Neue EU-Schikane: Wasserkontrolle

badewanne

Nach dem flächendeckenden Zwangsaustausch umweltfreundlicher Glühbirnen durch hochgiftige „Energiesparlampen“ bereiten die EU-Bonzen die nächste Kasernenhofschikane vor, um die Bürger schrittweise an die Befolgung unsinniger Befehle zu gewöhnen. Wasser ist ein knapper Rohstoff – in manchen Weltgegenden – aber sicher nicht in Mitteleuropa.

Hier bangen viele Bürger gerade wieder einmal vor der nächsten Hochwasserwelle und die Kommunen sind in Sorge vor der Kostenflut der in den nächsten Jahren notwendig werdenden Sanierungen der Kanalisation. Schäden, die durch zuwenig Wasserdurchspülung begünstigt werden, Folgen einer jetzt schon die Köpfe vernebelnden grünen Sparideologie, die den Menschen Schuldgefühle einredet, wenn sie am natürlichen Kreislauf des Wassers partizipieren. Jetzt soll das Fehlverhalten durch gesetzlichen Zwang verschärft werden. Eine demokratische Legitimation findet nicht statt.

Die WELT berichtet:

Die EU-Kommission plant eine Pflicht zum Wassersparen. Sie erwägt eine entsprechende Regulierung von Armaturen und Duschköpfen in Europa: Analog zum von der EU durchgesetzten Verbot der klassischen Glühbirne sollen die Europäer nach dem Willen von Brüsseler Beamten künftig nur noch ressourcenschonende Wasserhähne im Handel finden.

Das geht aus einem vertraulichen „Arbeitsplan“ der Kommission bis zum Jahr 2014 hervor. Der „Welt“ liegt das 17-seitige Dokument vor. Es definiert „wasserbezogene Produkte, zum Beispiel Wasserhähne und Duschköpfe“ als eine von sieben Produktgruppen, welche die EU-Kommission per Verordnung auf Ressourceneffizienz trimmen will. (…)

Das Generalsekretariat der Kommission leitete den Arbeitsplan bereits seinem Gegenpart im Europäischen Rat zu, eine Veröffentlichungspflicht gibt es nicht – und auch kein Recht der EU-Mitglieder oder des Europaparlaments zum Einspruch gegen das Planungsdokument.

„Die Ökodesign-Richtlinie ist ein Musterstück aus Planwirtschaft und politischem Dirigismus. Mit ihrem Arbeitsplan betreten EU-Beamte bereits das Badezimmer der Bürger“, sagte der FDP-Europaabgeordnete und Umweltpolitiker Holger Krahmer. Das Parlament allerdings kann nicht nur gegen den Arbeitsplan nichts tun, auch bei der Umsetzung der Vorhaben in einzelne Gesetze ist es außen vor.(…)

Der Arbeitsplan selbst ist noch kein Gesetzesvorschlag. Er definiert zunächst diejenigen Produktgruppen, die im Rahmen der Ökodesign-Richtlinie als Nächstes einer europäischen Regulierung unterwerfen werden sollen. Gemeinsam mit Wasserhähnen finden sich auf der Liste der sieben prioritär zu regulierenden Produktgruppen unter anderem Fenster, Stromkabel, Unternehmens-Server – und Weinkühlschränke.

Studien zum Einsparpotenzial sind der nächste Schritt, der darauf folgende wiederum könnte bereits in ein Verbot herkömmlicher Armaturen münden: „Die Kommission hat vor, die Vorbereitungen für die Annahme von Umsetzungsmaßnahmen für die in diesem Arbeitsplan identifizierten Produktgruppen zu beginnen“, heißt es in dem Dokument.

Den Auftrag zu dieser Ausweitung hat die Kommission nicht vom Gesetzgeber erhalten, sondern sich selbst vorgenommen: Ein „ressourceneffizientes Europa“ gehört zu ihren selbst gesetzten Zielen, in dem Arbeitsplan bezieht sie sich konkret darauf.

  1. #1 von Theo am 28/12/2012 - 15:14

    „Das Parlament allerdings kann nicht nur gegen den Arbeitsplan nichts tun, auch bei der Umsetzung der Vorhaben in einzelne Gesetze ist es außen vor.“

    Dann ist es verfassungswidrig.

  2. #2 von Heimchen am Herd am 28/12/2012 - 16:32

    Ich frage mich, wie sieht der ENDPLAN aus??? 👿

    Was haben diese Idioten mit uns vor?

    2057: Unser Leben in der Zukunft – Die Welt

  3. #3 von Martin1 am 28/12/2012 - 18:22

    Wer Langeweile hat, seinen Posten (und das Salär dafür) rechtfertigen muss, und Macht hat, scheint dazu zu neigen, Mitmenschen immer mehr zu gängeln.

