zuvor erklärt: „Ich hoffe, Russland liefert die Raketen nicht. Und wenn sie doch, Gott bewahre, Syrien erreichen sollten, wissen wir, was zu tun ist.“ Ähnliches kündigte der Nationale Sicherheitsberater Jaakov Amidror an. Sein Land werde die Lieferung der russischen Waffensysteme nicht stoppen, soll er laut Haaretz vor EU-Botschaftern gesagt haben. „Aber mein Land wird verhindern, dass die S-300 auf syrischem Boden operativ gestellt werden.“

US Präsident und EU, die sonst aus jedem israelischen Toilettenhäuschen auf „besetztem Gebiet“ eine Staatsaffaire machen, schweigen.

  1. #1 von mike hammer am 31/05/2013 - 16:32

    die s300 können kampfflugzeuge abwehren, israelische EL-AL maschienen auch,
    was wir angesichts von fischerbooten mit s300 an bord noch anfliegen können
    steht auf einer anderebn seite. :oll:

  2. #2 von Heimchen am Herd am 31/05/2013 - 21:32

    SYRIENS PRÄSIDENT BEHAUPTET, ER HAT SIE SCHON…
    Angst vor Assads
    neuen Super-Raketen
    Russisches Flugabwehr-System S-300 sorgt für heftige Kritik aus dem Westen +++ Russische Armee: Zehn Kampfflugzeuge vom Typ Mig-29MM2 werden nach Syrien geliefert

    Hat er sie oder blufft er nur? Ein Interview von Syriens Präsident Baschar al-Assad (47) über die Lieferung von russischen Flugabwehr-Raketen sorgt für mächtigen Wirbel.
    Auf die Frage zu Lieferungen von S-300-Flugabwehrraketen aus Russland sagte er dem Hisbollah-Sender al-Manar im Interview: „Alle Vereinbarungen mit Russland werden eingelöst und einige wurden es vor Kurzem bereits.” Die libanesische Zeitung „Al-Akhbar” hatte hingegen Assad vor Ausstrahlung des Interviews mit den Worten zitiert: „Die ersten russischen S-300-Flugabwehrraketen hat Syrien erhalten, der Rest wird bald ankommen.”
    Russische Medien schreiben nun, die Waffen seien bislang nicht in dem Bürgerkriegsland eingetroffen. Es heißt, die Lieferung im Wert von einer Milliarde Euro erfolge frühestens im September 2014. Allein für die Ausbildung des syrischen Bedienungspersonals und Testläufe würden sechs Monate Vorlauf benötigt.

    Weiter hier: http://www.bild.de/politik/ausland/syrien-krise/russisches-300-flugabwehrsystem-in-syrien-angst-vor-assads-neuen-super-raketen-30630808.bild.html

  3. #3 von coolat am 01/06/2013 - 00:06

    Er blufft. Momentan hat Assad weder die Raketen noch die Migs.

  4. #4 von oxyartes am 01/06/2013 - 09:24

    Der grösste Idiot ist dieser Kerry, er meinte ja kürzlich, die „Rebellen“ hätten ihm vesprochen, im Falles des Sieges die Minderheiten zu schützen – darum will er jetzt diese schützen. So naive Trottel erwartet man vielleicht in der lokalen Grünenpartei von Hinterpfupfigen – aber sowas als US-Aussenminister, da graust es einem.

  5. #5 von Jule am 01/06/2013 - 12:28

    Ich halte die Zurückhaltung Obamas in diesem Fall für richtig. Ich halte die Situation für so brisant, dass man in das Kriegsgeschrei Assads nicht noch mit einstimmt. Der Araber redet viel und es kommt drauf an, was er macht. Assad muß klar sein, dass wenn er Israel angreift, er die EU, die USA UND seine Rebellen im Lande am Hals hat, die dann auch noch von Europa und Amerika bestens ausgestattet werden. Das, was wirklich massgebend ist, bekommt die Öffentlichkeit wahrscheinlich gar nicht mit: welche Gespräche finden zwischen dem Kreml und dem Weißen Haus statt? Ich bin mir sicher, da rauchen die Leitungen. Ich würde den „Löwen von Damaskus“ erst mal brüllen lassen. Ob er wirklich Zähne hat und noch beißen kann, wird sich zeigen. Assads Waffen sind vielleicht die Russen, aber sicherlich die Hisbollah. Und vielleicht auch der Iran. Aber eindeutig ist, dass er gegen den gemeinsamen Westen nichts ausrichten könnte. Und ob die Russen wg. Assad einen Krieg provozieren würden, ist schwer zu glauben. Ein wenig das Maul aufreissen, ja, aber wie gesagt, Putin und Obama machen das hinter den Kulissen……

  6. #6 von Hob Goblin am 01/06/2013 - 12:50

    Jule, der Assad macht nix. Er kann froh sein, wenn er die Macht in Damaskus behält. Und das geht wahrscheinlich auch nur noch mit anständiger russischer Drohkulisse.

