Auch Deutsche schon enteignet

Seit dem frühen Morgen warten auf Zypern die Menschen vor den Banken. Mittags sollen diese endlich wieder geöffnet werden. Aber die Hoffnung Vieler, ihr Erspartes vor der Enteignung durch die EU-Bonzen retten zu können, wird enttäuscht werden. Nur 300 Euro gibt es und die Regelungen für Auslandsüberweisungen und Ausreise wurden offenbar direkt von der „DDR“ übernommen. Auch deutsche Rentner, die von einem entspannten Lebensabend auf der Insel träumten wurden der Ersparnisse ihres Arbeitslebens beraubt und leben jetzt wie in Kriegszeiten.

BILD berichtet von den ersten deutschen Opfern des Euro-Wahns:

Renate Swaby schaut verärgert auf ihren Computerbildschirm: „Immer kommt nur diese Sperr-Meldung, das darf doch nicht wahr sein! Ich habe mittlerweile kaum mehr Geld für Essen, koche seit Tagen nur Reis.“
BILD-Besuch bei deutschen Rentnern, die in Zypern nicht mehr an ihr Geld kommen!
Paphos, eine idyllische Hafenstadt im Südwesten der Insel, die viertgrößte des Landes. Die Temperaturen sind hier auch im Hochsommer besser auszuhalten als im Norden Zyperns, eigentlich ein idealer Ort für deutsche Rentner, die ins Ausland flüchten wollen.

Renate Swaby und ihr Ehemann Roy Swaby wollten genau das, als sie vor sechs Jahren in Offenbach (Hessen) ihr Haus verkauften und in Paphos fündig wurden. „Uns hat die Sonne und der Strand gelockt, das entspannte Leben. Mit so einer Krise konnte ja niemand rechnen.“

Vor einem Jahr wurde Renate Swaby zum ersten Mal stutzig, als ihr Cousin sie anrief und ihr empfahl, das Geld von zyprischen Konten zu nehmen. „Er ist Banker, ich hätte auf ihn hören sollen. Aber ich dachte, dass es so schlimm nicht werden kann.“
ABER ES KAM GENAU SO!

Als sie vor fast zwei Wochen in der Zeitung las, dass die zyprischen Konten gesperrt werden, setzte sie sich sofort an an den Computer, wollte ihre Geld umbuchen. Aber nichts ging mehr.
Renate Swaby und ihr Ehemann haben zwei Konten, beide bei der Bank of Cyprus. Auf dem Sparkonto sammeln sie ihre Rente, überweisen davon das nötige auf ihr Girokonto. Weil sie nur auf das Girokonto am Bankautomaten zugreifen können, sind die Swabys jetzt pleite.

Renate Swaby zeigt uns ihren leeren Kühlschrank, sie macht sich und ihrem Mann nur noch Suppen, Nudeln oder Reis. „Und auch das wird jetzt knapp. Wenn morgen die Banken öffnen, werde ich mein Konto räumen und das nötige Geld unters Kopfkissen legen.“

Aber auch das wird ihr nicht gelingen: Für den ersten Tag der Bankenöffnung gibt es strenge Limits und Kapitalverkehrskontrollen. Renate Swaby würde am liebsten so schnell wie möglich nach Deutschland zurück: „Aber unser Haus hier ist nur noch die Hälfte wert und zuhause haben wir keine Wohnung.“
Konkret dürfen ab Donnerstag Mittag, wenn um 12 Uhr Ortszeit die Banken auf Zypern wieder öffnen, maximal 300 Euro pro Tag von den Konten abgehoben werden. Auslandsüberweisungen und Zahlungen mit Kreditkarten im Ausland werden auf 5000 Euro beschränkt. Für Beträge bis zu 200 000 Euro ist eine Genehmigung der Zentralbank notwendig. Zyprer dürfen pro Auslandsreise maximal 1000 Euro Bargeld mit sich führen. Festgeldanlagen dürfen nicht vorzeitig gekündigt werden.

  1. #1 von Jule am 28/03/2013 - 13:39

    Irgendwie erinnert mich der gegenwärtige Zustand der EU an das, was ich über die letzten Kriegsmonate des 2. WK in den Geschichtsbüchern gelesen habe: verzweifelte Durchhalteparolen. Daß man den Bürgern jetzt schon ihr Geld wegnimmt, halte ich für eine Verzweiflungstat. Das ganze EU-System ist am Ende. Der Jahresetat der EU reicht nicht – es werden noch Milliarden gebraucht und damit werden auch andere Länder zur Kasse gebeten, und da liegt es nahe, daß auch wir hier in Deutschland Zwangszahlungen ausgesetzt sein werden, um die EU-Kassen zu füllen. Wenn man nun Plaßberg gesehen hat, mit der gleichen Verzweiflung haben Eichel und Co. (auch Politiker in anderen Talk-Shows) sich für die EU eingesetzt, mit Argumenten, die keinen mehr wirklich überzeugen. Schon wie 1943, als das Ende abzusehen war, jeder hat es gewußt (keiner hat sich getraut, etwas zu sagen) und seitens der Politiker kamen nur Durchhaltebeschwörungen. Die EU ist am Ende. Jeder weiß es – nur noch nicht die Verantwortlichen selbst!!!

