Vorerst kein Gesinnungstest für Sportler

BILD verleumdete die Spitzensportlerin mit dieser gehässigen Fotomontage

Die Wächter der politischen Korrektheit rudern zurück: Nadja Drygalla darf weiter für Deutschland vorwärts rudern. Innenminister Friedrich, der soeben eine Plakataktion zum Schutz mohammedanischer Jugendlicher vor Hasspredigern und Radikalen aus Angst vor eben diesen absagte, erteilt vorerst auch der Gesinnungsprüfung für Sportler eine Absage. Der Deutsche Ruderverband hatte sich klar hinter die Spitzensportlerin gestellt, die vorzeitig die olympischen Spiele in London verlassen musste, weil sie den falschen Mann liebt.

Die WELT berichtet:

Nadja Drygalla bleibt Mitglied der Ruder-Nationalmannschaft. Trotz ihrer vorzeitigen und schlagzeilenträchtige Abreise von den Olympischen Spielen in London hält die Verbandsspitze weiter an der 23 Jahre alten Rostockerin fest.

«In freundschaftlicher, konstruktiver Atmosphäre hat Siegfried Kaidel bekräftigt, dass der Verband voll hinter seiner Athletin steht», hieß es in einer Presseerklärung des Deutschen Ruderverbandes (DRV) im Anschluss an ein Treffen mit Drygalla in Hannover. Der DRV-Vorsitzende Kaidel hatte auf dieses Gespräch gedrängt, um die sportliche und berufliche Zukunft der Ruderin zu erörtern. (…)

Ob Drygalla in das Sportförderprogramm der Bundeswehr aufgenommen wird, bleibt weiter offen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat seine Stellungnahme zur Aufnahme der Ruderin eingereicht. Damit liegen alle Materialien vor, die für eine Prüfung des vom DRV gestellten Antrags benötigt werden. Zunächst hatte der Verband die Bundeswehr gebeten, den Aufnahmeantrag für die Sportförderung zurückzustellen, aber wenige Wochen später einen neuen Anlauf gestartet. Das Verteidigungsministerium schließt nicht aus, dass Drygalla schon bald Sportsoldatin wird.

Die Causa Drygalla hatte in Sport und Politik für heftige Diskussionen gesorgt. Nach ihrer Abreise aus London waren die schon zuvor im Innenministerium angestellten Überlegungen über ein Demokratiebekenntnis für Spitzensportler wieder ein Thema. Daraufhin hatte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) erklärt, dass entsprechende Pläne zu den Akten gelegt wurden: «Jede Art von Gesinnungsschnüffelei darf nicht vorkommen.»

  1. #1 von Ich - gegen Nazis und Leute, die sich so verhalten am 22/09/2012 - 10:34

    Man kann nur hoffen, dass die junge Dame die Konsequenzen daraus zieht, und auf diesen Staat sch…..! Eine Zukunft hat sie im deutschen Sport sowieso nicht mehr. Alles was jetzt gemacht wird, dient nur zum Reinwaschen der Funktionäre und Politiker.

  2. #2 von Heimchen am Herd am 22/09/2012 - 12:13

    Wenn ich Nadja wäre…. ich würde für ein anderes Land rudern!

  3. #3 von Westgermane am 22/09/2012 - 16:14

    Das freut mich für Sie.
    Ich hoffe das Sie ihr Leben wieder auf die Reihe bekommt.
    Ihre Sportliche Zukunft ist eh dahin.
    Herrn Friedrich wünsche ich allerdings das Gegenteil 🙂

  4. #4 von zrwd am 22/09/2012 - 17:58

    kein Wunder, denn schliesslich hat sich Edathy für sie eingesetzt:
    ‚Und wenn Frau Drygalla selber keine Rechtsextremistin ist und sich nicht entsprechend betätigt, dann muss ich wirklich sagen – das sage ich zum vierten oder fünften Mal -, das ist dann ihre private Angelegenheit. Und ich möchte nicht in einer Republik leben, in der wir anfangen, unter die Bettdecke unserer Bürger zu gucken.‘
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1832492/

  5. #5 von Martin1 am 23/09/2012 - 02:05

    Der (rot eingekreiste) Typ auf dem Foto soll ein „Rechtsextremer“ sein?

    Hey dpa: Falsches Bild herausgesucht: Er hat ein ANTIFA-T-Shirt an. Das ist einer aus dem linken schwarzen Block!

    Und diese Drygalla wirkt schon ganz schön maskulin…

    Anyway, durch diesen Skandal ist nun auch dem Letzten klar geworden, dass wir uns in Deutschland erneut auf bestem Weg in eine Gesinnungsdiktatur bewegen! 😦

  6. #6 von Jeremias am 23/09/2012 - 02:25

    Ist doch klar: Der Fall Drygalla hat doch eines klargemacht. Du kannst noch soviel trainieren und auf eine Menge Freizeit verzichten.
    Wenn deine politische Einstellung nicht korrekt ist, darfst du bei der Olympiade nicht dabei sein.
    Welch verheerendes Bild da potentiellen Olympioniken vermittelt wird. Streng dich nicht an, wenn du nicht mit einem DOSB-Funktionär ein kleines Schläfchen wagst, war alles für die Katz.