Linke zweifeln an „NSU“-Story

Wenn schon die Linksextremisten bei Indymedia, fern von jedem Verdacht, Nazis in Schutz nehmen zu wollen, massive Zweifel an der Geschichte der „NSU“ öffentlich äußern, steht es schlecht um die von der Bundesanwaltschaft zu vertretende Klage. Tatsächlich beziehen sich die kommunistischen Extremisten auf Informationen aus dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss, dem einige ihnen offenbar nahestehende Personen angehören. Besonders das Mauern staatlicher Institutionen gegen eine lückenlose Aufklärung der Vorgänge lässt Befürchten, dass möglicherweise der Staat selber in irgendeiner Weise involviert sein könnte. So richtig überzeugt von der Schuld der Beschuldigten ist inzwischen nur noch der türkische Staat und seine Statthalter in Deutschland. Im günstigsten Falle, weil sie sich politische Vorteile von der Opferrolle versprechen. Im ungünstigsten, weil der „tiefe Staat“ der Türken, die Verbindung von krimineller und politischer Macht, vielleicht doch so viel mit der Mordserie zu tun haben könnte, wie man jahrelang auch in Deutschland überzeugt war – bis zum wenig glaubwürdigen plötzlichen Auffliegen einer Bankräuberbande mit Verbindung ins rechte Lager.

Indymedia zitiert aus der Stuttgarter Zeitung:

Verfasst am: 27.05.2013 – 09:05. (unmoderiert)
Quelle :
Stuttgarter Zeitung
Erstveröffentlicht:
27.05.2013
Mordserie. Der NSU-Ausschuss ist mit seiner Arbeit fast fertig. Die Parlamentarier fühlen sich immer wieder behindert, gerade auch aus Baden-Württemberg. Aufgeklärt wird vor allem eines: wie zersetzend ein Staat wirkt, der selber in Masken auftritt. Von Rüdiger Bäßler

Der E-Mail-Schreiber Krokus ist ein rechter Quälgeist – großmäulig, hämisch, sich mal als Frau ausgebend, dann wieder als Verlobter dieser Frau. Wer ihm unangenehme Rückfragen stellt, gehört eben zum ‚Scheiß Naziland‘, denn Krokus selber, so will er alle glauben machen, lebt als verbrannter Spitzel des baden-württembergischen Verfassungsschutzes seit 2012 in Irland, in Deckung vor rechten Gewalttätern, an die sein Name durchgesteckt wurde.

Noch ein Wichtigtuer, der aus dem Schatten der Anonymität Gerüchte streut, Halbwahres erzählt, sich Informationen aus dem Internet zieht und fantasievoll garniert weiterträgt – so dachte man lange unter den elf Bundestagsabgeordneten, die seit Januar 2012 die Mordserie der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) aufklären helfen. Krokus schreibt schon seit gut einem Jahr Nachricht um Nachricht, erst an den Stuttgarter Verfassungsschutz und das Landeskriminalamt (Schlussformel: ‚Grüße aus dem Krokusland‘), dann an Mitglieder des NSU-Ausschusses in Berlin, seit Kurzem auch an Medien wie die Stuttgarter Zeitung.

Die sich wiederholende Grundgeschichte lautet so: Ich war während der Mordserie der NSU-Terroristen vom Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) als V-Person in der rechten Szene eingesetzt; wenige Tage nach dem Polizistenmord von Heilbronn 2007 meldete ich meinem Führungsbeamten beim LfV (der Name Rainer Ö. wird genannt), dass eine NPD-Frau versuchte, über eine Krankenschwester den Gesundheitszustand des schwer verletzten Martin A., Kollege der getöteten Michèle Kiesewetter, auszuspionieren; ich sah auch Beate Zschäpe, die sich ‚Mandy‘ nannte, im Sommer 2006 in einer Wohnung in Ilshofen (Kreis Schwäbisch Hall); meine Hinweise auf eine Täterschaft der rechten Szene wurden stets heruntergespielt; eines Tages tauchten bekannte rechte Gewalttäter vor meiner Wohnungstür auf – da floh ich nach Irland und kämpfe seither um Aufklärung.