    Eine These – und jetzt liebe Brüsselaner, beweist das Gegenteil! 🙂

  4. #4 von zrwd am 28/12/2012 - 18:48

    Heimchen, es gibt keinen Endplan. Alles ist eine Funktion aus:

    g=psychische Gestörtheit, inkl Alkoholismus (Schulze)
    n=Niedriger IQ
    e=typisch sozialistischer machbesessener und herrenmenschlicher Elitarismus

    Mathematisch ausgedrückt:

    m = f((g+n)*m)

    wobei ‚e‘ das ungeplante Ergebnis des Handels eines sich seines totalitären Wesens nicht bewussten Politiker-Packs ist.

    Dig it?

  5. #5 von kongomüller am 28/12/2012 - 18:51

    das wasser wird dadurch auf jeden fall teurer, denn bei niedrigem verbrauch bleiben die fixkosten für die infrastruktur dennoch konstant und müssen in den wasserpreis eingerechnet werden.

    sie sollten lieber den spanischen landwirten das wassersparen beibringen, denn die betreiben echten raubbau an spaniens wasservorräten.

  6. #6 von SabineK am 28/12/2012 - 21:41

    Haben diese weltfremden Damen und Herren auch mal Ergebnisse bzw. Aussagen aus bzw. von Wasserwerken ausgewertet? Nein? Ok, ich habe heute meinen optimistischen Tag … 😉

  7. #7 von schweinsleber am 28/12/2012 - 22:39

    abgesehen vom äusserst fragwürdigen vorgehen des eudssr politbüros, was soll dieses wassersparzeugs denn eigentlich bringen?
    unterirdischen wasserverbindungen in die sahelzone sind mir nicht geläufig.

  8. #8 von kongomüller am 29/12/2012 - 10:19

    aussage des sprechers eines wasserwerks in einer der trockensten gegenden deutschlands während einer hitze/trockenperiode vor einigen jahren(sinngemäß):
    „wegen des größeren wasserbedarfs wird der wasserhochbehälter unserer stadt momentan nicht ein- oder zweimal täglich aufgefüllt, sondern drei bis viermal. momentan kommt daher besonders frisches und sauberes wasser aus den leitungen. engpässe wird es nicht geben“.

    das heißt auch, daß durch wassersparen mehr abgestandenes wasser aus den leitungen kommt,
    somit auch mehr gesundheitsschädliche keime.

    hauptverbraucher für wasser sind in den sommermonaten oft die beregungsanlagen der sportplätze, bekommmen die auch wassersparberegnungsanlagen?

    von unserem wasserwerk führt übrigens ein ca.20cm dickes Rohr in den nahegelegenen bach. immer wenn ich vorbeikomme, sprudelt es kräftig.
    bei mindestens einem weiteren wasserwerk in unserer umgebung verhält es sich ähnlich.
    wasserverschwendung?

  9. #9 von Heimchen am Herd am 29/12/2012 - 11:15

    So…. habe mindestens 15 Minuten herrlich geduscht, war auf Klo und habe voll abgezogen!

    Es ist überall schön warm im Haus, alle Zimmer sind hell beleuchtet! Höre meine
    Lieblings-CD auf der Stereoanlage, auch voll aufgedreht! Habe meinen PC laufen, der ist
    fast den ganzen Tag an!

    Gleich schalte ich den Geschirrspüler an und die Waschmaschine, alles ohne Spartaste,
    denn ich möchte, dass die Sachen auch wirklich sauber sind und nicht nur oberflächlich!

    Es gibt Dinge, bei denen spare ich NIEMALS und das ist WASSER, STROM und HEIZUNG!!!
    Und das lasse ich mir auch NICHT verbieten!!!

    Man gönnt sich ja sonst nichts! 🙂 🙄

  10. #10 von Heinz Ketchup am 29/12/2012 - 11:44

    Hier ist auch ein interessanter Artikel der ZEIT zum Thema Wassersparen:

    Schluss mit dem Wassersparen!

    Es hilft weder den Kindern in Afrika noch der Umwelt, führt aber zur Rohrverstopfung. 😯

    http://www.zeit.de/2012/14/Wasserversorgung

  11. #11 von Hans im Unglück am 30/12/2012 - 16:45

    Es gibt kein EU-Parlament, es gibt dort nur eine teure Meinungsbörse. Die Mitgliedschaft erwirbt man durch Ernennung über eine Partei. Für Deutschland gilt “ ein Mann /Männin“ = 1/10 Stimme.
    Hat nicht auch Norkorea ein Parlament?
    Meist entscheidet die „Südschiene“.
    Die Kommission wirkt auf mich wie ein Monster.