  7. #7 von Jule am 01/06/2013 - 13:16

    # 6 Hob Goblin

    Das sehe ich auch so….

  8. #8 von Heimchen am Herd am 01/06/2013 - 13:55

    Syrien wird zum geostrategischen Schlachtfeld
    Bei der Lieferung von MiG-29-Kampffliegern an das Assad-Regime geht es Moskau längst nicht mehr nur um Hilfe für Syrien. Russland positioniert sich vielmehr in der Region gegen den Westen und die USA. Von Michael Borgstede

    Nur wenige Stunden bevor das Waffenembargo der Europäischen Union gegen Syrien auslief, hatte Russland schon ein weiteres Waffengeschäft mit dem bedrängten Präsidenten Baschar al-Assad angekündigt. Man verhandele über die Lieferung von mindestens zehn Jägern des Typs MiG 29, sagte der MiG-Generaldirektor Sergej Korotkow.

    „Eine syrische Delegation ist derzeit in Moskau. Die Details und Fristen eines möglichen Vertrags werden ausgehandelt.“ Russland hatte wegen des Bürgerkriegs 2012 eine Übereinkunft über die Aufrüstung der syrischen MiGs und die Lieferung von insgesamt 24 moderneren Maschinen eingefroren.

    Während die Europäer bei der Bewaffnung der auch von islamistischen Elementen durchsetzten Rebellentruppen noch zögern und schon bei den Vorbereitungen für eine Friedenskonferenz mit immer neuen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, macht Russland immer wieder unübersehbar deutlich, dass Assad auf handfeste Unterstützung aus Moskau rechnen kann.

    Dabei ist nicht klar, welchen militärischen Nutzen die MiGs dem Regime bieten können. Schon jetzt ist die syrische Luftwaffe im Besitz von mindestens 45 Jägern vom Typ MiG 29. An den Kampfhandlungen gegen die Rebellentruppen haben sich die Flieger bisher allerdings nicht beteiligt, und es ist unklar, wie viele von ihnen derzeit überhaupt einsatzfähig sind.

    Die Piloten brauchen viel Training

    Der Instandhaltungsaufwand für die Maschinen ist enorm, die Piloten brauchen viel Training, ständige Übungsflüge sind notwendig, und auch die Treibstoffkosten sind enorm. Einige Länder wie Algerien, Ungarn und Rumänien haben sich wegen der hohen Kosten schon von ihren MiGs getrennt, die auch technisch anfällig sein sollen.

    Weiter hier: http://www.welt.de/politik/ausland/article116713293/Syrien-wird-zum-geostrategischen-Schlachtfeld.html

    Mike….. was sagst Du dazu?

  9. #9 von mike hammer am 01/06/2013 - 15:28

    russland könnte auch piloten schicken, wäre nicht das erste mal. 😉

    die Mig 29 ist eine feine platform für allerlei dinge, ist sicher ein ernster gegner
    für die NATO flugzeuge. sie ist robust und verlangt nicht so viel pflege.
    sie kann die vektorsteuerung ohne nachbrenner usw.

    dummer weise ist aber die russische computertechnik nicht besonders mit allen daraus folgenden fehlern im zusammenspiel zwschen flugzeug und bewaffung, flugzeug und letzentrale, flugzeug und
    luftüberwachung, im koordinierten luftkampf………

    um das alles zum laufen zu bringen benötigt man kontrolle über das land oder einen flugzezgträgerflotte vor der küste, nichts was russland im petto hat.

    in syrien kämpfen gerade 3 kräfte gegeneinander und der westen weiss nicht welche kröte er schlucken soll. syrien ist der letzte russische stützpunkt im mittelmeer. lybien und ägypten
    sind längst feindlich und fällt syrien ist es vorbei mit dem anlegen russischer marine im mittelmeer.

    der iran hat mit seinem einfluß in über den iraq, syrien finaziell dominiert und die hibolla und damit
    den libanon komtroliert. fällt assad ist die hisbolla TOT; die sunitischen sieger syriens werden sie
    roh, mit kind und kegel, haut und haaren, verschlingen.

    die ölscheichs, väter des arabischen frühlings erhalten damit eine islamistische arabische welt, von lybien bis an die türkei und können sich dann, mit unbegrenzten finanzmitteln
    den iraq resunitisieren und gegen israel eine panarabisch-islamische front schaffen.

    für israel ist alles schxxxe egal wer gewinnt. 🙄

    PS.: die S 300´s bedrohen eher den internationalen zivilen flugverkehr in israel und im mittelmeer raum als die israelische luftwaffe, man wird sich um sie kümmern, israel hat auch raketen und
    nicht alle sind für den luftkampf, man muß nur die dinger orten, was pasiert wenn diese calibriert werden sollen. 😉

  10. #10 von Heimchen am Herd am 01/06/2013 - 23:20

    Die extreme Rechte in Israel – Radikale Positionen und fragwürdige Thesen

  11. #11 von mike hammer am 01/06/2013 - 23:32

    schneider ist ein hetzer und da er es als „jude“ hätzt ist er der hetzer schlimmster art. 👿