Seit Beginn seiner Arbeit sei der Untersuchungsausschuss mit einer ganzen Reihe selbst ernannter Hinweisgeber konfrontiert, mit einem ‚Brei von Halbwahrheiten‘, denen nachzugehen Zeit und Nerven koste, erzählt das Ausschussmitglied Clemens Binninger, CDU-Abgeordneter aus Sindelfingen. Beispielsweise gibt es noch die V-Person ‚Erbse‘, die auch frühzeitig auf den rechten Terror hingewiesen haben will. In diesem Frühjahr nahm sich der Ausschuss dann Zeit, sich um Krokus zu kümmern, wenn auch ohne große Hoffnung auf Erfolg. Doch dann eine Überraschungsmeldung aus dem Innenministerium in Stuttgart: ‚Die Existenz von Krokus wurde bestätigt‘, sagt der Ausschussvorsitzende Sebastian Edathy, SPD-Bundestagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Nienburg-Schaumburg. Am 24. April forderte der Ausschuss per Beweisbeschluss beim Verfassungsschutzamt Baden-Württemberg die Unterlagen an.

Die Abgeordneten halten den Mailschreiber weiterhin für unseriös und manipulativ, für eine Figur, die vielleicht nur etwas über Krokus gehört hat. Als die Stuttgarter Zeitung sich mit dem Schreiber in Irland treffen will, fordert der kurzerhand Geld und will kontrollieren, was geschrieben wird. Das geht gar nicht. Das Treffen platzt. Währenddessen erleben die Ausschussmitglieder in Berlin ihre zweite Überraschung: das Innenministerium Baden-Württemberg gibt die Krokus-Akten nicht heraus. In der vergangenen Woche hat Edathy den Innenminister Reinhold Gall (SPD) persönlich angemahnt, dem Beweisantrag endlich nachzukommen. Die Frist für die Nachreichung der Unterlagen ist an diesem Wochenende abgelaufen.

Sollten die zuständigen Behörden glauben, auf Zeit spielen und den Beweisantrag aussitzen zu können, dann ‚täuschen sie sich gewaltig‘, sagt Clemens Binninger. Alle verlangten nun zu wissen, was es mit Krokus auf sich hat.

Nicht zum ersten Mal fühlt sich der Ausschuss von Baden-Württemberg ausgebremst, dem Bundesland, von dem der grüne Obmann Wolfgang Wieland dieser Tage feststellte, es sei bei der Aufklärung der NSU-Verbrechen ‚mit der weißeste Fleck auf der Landkarte‘. Die Parlamentarier haben noch bestens den Auftritt von Bettina Neumann vom 18. April in Erinnerung, jener Beamtin, die zwischen 1993 und 2011 im Stuttgarter Verfassungsschutzamt Leiterin des Referats Rechtsextremismus war. Bei der Befragung im Ausschuss wusste die Ex-Chefauswerterin leider gar nichts beizutragen – nicht über Tino Brandt, Bekannter des NSU-Trios, der in Heilbronn ein Haus gekauft hatte, nichts über die braunen Kameraden der Mördertruppe im Raum Ludwigsburg – beim Bundeskriminalamt ‚Ludwigsburg-Connection‘ genannt -, natürlich auch nicht über den Ku-Klux-Klan von Schwäbisch Hall. ‚Nicht mal Zeitungswissen‘ habe die Beamtin gehabt, die 2012 zum Bundesamt für Verfassungsschutz nach Köln befördert wurde, ärgert sich Binninger bis heute. Der Ausschuss fühlte sich für dumm verkauft.

Die Geschichte vom Ku-Klux-Klan (KKK), der 2000 gebildet wurde und nach dessen Mitgliedern das Landeskriminalamt Baden-Württemberg gerade wieder intensiv forscht, ist noch eine, die beim Untersuchungsausschuss Misstrauen hervorruft. Achim Schmid, Sängerbarde und früherer V-Mann des baden-württembergischen Verfassungsschutzes, setzte sich an die Spitze der Rassenhasstruppe. Ihm gesellten sich zwei Beamte aus der Böblinger Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) zu, der Jahre später auch das Mordopfer Michèle Kiesewetter und ihr verletzter Polizeikollege angehörten. Und ein Mann vom Kölner Bundesamt für Verfassungsschutz war in der Hetztruppe auch rasch dabei.

