Energiewende wird zur Todesfalle

18.000 Tote in der EU, 2.400 in Deutschland. Jahr für Jahr. Was gäbe es für ein Geschrei, wenn man dafür „Atome“ verantwortlich machen könnte. Tatsächlich aber sind dies die Opfer konventioneller Kraftwerke, die jetzt immer mehr die unsteten Alternativenergien im Hintergrund stützen müssen. Nachdem der Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland unumkehrbar gemacht wurde, kann man jetzt mit der Wahrheit herausrücken. Sogar der SPIEGEL gibt zu: Tausenden jährlichen Toten in Folge konventioneller Kraftwerksemissionen stehen keine bekannten Opfer der Kernenergie gegenüber, selbst wenn man die angebliche Katastrophe von Fukushima einbezieht. Der Versuch von Roth und Trittin, 16.000 Opfer einer Flutkatastrophe der Kernenergie anzulasten (QQ berichtete), war bereits im März in einer Welle des Protestes gescheitert.

Der SPIEGEL berichtet:

Kohlekraftwerke sind in der Europäischen Union einer Studie zufolge für Tausende vorzeitige Todesfälle und Milliardenkosten durch gesundheitliche Schäden verantwortlich. EU-weit sterben jährlich mehr als 18.200 Menschen vorzeitig an den Folgen der Verschmutzung durch Kohlekraftwerke, ergab die am Mittwoch in Berlin auf Deutsch vorgestellte Untersuchung der Health and Environment Alliance (Heal). In Deutschland seien es etwa 2700 Todesfälle. Die wirtschaftlichen Kosten durch die gesundheitlichen Schäden schätzen die Studienautoren auf 42,8 Milliarden Euro pro Jahr in der EU und auf 2,3 bis 6,4 Milliarden Euro in Deutschland.

Die Kosten würden hauptsächlich durch Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht, heißt es in der Untersuchung. Über 8500 neue Fälle chronischer Bronchitis seien in der EU jedes Jahr auf die Verfeuerung von Kohle zurückzuführen. Dadurch gingen jährlich mehr als vier Millionen Arbeitstage verloren. Bezahlt würden die externen Kosten der Kohlekraftwerke „von einzelnen Betroffenen, den nationalen Gesundheitssystemen und von der Wirtschaft, die Produktivitätseinbußen durch Krankheitsfälle erleidet“.

Heal ist ein Zusammenschluss von Nichtregierungsorganisationen aus dem Bereich Umwelt- und Gesundheitsschutz. Der Bericht ist nach Angaben der Organisation der erste Versuch, die Gesundheitsfolgen der Kohleverstromung in Zahlen zu fassen. Die Forscher stützten sich dabei auf öffentlich zugängliche EU-Datenbanken über Kraftwerksemissionen und frühere Analysen zur Wirkung von Schadstoffen wie Schwefeldioxid, Stickoxide, Feinstaub und giftigen Metallen.

Die Zahlen, die dabei herauskommen, sind allerdings grundsätzlich mit einer gewissen Vorsicht zu genießen: Die genauen Gesundheitsfolgen bestimmter Schadstoffe sind oft nur unvollständig erforscht, Grenzwerte basieren nicht selten auf groben Schätzungen und können international stark variieren. So ist auch in der Heal-Studie zu lesen, dass sichere Grenzwerte für viele Schadstoffe aus Kohlekraftwerken nicht bestimmbar sind.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hatte erst Anfang April eine Studie vorgestellt, der zufolge deutsche Kohlekraftwerke für mehr als 3000 vorzeitige gesundheitsbedingte Todesfälle pro Jahr verantwortlich sind. Schuld seien Feinstaubpartikel und giftige Abgase aus den Schornsteinen.(…)

Die Studien über Gesundheitsschäden durch Kohlekraftwerke könnten allerdings auch die Atomenergie stärken, was kaum im Sinne der Umweltschützer sein dürfte. Erst Mitte März hatte ein Team um den prominenten US-Klimaforscher Jim Hansen eine Studie veröffentlicht, laut der Atomkraftwerke weltweit insgesamt 1,84 Millionen verfrühte Todesfälle im Zusammenhang mit Luftverschmutzung verhindert hätten. Hinzu komme eine Einsparung von Treibhausgasen im Umfang von 64 Gigatonnen CO2-Äquivalent. Bis zur Mitte des Jahrhunderts könnte die Atomkraft, so prognostizieren die Wissenschaftler, weltweit weitere 420.000 bis 7,04 Millionen verfrühte Todesfälle und den Ausstoß von 80 bis 240 Gigatonnen CO2-Äquivalent vermeiden.

