Belgien auf dem Weg unter die Scharia

Für „friedliche Eroberer“ durch Einwanderung ist ein Land umso leichtere Beute, je weniger Einwohner es hat. In Europa bietet sich hier besonders Belgien an, das mit einigen Millionen Mohammedanern schon spürbar unter den Einfluss des Islam gerät. Von dem manchmal herbeihalluzinierten „Euroislam“ ist dabei wenig zu bemerken. Im Gegenteil, es scheint so, als ob die Immigranten sich in westlichen Ländern, wo es wenig bis keinen staatlichen Widerstand dagegen gibt, besonders oft den extremsten Formen ihrer Glaubensausübung zuwenden.

Die NZZ berichtet ohne ideologische Scheuklappen:

Ein Belgier marokkanischer Herkunft, Fouad Belkacem alias Abou Imran, ist Anfang Juni in Antwerpen verhaftet worden. Unter anderem wird er des Aufrufs zur Gewalt beschuldigt. Der 30-jährige Belkacem ist der Anführer der radikalen Gruppe Shariah4Belgium (Scharia für Belgien). Er war schon früher wegen ähnlicher Vergehen verurteilt worden; gegen ein Urteil vom Februar dieses Jahres legte er Berufung ein, was den Vollzug der Strafe aufschob. Andernfalls sässe er seither für ein Jahr hinter Gittern. Ein Gericht in Antwerpen hat nun jedoch Untersuchungshaft gegen ihn verhängt. Es heisst, in Marokko sei er in Abwesenheit wegen Drogenhandels verurteilt worden.

«Ein Gang durch Kabul»
Wer die Grossstadt Brüssel durchstreift, mag sich wundern, dass ganze Viertel ethnisch eindeutig geprägt sind, und zwar nicht von dem, was man traditionell als belgisch bezeichnen würde. Es gibt ein türkisches Quartier in der Nähe des Botanischen Gartens, das afrikanische oder genauer kongolesische Viertel bei der Porte de Namur und jede Menge muslimische Gegenden, in Anderlecht, Molenbeek, St-Gilles. Ein weitgereister Bekannter beschrieb jüngst seinen Weg vom Zentrum zum Südbahnhof auf dem Boulevard Lemonnier als einen Gang durch Kabul.

Die Konzentration von Zuwanderern gleicher Herkunft gereicht oft zu jener «Bereicherung», wie sie die politische Korrektheit erwarten lässt – oder vorschreibt. Doch jenseits hübscher Auslagen mit Gemüse und Früchten, die viel billiger sind als im herkömmlichen Supermarkt, ist die fremde Prägung aber wohl auch ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Integration einer grossen Zahl Fremder nicht leichtfällt oder kaum stattfindet. Es ergibt sich in Brüssel ein Puzzle verschiedener, abgetrennter Teile, nicht eine Synthese. Dies wird in anderer Hinsicht dadurch bestätigt, dass die Diskriminierung der Zuwanderer und von deren Kindern auf dem Arbeits- und dem Wohnungsmarkt laut diversen Quellen krass sein kann.

Weitgehend muslimische oder «marokkanische» Quartiere bieten Extremisten Nährboden und Unterschlupf. Zwar ist Shariah4Belgium vor allem in Antwerpen aktiv, doch sind etwa in Molenbeek, einem Teil Brüssels, der abseits touristischer Pfade liegt, ebenfalls radikale Kräfte am Werk. Diese wirken darauf hin, dass Läden keinen Alkohol anbieten oder deren Verkaufsgut «halal» zu sein hat, religiösen Vorschriften entsprechend, was etwa bedeutet, dass Fleisch von geschächteten Tieren stammt, die vor dem Schlachten nicht betäubt werden.

Laut einem Fernsehbericht der Deutschen Welle wurden ihre Mitarbeiter in Molenbeek schon 2006 von einer Art selbsternannten muslimischen Sittenpolizei bedroht, als sie auf einem Markt – und damit auf öffentlichem Grund – filmten. Immer wieder kommt es dort zu Zwischenfällen, von denen jeder für sich wenig bedeutsam ist, als Serie jedoch zeigt, dass Extremisten mit langem Atem am Werk sind. In gewissen Quartieren der flämischen Metropole Antwerpen sollen Islamisten ebenfalls als selbsternannte Sittenwächter unterwegs sein, Wirte dazu zwingen, kein Bier zu verkaufen, und Frauen belästigen, deren Schleier nicht noch die letzte Haarsträhne verdeckt.