In der baden-württembergischen Polizei stecken Beamte mit Rassisten unter einer Decke, so lautete der entsetzte Ruf, der durch die Republik hallte. Die KKK-Enthüllung hat dazu beigetragen, dass die Proteste und Verschwörungstheorien in Blogs ebenso wie den Leserforen seriöser Zeitungen nur so blühen. Das geht bis zur Schreckensidee von einem Staat im Staate, in dem kein Bürger mehr glauben soll, was Politiker sagen, Zeitungen schreiben, Behörden vermelden, weil sie alle zusammen unter einer Decke stecken.

Im Büro der linken Abgeordneten Petra Pau, ebenfalls NSU-Ausschussmitglied, glaubt man, die Existenz von Rechtssympathisanten in der baden-württembergischen Polizei sei eine Spätfolge des Erstarkens der Republikaner in den 90er Jahren. ‚Wir haben, was Baden-Württemberg angeht, noch viele, viele Fragezeichen‘, teilt die Abgeordnete mit.

Es gibt aber noch eine andere Deutung zum Ku-Klux-Klan. Nicht mal die dämlichsten Rechtsradikalen würden einem Kapuzenverein beitreten, der in der hohenlohischen Provinz mit Fackeln um Holzkreuze marschiere, heißt es gerade in linken Foren. Das rieche doch alles verdächtig nach der Erfindung von Schlapphüten an ihren Schreibtischen.

Auch Clemens Binninger hat erhebliche Zweifel: ‚Die Ku-Klux-Klan-Gründung erfolgte, soweit wir es aus den Akten und den Zeugenbefragungen wissen, fast aus heiterem Himmel, ohne langwierige Vorplanungen.‘ Da mache es stutzig, dass die Behörden ’sehr schnell in der Struktur mit dabei‘ gewesen seien. Ist der KKK von Hall in Wahrheit ein Honigtopf gewesen, als Köder aufgestellt von baden-württembergischen Sicherheitsstrategen, um näher an die rechte Szene heranzukommen? Binninger hielte das ‚für eine hochriskante und abzulehnende Strategie‘.

Der Ausschuss am Ende und viele Fragen offen – das gilt nirgendwo mehr als bei Mord Nummer zehn, der Tötung der Polizistin Michèle Kiesewetter 2007 in Heilbronn. Keinen Schritt näher sei man der Aufklärung gekommen, bekennt Binninger. Er hat Zweifel, ob der Prozess gegen Beate Zschäpe vor dem Oberlandesgericht München noch eine Wende bringt.

Zschäpe der Mittäterschaft zu überführen dürfte nicht so leicht sein, wie es die Anklage glauben machen will. Denn eigentlich gibt es im Fall Heilbronn nur Probleme für die Bundesstaatsanwaltschaft. So handelt es sich um den einzigen Mord durch den NSU, der nicht mit einer Pistole vom Typ Ceska begangen wurde – offensichtlich, weil die Täter vermeiden wollten, dass Ermittler einen Zusammenhang erkennen. Aber warum?

Eine zentrale Spur ist Blut der toten Polizistin, das an einer Jogginghose des Uwe Mundlos in der Wohnung des NSU-Trios in Zwickau gefunden wurde. Aber heißt das zugleich, dass Mundlos und Böhnhardt auch geschossen haben, beziehungsweise allein mordeten, wie die Anklage in München überzeugt ist? Es gibt vier Zeugen, die in Heilbronn kurz nach der Tat einen blutverschmierten Mann nahe des Festplatzes beobachtet haben. Sie alle haben Angaben für Phantombilder gemacht, dazu auch Martin A., der angeschossene Kollege Michèle Kiesewetters, der wieder im Polizeidienst arbeitet. Nur kein einziges der Bilder sieht Mundlos oder Böhnhardt auch nur ansatzweise ähnlich, wie eingeweihte Parlamentarier berichten. Veröffentlicht wurde das Material nie.

In den Fokus rückt neben den Zeugenaussagen ein älterer interner Polizeivermerk, von dem im September vor dem NSU-Ausschuss der frühere Soko-Leiter beim Landeskriminalamt, Axel Mögelin, berichtete. Danach hielten Ermittler die Beteiligung von fünf oder sogar sechs Personen an dem Mord für denkbar. Eine Zeugin hatte zum Beispiel ausgesagt, der blutverschmierte Mann sei in ein Auto gestiegen, in dem ein Pärchen gewartet habe. Die Heilbronner Staatsanwaltschaft hatte alle Zeugen seinerzeit für unglaubwürdig erklärt und auch zweifelnde Ermittler auf Linie gezwungen. Es gab ja 2007 eine andere, vermeintlich unfehlbare Spur: die DNA des ‚Phantoms‘. Die Jagd währte zwei Jahre und endete bei der arglosen Packerin eines Herstellers für Laborwattestäbchen. Noch eine Blamage, über die einige Verantwortliche im baden-württembergischen Polizeiapparat am liebsten nie mehr reden würden.

  1. #1 von Gudrun Eussner am 28/05/2013 - 18:14

    „So richtig überzeugt von der Schuld der Beschuldigten ist inzwischen nur noch der türkische Staat und seine Statthalter in Deutschland. Im günstigsten Falle, weil sie sich politische Vorteile von der Opferrolle versprechen. Im ungünstigsten, weil der “tiefe Staat” der Türken, die Verbindung von krimineller und politischer Macht, vielleicht doch so viel mit der Mordserie zu tun haben könnte, wie man jahrelang auch in Deutschland überzeugt war.“

    Ich warte auf den Tag, an dem die je vier Morde und fünf Morde endlich im Zusammenhang mit den Wahlen zur Nationalversammlung in der Türkei und dem Aufstieg zur Macht der AKP des Recep Tayyip Erdogan gesehen werden.

    Die Morde liegen jeweils in der Mitte zwischen drei solchen Wahlen, im gebührenden Abstand von den Wahlterminen, damit nur ja keiner sie damit in Verbindung bringe. Jedes Mal erhält die AKP großen Wählerzuwachs, bis sie unangefochten herrscht. Da bedarf es keiner Helfer in Deutschland mehr. Außerdem ist in Deutschland 2005 Regierungswechsel, und ob die neue Kanzlerin das Spiel für angebracht hält, das ist sehr zweifelhaft.

    Wenn die deutschen Verfassungsschützer im Einklang mit den Regierungen Deutschlands und der Türkei die Beseitigung unliebsamer politischer Gegner beaufsichtigt hätten? Hat jemals jemand erforscht, wo die neun Opfer politisch tätig waren? Bis zum Drogenhandel sind die Journalisten vorgedrungen, aber weltweit finanzieren sich politische Oppositionen in asiatischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Staaten durch Drogenhandel.

    All diese Fragen! 👿

  2. #2 von Kater Carlo am 28/05/2013 - 18:53

    Kritisch hinterfragen ist gut, aber bitte beteiligt euch nicht an wilden Verschwörungsfantasien, die jeder Grundlage entbehren. Einige Begleitumstände in dieser Affaire sind ausgesprochen merkwürdig, das stimmt. Es gibt jedoch auch ein Bekennervideo (mit Paulchen Panther) dass von Beate S. verbreitet wurde.

  3. #3 von KassandravonTroja am 28/05/2013 - 19:11

    Gudrun: Na, das lässt ja hoffen, wenn sogar die Linken an der „NSU“-Story zweifeln. Schalten die jetzt endlich mal ihr Hirn ein? Allerdings wäre es dann ganz schlecht bestellt, da sich ja der Kampf gegen rechts hauptsächlich aus diesem NSU und die „dazugehörigen“ Morde speist. Türken(verbände) wollen den NSU mit Zschäpe an der Spitze unbedingt haben, da sie daraus Rechte ableiten, hier ihre Forderungen zu stellen und sich in der Opferrolle zu suhlen. Was wäre denn, wenn sich die Morde tatsächlich aufklären und es sich herausstellen sollte, dass der NSU und die bereits vorverurteilte Zschäpe nichts damit zu tun haben? Es wäre der Supergau hauptsächlich für die Türken(verbände), aber auch für viertklassige Politiker, hauptsächlich Edathy, sowie MSM-Medien, die sich in Bezug auf NS-Morde zu weit aus dem Fenster gehängt haben.
    Die Kanzlerin hat sich vor den Karren dieser Leute spannen lassen und auch sie hat sich mehr als ein Mal im Kampf gegen rechts kräftig blamiert. Es gab, ohne dass es zur Anklage gekommen ist und ein Prozess stattgefunden hat, eine Heuchel-Show-Veranstaltung im Bundestag und die Angehörigen der Ermordeten wurden vorab schon mal entschädigt. Und jetzt sollen sie ein zweites Mal entschädigt werden.