  2. #2 von Pecos Bill am 28/03/2013 - 13:56

    Glaubst wohl nicht mehr an den Endsieg, Jule, was?

  3. #3 von marc am 28/03/2013 - 14:14

  4. #4 von Heimchen am Herd am 28/03/2013 - 14:31

    Ich sage nur ZENSUS….. 😉

    Ein detailliertes Abbild der Bevölkerung: die Ergebnisse des Zensus 2011

    Der Zensus zeichnet ein vielfältiges Bild von Deutschland
    Ziel und Zweck des Zensus 2011 ist es, strukturierte und verlässliche Informationen zum Leben, Arbeiten und Wohnen der Menschen in Deutschland zu gewinnen. Die Ergebnisse des Zensus 2011 sind die Basis für zahlreiche Planungen und Entscheidungen in Politik und Verwaltung. Folgende Ergebnisse werden veröffentlicht:

    Aktuelle Zahlen zur Bevölkerung
    Ergebnisse zur Berufstätigkeit
    Ergebnisse zur Bildung und Ausbildung
    Informationen zum Migrationshintergrund
    Informationen über Familien- und Haushaltszusammenhänge
    Daten zu Wohngebäuden und Wohnungen

    ://www.zensus2011.de/SharedDocs/Aktuelles/Wann_gibt_es_die_Ergebnisse_des_Zensus_2011.html?nn=3065474

    DIE wollen an UNSER EIGENTUM und UNS ENTEIGNEN! 👿

  5. #5 von Heimchen am Herd am 28/03/2013 - 14:34

  6. #6 von Gudrun Eussner am 28/03/2013 - 14:49

    Frankreich wird meist ausgelassen, wenn es um die betroffenen Länder geht. Dann liest man von Italien, Spanien, Irland, neuerdings auch von Malta, übrigens auch bei EU-Kritikern. Jeder weiß, daß Schluß ist, wenn mit Frankreich Schluß ist. Leider geht’s damit zügig voran.

    Da nun aber der Apparatschik der niederländischen Arbeiterpartei Jeroen Dijsselbloem, Präsident der Eurogroupe, erklärt hat, die Methode, die Wirtschaft und das Finanzwesen Zyperns zu zerschlagen, könne „Schule machen“, sehe ich meine paar Kröten hier in Frankreich ebenfalls in Gefahr. Aber das wird sicherlich abgeheftet unter „Europhobie“, die mich befallen haben muß, oder? 😈

  7. #7 von Heimchen am Herd am 28/03/2013 - 14:55

    Irgendwann heißt es dann…. WAS, Familie Heimchen hat so ein großes Haus und es leben
    NUR zwei Personen in dem Haus? Dann quartieren wir mal ein paar nette „Untermieter“
    (mit Migrationshintergrund) bei euch ein! 😉

    Bevor DAS passiert, holen wir lieber unsere beiden erwachsenen Söhne zurück ins Haus! :mrgreen:

  8. #8 von Jule am 28/03/2013 - 14:57

    #2 Pecos Bill

    Genau, jetzt ist Schluß mit Lustig!!!!!!

  9. #9 von schweinsleber am 28/03/2013 - 16:00

    darum wählt diese alternative partei oder die freiheit oder pro
    aber bitte nicht wieder die gleichen schwachköpfe die euch diesen mist eingebrockt haben.

  10. #10 von Gudrun Eussner am 28/03/2013 - 19:21

    „Die Idee eines geeinten Europas wird platzen“. Ich habe Euch ein Beispiel angeführt, woran das zu sehen ist. Norden und Süden funktionieren unterschiedlich, liegt am Wetter, am Klima. Die Japaner wissen das schon seit Hunderten von Jahren.

    Lest mal bitte von Watsuji Tetsuro (1889-1960): FUDO. Wind und Erde. Der Zusammenhang zwischen Klima und Kultur.

    Das Buch ist aus dem Jahr 1935. Ich habe es bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt erworben. 😀

  11. #11 von Heimchen am Herd am 28/03/2013 - 19:29

    Ich lese nicht so gerne, ich höre lieber Musik! 😉

    Kitaro – Matsuri

  12. #12 von Martin1 am 28/03/2013 - 20:44

    Mit den geschilderten Swabys kann man zwar Mitgefühl haben, aber Mitleid eigentlich nicht… Die sind schon ein bisschen doof und naiv, oder? Denken, auf Zypern wäre Alles so, wie sie es von Deutschland kennen, und handeln gegen besseren Rat eines Fachmanns. Der ihnen mittlerweile keinen Unterschlupf in Deutschland gewährt – oder wie darf man die entspr. Anmerkung verstehen?
    Wenn die jetzt noch einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben (als spätere Auswanderer) lach mich mich schlapp!