Belkacem sei ein gescheiterter Mechaniker, sagt Peter Calluy, der ihn seit langem kennt. Calluy war Sozialarbeiter in Boom, einem Städtchen in der Nähe von Antwerpen, als Belkacem dort aufwuchs. Laut Calluy war Belkacem schon als Jugendlicher ein Unruhestifter, der eine kleine Gruppe von Getreuen angeführt habe, die sich als Tugendwächter aufgespielt hätten. Calluy arbeitet an einem Buch, in dem er aufzeigen will, wie früh erkennbar war, dass Belkacem und eine andere, diskretere Gruppe von Fundamentalisten – «Jeunesse pour l’Islam» – das permissive belgische Umfeld missbrauchen und mit dem Gesetz in Konflikt geraten würden.

Verhallte Warnungen
In einem ruhigen Hinterhof in Boom erzählt Calluy, er habe seine sozialistischen Parteifreunde, diverse Bürgermeister, andere Politiker und Minister schon vor Jahren mit Dossiers über Belkacem und Konsorten versorgt und warnend betont, dass der von politischer Korrektheit vorgeschriebene Multikulti-Ansatz zum Scheitern verurteilt sei. Statt angehört zu werden, habe er seine Stelle als Sozialarbeiter verloren.

Zuvor erlebte er mit, wie in einer Abteilung des Sozialamtes von Mechelen – einer Stadt zwischen Brüssel und Antwerpen –, während des Ramadans jedermann dazu angehalten wurde, tagsüber im gemeinsamen Essraum auf die Einnahme von Mahlzeiten zu verzichten, um die muslimische Minderheit unter dem Personal nicht zu behelligen. Derselbe Vorgesetzte, der dies unter dem Deckmantel kulturellen Respekts durchsetzte, habe mit Belkacem in Boom in Kontakt gestanden und dessen Versuche unterstützt, einen zuvor geschlossenen Jugendklub der Gemeinde zu behändigen. Das Experiment jugendlicher Selbstverwaltung des Klubs habe beendet werden müssen, weil Belkacem und die Seinen mit Steinen auf andere Nutzer wie etwa eine Gruppe von Homosexuellen losgegangen seien. Zudem hätten sie Zapfhähne demontiert, damit kein Bier mehr ausgeschenkt werden könne.

Calluy hebt mehrmals hervor, sein Lebensweg sei nicht eben geradlinig verlaufen und er fürchte sich so leicht nicht. Das sei auch der Grund gewesen, warum er sich anerboten habe, den Job als Sozialarbeiter in Boom – seinem Heimatort – überhaupt zu übernehmen. Er sei ein Ex-Gangster, sagt er, nur halb im Scherz, weswegen er es mit Gangstern wie Belkacem aufgenommen habe. Dieser habe ihm gegenüber einmal gesagt, Geld sei für ihn kein Problem. Laut Calluy ist dieser, obwohl arbeitslos, mehrfach nach Saudiarabien geflogen und hat für Eingeladene unentgeltliche Reisen in die Niederlande angeführt, wo sie einen fundamentalistischen Imam besucht hätten.

«Belgien wird übernommen»
Im Internet tritt Belkacem in vielen Videos in Erscheinung; manche davon hat Youtube vom Netz genommen, da sie angeblich Hass säten. In einem Video schreitet Belkacem mit einer Gruppe von Anhängern resolut durch einen Park und erklärt, Demokratie sei ketzerisch, da nur Allah Gesetze erlassen könne, nicht das Volk. Die Muslime würden sich nicht mehr aus Belgien vertreiben lassen. Wem das nicht passe, der packe besser gleich seine Koffer. Sei Belgien einst ein islamischer Staat, werde man ausschwärmen, Palästina befreien und den Islam über den Rest der Welt verbreiten.