  4. #4 von KassandravonTroja am 28/05/2013 - 19:13

    Kater Carlo: Ja sicher, kritisch hinterfragen, aber genau das haben die Türken(verbände) und unsere Gutmenschen aus allen Lagern der Republik nicht getan und jedes Jahrzehnte zurückliegende ungeklärte Verbrechen ist dem NSU angelastet worden – ohne jeglichen Beweis.

  5. #5 von Sahra am 28/05/2013 - 19:27

    Kater Karlo: Sie müssen SOFORT zur Bundesanwaltschaft und Ihre Beweismittel dort vorlegen! Bisher ist es nämlich reine Spekulation, ob Beate Z. diese Videos verschickt hat oder woher die überhaupt kommen. So weit ich das verstanden habe, gibt es keinerlei Fingerabdruck oder sonst irgendeinen Beleg, dass Beate Z. die Dinger jemals in der Hand hatte.

    Und ein „Bekenntnis“ findet sich auf diesem Video auch nicht, jedenfalls nicht auf der im Internet abrufbaren Version. Die „NSU-ler“ treten in diesem Video gar nicht auf.

  6. #6 von Saejerlaenner am 28/05/2013 - 19:47

    Gemäß der religiösen Autorität #mike hammel sind NSU und Beate Z. nur Köder, um per Internetspionage IslamkritikNahtziehs zu enttarnen, die für diesen Verein Partei ergreifen. Ziemlich an den Sackhaaren herbeigezogen zwar, könnte natürlich trotzdem stimmen (so, wie vieles andere auch). Was natürlich nicht die Frage beantwortet, wer zu welchem Zweck die 10 Leichen produziert hat.

  7. #7 von Gudrun Eussner am 28/05/2013 - 19:49

    „Es gibt jedoch auch ein Bekennervideo (mit Paulchen Panther) dass von Beate S. verbreitet wurde.“

    Ikke lach‘ mir’n Ast, # 2 Kater Carlo! # 5 Sahra sagt dazu alles Nötige. Ich behaupte nicht, daß es so gewesen ist, ich vermisse nur Recherchen zu solchen möglichen Zusammenhängen. Einen Grauen Wolf als Mitagenten des Verfassungsschutzes haben sie selbst zugegeben.

    „Verschwörungsphantasien“ sind das nicht, sondern Indizien, denen man nachgehen könnte, wenn man wollte. :mrgreen:

  8. #8 von Heimchen am Herd am 28/05/2013 - 20:02

    NSU und raus bist Du….. :mrgreen:

  9. #9 von Beetlejuice am 28/05/2013 - 20:50

    Nun ja, es ist mal einer der wenigen Fälle wo man mit den Linksextremisten in Teilpunkten übereinstimmt. Etwas an der Geschichte scheint faul zu sein. Ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien, und ich würde mich freuen, wenn man durch das Offenlegen von Fakten und durch einen offenen Diskurs das Mißtrauen ausräumen würde, aber genau das geschieht nicht und das lässt natürlich Zweifel an der offiziellen Version aufkommen.

    Die Unterschiede zwischen den Linksextremisten und der Meinung vernünftig denkender Menschen werden hier wohl lediglich in den Gründen und Motiven liegen, die man als Ursache für diese Vertuschungen vermutet.

    Die Linksextremen werden wahrscheinlich vermuten, das der Verfassungsschutz absichtlich schlampig arbeitete, weil er mit den beiden Tätern und ihren Verbrechen sympathisierte und deshalb wegschaute. Das wäre aber höchst unlogisch. Würde es im Verfassungsschutz rechtsradikale Tendenzen geben, hätte man alles getan um diese Verbrechen zu verhindern, da sie der rechten Szene in Deutschland einen katastrophalen Schaden zufügen und nur den Protagonisten im K(r)ampf gegen Rechts nützen.

    Für wahrscheinlicher halte ich es, das der Verfassungsschutz hier absichtlich schlampte weil es für den K(r)ampf gegen Rechts nichts gelegeneres geben konnte als zwei rechtsradikale Killer mit deren Hilfe man den Popanz einer „rechten Gefahr“ so richtig ins gigantische Aufblasen kann.