Atomkraftgegner könnte das in die Defensive bringen, denn die Gesundheitsfolgen der Kernkraftnutzung sind weit weniger konkret. So konnte mit der Havarie des AKW Fukushima bisher noch kein Todesfall in Verbindung gebracht werden. Lediglich ein leicht erhöhtes Krebsrisiko haben Wissenschaftler vorausberechnet. Selbst bei der historischen Katastrophe von Tschernobyl fällt es schwer, die Zahl der Opfer zu beziffern, der Streit darüber tobt seit Jahren. Die Alternative wären erneuerbare Energien – doch ob und wann diese in der Lage sein werden, den kompletten Strombedarf ganzer Industrieländer zu decken, ist offen.

Und was immer unerwähnt bleibt: „Erneuerbare“ Energien benötigen immmer konventionelle Kraftwerke im Hintergrund um Spannungsschwankungen auszugleichen. Und die verbrauchen durch herauf- und herunterfahren mehr Kraftstoff als im Normalbetrieb, vergleichbar einem Auto im Stadtverkehr oder auf der Autobahn.

  1. #1 von dieterdohmen am 27/04/2013 - 18:48

    Mist, muß gleich wieder los. Deshalb nur kurz:
    Ich HASSE die „Energiewende“. Was beknackteres konnten sich meine Landsleute nicht einfallen lassen. Beratungsresistent und überheblich bis zum bitteren Ende. Denn sonst hätten sie diesen himmelschreienden Wahnsinn schon längst abgeblasen.
    Über 250.000 tote Vögel jährlich durch die scheiß Windkraft. „Vermaisung“ der Landschaft durch Anbau von „Biosprit“, d.h. Mais und Raps. Biogasanlagen, die „umkippen“ und die Gewässer versauen. Wasserkraftanlagen, die die Fische töten.
    Nenne mir eine „Biotechnologie“ und ich sage Dir welche Tiere sie tötet.
    Der CO2-Verbrauch (was ebenfalls ein totaler Blödsinn ist) ist in die Luft geschossen, seitdem wir das Klima retten wollen…
    Die bösen, dummen Amis, die machen’s vor und haben ihren CO2-Ausstoß gesenkt.
    Mist, muß jetzt los.
    Schöne Grüße an Heimchen & Mike Hammer!! 🙂

    PS.: aber wen wundert das alles, daß unsere „Experten“ (fast) alles Vollidioten, Amateure, Nichtsnutze und Zivilisten sind. Wenn selbst der Oberexperte, „Antisemitismusexperte“ Prof. Wolfgang Benz (der Typ, der seit Jahren davor warnt, daß die armen, friedliebenden und schutzbedürftigen Muslime heute genauso verfolgt würden wie die Juden zu Zeiten des Führers), wenn dieser Vollidi plötzlich zugibt über den Islam keine Ahnung zu haben. Was ist denn das bitte für ein „Antisemitismusexperte“, der null Ahnung vom Islam hat??? Er sagte, er wisse nicht, welche Bedeutung etwa das Kopftuch habe.
    Und wenn so ein Schwachmat in seinem eigenem Thema ahnungslos ist – wie soll man da den ganzen Umweltspinnern glauben können?
    Hugh! Ich habe gesprochen!

  2. #2 von Heimchen am Herd am 27/04/2013 - 18:57

    #1 von dieterdohmen

    Liebe Grüße zurück….Dieter! 🙂

    PS.: Toller Kommentar…. und lass Dich mal wieder hier blicken! 😉

  3. #3 von Tyrannosaurus am 29/04/2013 - 13:36

    Das ist die längst überfällige Umsetzung des von den Siegermächten favorisierten „Morgenthau Planes“ zur Zerstörung Deutschlands! Nur ausgesetzt wegen des Ost West Konfliktes! Von dem SGU, dem SSharia Grünem Untergrund, nun vollstreckbar!