Solche Phantastereien wären laut Calluy nicht weiter besorgniserregend, gäbe die Politik in Belgien darauf die richtige Antwort. Doch das Gegenteil sei der Fall: Die sozialen Dienste und die für Integration zuständigen Ämter würden den Muslimen verheissen, die belgischen Institutionen würden dereinst so umgestaltet, dass sie islamischen Anforderungen – mutmasslich definiert von Leuten wie Belkacem – entsprächen. Calluy glaubt nicht, dass Belkacem selbst das Zeug zum Terroristen hat, doch würde er Terroristen unterstützen, wenn solche in Belgien einen Anschlag planten, sagt der Sozialarbeiter und ehemalige Fernfahrer. Calluy beschreibt, wie die Fundamentalisten vorgehen: Sie würden jede Menge islamischer Gruppen bilden, für Frauen, für Kinder, für Alte, für diese und jene. Angesichts von deren Vielzahl würden sie dann Berücksichtigung erheischen, etwa bei der Organisation öffentlicher Veranstaltungen oder bei Anhörungen. Dann träten diese Gruppen vor und forderten Respekt für ihre Eigenart: getrenntes Baden für Mädchen, kein Ausschank von Alkohol, keine belgischen Würste mit Schweinefleisch und so weiter. Vor ein paar Jahren bereits forderten Muslime einen gesetzlichen, nicht an ein Datum gebundenen Feiertag für ihresgleichen, um nach Belieben einen vom Mondjahr abhängigen islamischen Feiertag begehen zu können. Die belgischen Sozialpartner lehnten ab.

Einfluss islamischer Staaten
Manche Gruppen und Organisationen – etliche christlich oder nationalistisch geprägt – malen das Gespenst einer raschen Islamisierung Brüssels, Belgiens und ganz Europas an die Wand. Mit demografischen Daten lässt sich derlei scheinbar schlüssig belegen, was jedoch unterstellt, dass sich die Zuwanderer in Zukunft nicht besser integrieren. Calluy argumentiert, gegenüber den nicht radikalisierten Zuwanderern müsse der Staat klar signalisieren, dass ihnen die hiesigen Gesetze Schutz vor Extremisten wie Belkacem böten, dass ihr Interesse einzig durch Integration garantiert sei.

Die flämische Journalistin Hind Fraihi, die in Molenbeek als Studentin getarnt recherchierte und danach ein Buch publizierte, kam zum Schluss, die muslimische Jugend verfalle zunehmend der islamistischen Radikalisierung. Dem widerspricht Bilal Benyaich, der ein eigenes Buch über das Thema in Arbeit hat. Demnach radikalisieren sich zwar viele echt Gläubige, da die Religion in fremdem Umfeld Identität biete, doch unter den Zugewanderten befänden sich viele – laut Benyaich gut ein Drittel –, die sich nicht länger über Religion definierten.

Da aber religiöse und staatliche Gesetze der Herkunftsländer die Lossagung vom Islam verböten, bekennen sich laut Benyaich nur wenige dazu, sich von der Religion abgewandt zu haben. In seinem Buch will er auch belegen, dass die Regierungen von Marokko, der Türkei, von Iran und Saudiarabien unter den Muslimen Belgiens sehr aktiv seien und ihre eigenen politischen, ideologischen und ökonomischen Ziele verfolgten. Der ebenfalls in Flandern aufgewachsene Benyaich glaubt allerdings, das Problem mit den Islamisten werde sich in zwei Generationen von selbst erledigen. Indirekt stimmt er darin mit dem völlig anders gearteten Calluy überein: Religion taugt nicht als Vehikel der Integration. Darauf lässt sich oft auch die Aussage radikalerer Kräfte reduzieren, die das Abendland in Gefahr sehen: Es geht nicht um Toleranz, sondern um Rechtsstaatlichkeit und die Trennung von Kirche und Staat.