    Uwe&Uwe kommen für die „bunte Republik“ genau so gelegen wie den Nazis der kommunistische Brandstifter Marinus von der Lubbe, der 1933 den Reichstag in Brand steckte und für die Nazis ein toller Vorwand war, um Repressionen gegen alle Andersdenkenden durchzusetzen.

  10. #10 von Tom am 29/05/2013 - 02:36

    Die Wahrheit wissen wohl nur wenige und die werden sich hüten sie zu verkünden. Eine solche Bombe würde das System zu schwer beschädigen, wenn nicht sogar zerstören. Also hat man sich auf diese Räuberpistole geeinigt, bei der sich der Flurschaden in Grenzen hält. Die ganzen Ausschüsse und der Prozess sind nur noch Opium fürs Volk. Den Rest lässt man von Verschwörungstheoretikern erledigen. Denn sind erst mal genug dieser Theorien im Umlauf, kann man die Wahrheit, sollte sie es eventuell doch ans Licht schaffen, ganz einfach als nächste Verschwörungstheorie diskreditieren. So wächst mit der Zeit Gras über die Sache und die Show kann weiter gehen!

  11. #11 von Harald am 29/05/2013 - 03:21

    Das zurechtgelogene Kartenhaus darf nicht einstürzen.
    Unter keinen Umständen.

    Vielbeschworener „Rechtstaat“, Unschuldvermutung, Länge der Untersuchungshaft,…
    persönliche Rechte?
    Makulatur,
    untergegangen in lokal kollektiver Hysterie jener, die das Kartenhaus unterstützen.

    Ein System führt sich vor,
    peinlich ungewollt,
    unumgänglich.

  12. #12 von Harald am 29/05/2013 - 08:26

    „Linke zweifeln an “NSU”-Story“

    Da haben einige noch nicht kapiert,
    wie sehr sie das Kartenhaus unterstützt,
    dumme, naive, ehrliche,
    so etwas soll´s ja geben.

  13. #13 von KassandravonTroja am 29/05/2013 - 09:23

    Harald: So ist es: Das zurechtgelogene Kartenhaus darf nicht einstürzen und es wird auch nich einstürzen. Der Feuerwehrmann, der in der ausgebrannten Unterkunft der beiden Uwes zugange war, hat zwar auch einige berechtigte Zweifel an der veröffentlichen Version geäußert, wie sich das abgespielt haben soll, aber wurde nicht angehört und er kam nicht mehr zu Wort. Die plötzlich auftauchenden CDs, DVDs bzw. Videos waren schon Jahre alt und niemand wusste so recht, wer sie wann hergestellt hatte und warum die erst nach Jahren aufgetaucht sind. Beweise für die Untaten des NSU waren das nicht unbedingt. Ja Harald, Rechtsstaat und Demokratie sind zur Beute des Systems a la Merkel und Co geworden und Unschuldsvermutung bei Morden, Komaprügeln usw. gilt nur für Migranten aus einem bestimmten Kulturkreis, auch wenn die Täter schon bekannt sind. Das System führt sich vor und das System weiß auch, dass die
    Stellt euch mal vor: Da gab es so viele rechtsradikale Straftaten wie „Brandanschläge“ auf Häuser in denen Türken wohnen, Hakenkreuzritzereien, in Sebnitz ein Ausländerkind ersäufen, einen Farbigen in Potsdam ins Koma prügeln. die sich alle nicht als rechtsradikale Untaten herausgestellt haben, bzw. wir keine Ermittlungsergebnisse erfahren haben – bis auf Sebnitz wurde. Das letzte war dann der „Anschlag“ auf einen Polizeichef, der mit seiner Räuberpistole für Wirbel gesorgt hat und wo sich bis hinauf zu Merkel, Edathy und die meisten bayerischen Politiker kräftig blamiert haben.
    Tom: Ja, die Wahrheit dürfte bei einigen wenigen bekannt sein, und wir können nur hoffen, dass sie ans Tageslicht kommt, aber das wird von den wenigen, die die Wahrheit wissen, verhindert werden, denn es wäre der Supergau für die Politik, der Medien, der Behörden und auch für die Türken(verbände) so wie für alle, die sich bezüglich NSU und diese ihnen zur Last gelegten Morde aus dem Fenster gelehnt haben.

