Vorwürfe gegen Pfarrerin unbegründet

Der Versuch linksextremer Kreise, die Existenz einer Schweizer Pfarrerin durch den Vorwurf des Rassismus und „Islamhasses“ zu vernichten, ist nach über einem Jahr endgültig gescheitert. Vorausgegangen war eine in Deutschland bislang einzigartige Schmutzkampagne des Dumont-Konzerns gegen islamkritische Bürger im Herbst 2011. Dessen Zeitungen hatten auf der Grundlage von kriminell beschaffter und teilweise offenbar gefälschter  privater Korrespondenz und Chatmitschnitten unter anderen die Pfarrerin beschuldigt, für angeblich rassistische Äußerungen beim größten deutschen  Internetblog PI-News verantwortlich zu sein.

Die Kampagne wurde von unseriösen Schweizer Blättern übernommen. Nachdem bereits eine kircheninterne Untersuchung die Anschuldigungen gegen Christine Dietrich als unhaltbar erwiesen hatte (QQ berichtete), kommt jetzt die Berner Staatsanwaltschaft zum selben Ergebnis. Diese hatte sich von Amts wegen aufgrund einer Strafanzeige wegen Rassismus gegen die Pfarrerin auf der Grundlage der Presseverleumdungen mit der Angelegenheit beschäftigen müssen.

Die Berner Zeitung berichtet:

Die Untersuchung habe gezeigt, dass der Seelsorgerin von Siselen- Finsterhennen keine hetzerischen Äusserungen gegen den Islam oder gar Hasspredigten vorgeworfen werden können, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Die ihr angelasteten hetzerischen Ausdrücke stammten nicht von ihr. «Krass diffamierende Aussagen konnten ihr nicht zugerechnet werden.»

Weiter stand der Vorwurf im Raum, die Frau sei faktisch über längere Zeit Herausgeberin des Internetportals gewesen. Dadurch sei sie verantwortlich für rassendiskriminierende Texte von anderen Personen gewesen. Die Frau hatte stets bestritten, eine massgebliche Position innegehabt zu haben.

Der Sachverhalt lässt sich nicht eindeutig klären. Denn die Staatsanwaltschaft durfte ein Teil des Belastungsmaterials nicht verwerten, weil es illegal im Ausland durch Private beschafft worden war.

Staatsanwalt Urs Studer sagte auf Anfrage, beim fraglichen Belastungsmaterial gehe es unter anderem um Dokumente aus dem E-Mail- und Skype-Verkehr. Journalisten seien in Besitz dieser Unterlagen gewesen. Vermutlich handle es sich um Beute aus Hacker-Angriffen.

Die Dokumente würden womöglich die Rolle erhellen, welche die Pfarrerin in dem Blog gespielt hatte. Doch Studer hat sie nicht einmal alle gelesen: Sie dürften ja sowieso nicht verwertet werden.

Die Affäre ist für die Pfarrerin damit ausgestanden. Der Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn hatte die Vorwürfe von einem externen Gutachter überprüfen lassen und sich danach mit der Aufforderung an die Seelsorgerin begnügt, sie möge sich künftig von islamfeindlichen Blogs fernhalten.

Der Gutachter, der ehemalige Berner Regierungsstatthalter Andreas Hubacher, hatte keinen Beweis für islamophobe Äusserungen oder Schriften der Pfarrerin gefunden. Er war aber zum Schluss gekommen, dass die Pfarrerin beim Blog eine «mitbestimmende Funktion» wahrgenommen habe, auch wenn der Hauptverantwortliche offenbar ein anderer gewesen sei.

Pfarrerin Dietrich selber machte verschiedentlich geltend, sie trete vor allem für die Menschenrechte – zum Beispiel der islamischen Frauen – ein und für das Existenzrecht des Staates Israel. Sie stehe auch dem Dialog mit einem aufgeklärten Islam positiv gegenüber.

Der Kirchgemeinderat Siselen-Finsterhennen stellte sich Anfang Jahr hinter seine Pfarrerin: Dietrich habe nie Muslime beleidigt. Sie stelle jedoch kritische Fragen, wenn die Rechtsgleichheit in einem demokratischen Staat aus Gründen religiöser Rücksichtnahme nicht gewährt werden solle.

Teile der Schweizer Presse, die in die Schmutzkampagne involviert waren, können sich mit der Niederlage auf ganzer Linie noch nicht abfinden. So versucht das Biehler Tagblatt in einem  nur Abonnenten zugänglichen Artikel, der uns vorliegt,   den Verdacht gegen die erwiesenermaßen Unschuldige weiter zu nähren. Aber: Anders als die Staatsanwaltschaft hatte der Synodalrat bei seiner Untersuchung auch das illegal beschaffte Material in seine Bewertung einbezogen, ohne dadurch zu einer anderen Bewertung zu gelangen. Als einzige Schweizer Zeitung hatte seinerzeit die WELTWOCHE ihre Leser unvoreingenommen und – wie jetzt durch Synodalrat und Staatsanwaltschaft bestätigt – wahrheitsgemäß über den Fall unterrichtet (QQ berichtete).

» Radiointerview mit Pfarrerin Christine Dietrich (ab 4 Min)
» Weltwoche: Anklage: „Islamhasserin“

  1. #1 von Sebastian am 08/11/2012 - 18:21

    Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie sieht sie schuldig aus…..
    Warum hat sie ausgerechnet einen weißen Hund auf dem Arm ?
    Warum keinen Schwarzen ?

    Ist es ein Streuner oder eine Promenadenmischung ?
    Der sieht mir verdächtig reinrassig aus…..
    ….und blond ist sie auch noch .

    Ein wenig viele Zufälle, wenn man mich fragt .

  2. #2 von simbo am 08/11/2012 - 19:08

    #1 Sebastian

    😆 😆 😆

  3. #3 von Big Bang am 08/11/2012 - 19:10

    Einfach süß, die Frau Pfarrerin mit ihrem Flokatiteppich! :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

  4. #4 von Harald am 08/11/2012 - 20:27

    Dumont:

    Stets bereit
    zu jeder Zeit.

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14929

  5. #5 von schweinsleber am 08/11/2012 - 20:35

    ausnahmsweise mal eine gute nachricht.

    wieso kann man eigentlich davon nichts bei pi lesen?

  6. #6 von der Lump am 09/11/2012 - 15:13

    Schön. Eine Frage bleibt:

    „Sie stehe auch dem Dialog mit einem aufgeklärten Islam positiv gegenüber.“

    Was ist „aufgeklärter Islam“?

  1. Die Hexe war keine « quotenqueen