  1. #1 von susi bibelmaus am 03/08/2012 - 17:15

    Man kann es nicht oft genug sagen: Das europäische Imperium, eine diktatorisch korrupte Reinkarnation des alten Babels, ist realer und offensichtlicher als je zuvor!
    .
    Nicht nur das Europäische Parlament in Brüssel wurde dem äußeren Aussehen des Babelturmes nachempfunden, auch seine diktatorischen Züge bisher noch sich zurückhaltender Führer werden offensichtlicher denn je. Schäuble spricht gerade jetzt von einer noch intensiveren Vergemeinschaftung Europas, nachdem sich die politischen Führungen im Aufwind ihrer Unantastbarkeit sicher sein konnten keine Repressalien in Amt und Würden erdulden müssen. Widerstand und berechtigte Verweigerungshaltungen parlamentarischer Gegner dieses Europas werden lächerlich gemacht und in einem Trommelfeuer aus Medienberichten- Talkshows und stündlichen Interviews wechselnder Akteure die Rückständigkeit der Europagegner an den Pranger gestellt. Europa und seine Verfechter haben den Weg zu einem demokratischen Land in dem Milch und Honig fließen längst verlassen, ihn aber auch nie wirklich beabsichtigt!
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    Unter dem Motto „irgendwas bleibt immer hängen“ schmeißen Despoten und lokale Fürsten imperialer Friedensbringer so mit Dreck auf jeden der es wagt, sich ihrem diktatorischen Größenwahn in den Weg zu stellen. Gleich des finalen Kampfes imperialer Sturmtruppen mit den freien Welten der rebellischen Allianz aus Krieg der Sterne, sind die Parallelen des dortigen Imperiums mit dem sich hier äußernden europäischen Gebilde mehr als deckungsgleich! Die Handlung dort und hier, zeigt den Beginn, die Koalitionen, die Intrigen als auch den Verrat um den Kampf von Gut und Böse auf. Die Protagonisten dort und hier fochten mit denselben Waffen, benutzten die gleichen Argumente und schmiedeten identische Koalitionen in Gut und Böse, und dennoch reichten Überzeugungen nicht aus um den Kampf zu verhindern. Wie die Geschichte ausging…wissen wir.

    Kleine Meilensteine wie Vorratsdatenspeicherung, Zentralisierung in Form einer Einheitsnummer für Kauf und Verkaufskontrolle nach biblischem Vorbild der Offenbarung oder auch Harmonisierung der Renteneintrittsalter aber auch Anpassung bilateraler Kommunikationsüberwachung, sind nur einige Beispiele für eine unausweichliche Etablierung des europäischen Imperiums. Und auch schon laut wurde über einen Europäischen Präsidenten nachgedacht, unter dessen Führung dann alle Fäden zusammen laufen! Wohl dem, der einmal die Bibel gelesen hat und aus ihr den kommenden falschen Messias für dreieinhalb Jahre vorgetäuschtem Weltethos erkennt und ihm zur gegebenen Zeit den Gehorsam verweigert!
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    Und dann noch Brüssel, jenes europäisch wiederbelebte Babylon, dass europäisch an erster Stelle genannt wird wenn es um Gewalt und Verbrechen geht!
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    Widersteht dem Bösen!
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    susi

  2. #2 von His-real-light am 03/08/2012 - 17:26

    Früher gabs Belgisch-Kongo, heute Kongolesisch-Belgien! 😆

  3. #3 von kongomüller am 03/08/2012 - 20:02

    belgien wird vor die hunde gehen dank islamischer einwanderung.
    ich prophezeihe, daß in nicht allzu ferner zukunft der nochnichtmuslimische bevölkerungsanteil sich in eupen-malmedy sammeln und den anschluß an deutschland anstreben wird um dem islam-gau zu entkommen.
    falls eupen-malmedy nicht vorher schon als gegenleistung für die übernahme belgischer staatsschulden durch eu-zahlmeister deutschland dahin zurückkehrt, wo es schon immer hingehört.
    für eine ähnliche äußerung wurde ich bei pi zensiert.

  4. #4 von kongomüller am 03/08/2012 - 20:56

    oh, sorry, habe beim letzten beitrag meinen namen ohne „r“ geschrieben.
    kann man das korrigieren?

    QQ: Haben wir erledigt

  5. #5 von His-real-light am 04/08/2012 - 15:33

    Kenn ich noch gar nicht Eupen-Malmedy. Schön da? Coole Clubs? Dann nehmen wir die gerne. Aber wenn´s nur Schulden sind… good smoke. 😎

  6. #6 von Martin Schrödl am 06/08/2012 - 21:09

    @kongomüller

    Sagen Sie mal, wie kommen Sie eigentlich darauf, daß die Islamisierung vor Eupen und Malmedy haltmachen wird? 🙄

  7. #7 von Martin Schrödl am 07/08/2012 - 15:03

    Hmmm… und wenn mir jetzt noch jemand erklären kann, was die den Ramadan einhaltenden Muslime des Sozialamts Mechelen tagsüber im gemeinsamen Essraum verloren haben, stelle ich auch keine weiteren Fragen mehr. Versprochen! 😀