  14. #14 von KassandravonTroja am 29/05/2013 - 09:25

    Habe zu bald auf den Auslöser gedrückt: … und das System weiß auch, dass die noch normal denkenden Bürger ihre schwammigen, widersprüchlichen, unlogischen Aktionen und Handlungen durchschauen.

  15. #15 von Krösa-Maja am 29/05/2013 - 14:29

    @#2 von Kater Carlo am 28/05/2013 – 18:53

    Kritisch hinterfragen ist gut, aber bitte beteiligt euch nicht an wilden Verschwörungsfantasien, die jeder Grundlage entbehren. Einige Begleitumstände in dieser Affaire sind ausgesprochen merkwürdig, das stimmt. Es gibt jedoch auch ein Bekennervideo (mit Paulchen Panther) dass von Beate S. verbreitet wurde.

    Wer ist denn nun schon wieder diese Beate S., die du hier ins Spiel bringen möchtest, Kater Carlo? 🙄

  16. #16 von gogo am 29/05/2013 - 21:59

    Voll Nazi: Hitler Teekessel
    http://kurier.at/politik/weltchronik/hitler-teekessel-sorgt-fuer-sturm-an-reaktionen/14.112.900

    Es herrscht wohl echt ein Mangel an echten …

  17. #17 von Gudrun Eussner am 29/05/2013 - 22:27

    @ #16 gogo, ich schlage vor, die Information umgehend an Prof. Dr. Guido Knopp zu geben. Auf ZDFinfo läuft von ihm Adolf Hitler in der Dauerschleife, heute Mythos „Alpenfestung“, Hitlers Krankenakte, Akte Heß. Da fehlt solch ein Pfeifkesselchen noch. 😀

  18. #18 von gogo am 29/05/2013 - 22:38

    # Gudrun
    Der Generalverdacht schwebt über uns allen, es gibt sogar erste Fahndungsergebnisse:

    Können Bildbearbeitungsprogramme lügen?

  19. #19 von Tyrannosaurus am 30/05/2013 - 03:16

    Türken lügen nicht! Deshalb glaube ich vorbehaltlos den türkischen Medien und Ermittlern die festgestellt haben das die sog. Dönermorde im kriminellen Döner- Rauschgiftmilieu stattfanden! Alle bisher bekanntgewordenen Beweise und Darstellungen, die auf eine plötzlich aus dem Nichts aufgetauchte NSU Grossverschwörung und der Verwicklung derselben in zahlreiche Verbrechen hinweisen, wirken extrem konstruiert und die ganze Beweislage erscheint äusserst fragwürdig! Ausserdem bekommt man den Eindruck das die „Fakten“ immer wieder nachgebessert wurden damit sie zu der NSU- Verschwörungstheorie passen! Die Beweisvernichtung durch die Dienste ist ein einziger Skandal und müsste zu Gunsten der Angeklagten ausgelegt werden! Wenn die Beschuldigten wirklich so schwachsinnig waren alle Beweise aufzubewahren und sogar noch in ihrem Wohnmobil ständig mitzuführen wären sie wohl wegen Geisteskrankheit nicht strafrechtlich verantwortlich zu machen! Die ganze Story stinkt zum Himmel!

  20. #20 von Tyrannosaurus am 30/05/2013 - 03:29

    Es ist immer wieder die Rede von „Verschwörungstheorien“! Dabei ist es solide Polizeiarbeit erfahrener Ermittler alle denkbaren Scenarien gedanklich durchzuspielen. Wie anders als mit Phantasie und Erfahrung soll denn ein komplizierter Fall aufgeklärt werden? Im angelsächsischen Recht ist es Gang und Gäbe das die Verteidiger dem Gericht verschiedene mögliche Tatabläufe und Fremdtäter darlegen und die Staatsanwaltschaft muss beweisen das ihre Anschuldigung der einzig mögliche Tathergang ist und der Beschuldigte der einzige denkbare Täter ist! Eine Tataufklärung ist immer ein Puzzle das zusammengesetzt werden muß und dabei ergeben sich natürlich oft Irrwege. wenn eine Sache wie diese so offensichtlich mit merkürdigen Zufällen, Ungereimtheiten und Rätseln gespickt ist wird davon natürlich die Phantasie angeregt!