  13. #13 von Martin1 am 28/03/2013 - 20:58

    Ach so: Guckt man sich die Fotostrecke auf der „Prawda“ an, fällt auf, dass Geld für Alk noch vorhanden ist: 6 Pullen Bier und eine Flasche Wein im Kühlschrank.
    Dann ernährt Euch mal flüssig, liebe Swabys.

    Ich liebe seriösen+objektiven BILD-Zeitungs-Journalismus… 😛

  14. #14 von T. Damm am 28/03/2013 - 21:08

    @Pecos Bill

    Sieh mal einer an, nun weiß ich, wo ihr alle steckt.
    Bekannt, was mit FF ist?

  15. #15 von Heimchen am Herd am 28/03/2013 - 22:22

    „Ich sehe es ebenso und das schon sehr lange, weil ich in Perpignan, in der Region Languedoc-Roussillon, der südwestlichsten Region Frankreichs, an der Grenze zu Spanien, seit elf Jahren in allen gesellschaftlichen Bereichen mitkriege, was Sache ist. Es kann nicht funktionieren.

    Jeden Morgen lese ich in meinem Stamm-Café, dem Internet-Café Le Méditerranée, den Figaro. Heute finde ich wieder einen Beweis mehr, warum daraus nichts wird, klein aber fein. Es geht um die Rangliste der guten Gymnasien in Frankreich.“

    Sag mal Gudrun, WAS hat Dich nach Perpignan verschlagen? Die schöne Landschaft, mildes
    Klima, der Menschenschlag, oder alles zusammen?

    Hast Du nicht manchmal Heimweh?

    http://www.youtube.com/watch?v=BqS61vIiTzI .

  16. #16 von mike hammer am 28/03/2013 - 22:46

    Lord Voldemort

    kontroliert Obama. 😆

  17. #17 von Gudrun Eussner am 28/03/2013 - 23:56

    @ #15 Heimchen, das mit Perpignan ist ’ne merkwürdige Geschichte, die nicht hierher gehört. Was Berlin angeht, so habe ich aus drei Gründen kein Heimweh:
    Erstens bin ich nicht aus Berlin, sondern aus Ostwestfalen,
    zweitens ist die Stadt auch nicht mehr „mein Berlin“, sie hat sich nämlich nicht so verändert wie alle Städte, Dörfer, Landschaften, sondern diese Stadt, wie sie heute ist, erkenne ich nicht wieder, sie hat keine Vergangenheit zum Anknüpfen, ist etwas qualitativ anderes, sie ist eine Retortenstadt, nach der ich mich nicht sehne. Nur von Leuten, die nach November 1989 in Berlin geblieben sind, die diesen Bruch und den folgenden Aufbau miterlebt haben, da hineingewachsen sind, könnte ich mir vorstellen, daß sie, wenn sie jetzt weggingen, eines Tages Heimweh nach „ihrem Berlin“ haben könnten;
    drittens finde ich es einen wunderbaren Zustand, nicht in meinem Land zu wohnen. Machen die Politiker da Mist, sage ich: Ein Glück, daß ich hier wohne, so brauche ich mich nicht sähr drüber zu ärgern, machen die französischen Politiker Mist, sage ich: Ein Glück, ich bin Deutsche, wäre ich Französin, würde ich mich sicher sähr ärgern. 😉

  18. #18 von Jeremias am 29/03/2013 - 00:54

    Diese Überlegung hatten ich und meine Frau auch. Als der EURO eingeführt wurde, haben wir diese Idee fallengelassen.
    Vor allem weil Karl Schillers „soziale Dividende des kleinen Mannes“ dadurch wegfiel. Die soziale Dividende ist die Summe der Abwertungeiner anderen europäischen Währung plus der Aufwertung der DM. Das haben die KapitalSammelStellen(VW, BMW, Bosch, BASF, DaimlerBenz usw.) und die Politiker für sich eingeheimst. Diese Diebe!

  19. #19 von Heimchen am Herd am 29/03/2013 - 13:03

    #17 von Gudrun Eussner

    Hallo Gudrun….. Du Ostwestfälin! 🙂

    Nun, Perpignan…. könnte mich auch reizen, wenn ich denn vorhätte, Deutschland zu verlassen!
    Aber DAS wird niemals geschehen, denn dafür liebe ich mein Land viel zu sehr! Es ist mir ja
    schon unheimlich schwer gefallen, von meinem geliebten Hamburg, ins niederrheinische Tiefland
    umzusiedeln! Es ist doch ein ganz anderer Menschenschlag hier, als in Norddeutschland.
    Und es gab schon so einige Tage, wo mich das Heimweh gepackt hat!

    Die Elbe ist nicht der Rhein…. und der Rhein ist nicht die Elbe.
    Hamburg ist nicht Düsseldorf….und Düsseldorf ist nicht Hamburg.

%d Bloggern gefällt das: