Ka..en unter Polizeischutz

In der Westschweiz erregt eine Romahochzeit die Gemüter. Die Landfahrer hatten die Wiese eines Bauern unter Drohungen illegal besetzt und feierten dann – unter Polizeischutz vor den aufgebrachten Nachbarn – eine Großhochzeit. Zurück bleiben Abfall, Exkremente und viel böses Blut.

20 Minuten berichtet:

Der Sprecher der Walliser Kantonspolizei, Jean-Marie Bornet, sprach von einem «erbärmlichen Schauspiel». Die extra aufgestellten Abfallkübel seien nur teilweise benützt worden, sagte er auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Am Sonntagnachmittag stand auf der Wiese bloss noch das Zelt, in dem am Samstag die Hochzeit gefeiert worden war. Es sollte noch am selben Tag von der Verleih-Firma wieder abgebaut werden.

Die Fahrenden, die vor allem aus Frankreich und Deutschland angereist waren, zogen weiter. Einige gingen am Sonntag zurück nach Frankreich, andere fuhren in Richtung Freiburg oder installierten sich auf dem offiziellen Walliser Stellplatz in Martigny.

Die Walliser Polizei habe die Behörden in den Nachbarkantonen über die campierenden Gäste informiert, sagte Bornet. In den vergangenen Jahren sei ein entsprechendes Informationssystem etabliert worden.

Ansonsten habe die Polizei keine besonderen Zwischenfälle registriert, hielt Bornet fest. Dies, obwohl es im Vorfeld der Roma-Hochzeit zu Wichtigtuereien und Drohgebärden – von Seiten der empörten Bevölkerung wie auch der Roma – gekommen sei.

Am vergangenen Sonntag hatte die ungewöhnliche Hochzeitsgesellschaft mit ihren rund 60 Campern eine Wiese in der 2000 Einwohner zählenden Gemeinde Collombey-Muraz in Beschlag genommen. Darauf entbrannte ein Streit zwischen dem Bauern, der das Grundstück bestellt, und den Roma. Der Bauer reichte am Montag gar eine Anzeige wegen Drohung ein.

Schliesslich handelten die Fahrenden unter Vermittlung der Polizei mit dem Grundstücksbesitzer einen Kompromiss aus: Die Roma mussten 5500 Franken «Miete» bezahlen und sollten das – saubere – Grundstück bis am Sonntag, 12 Uhr, verlassen haben.

Der ausgehandelte Miettarif entsprach dem Preis, den die Roma auf dem offiziellen Stellplatz in Martigny hätten bezahlen müssen. Dort haben allerdings nur rund 30 Wohnwagen Platz. Deshalb wich die viel grössere Hochzeitsgesellschaft auf die Wiese in Collombey-Muraz aus.

In der Gemeinde erhitzten sich die Gemüter im Verlauf der Woche immer mehr. Die Medien – vor allem in der Westschweiz – berichteten täglich über das Roma-Fest, das auch in den sozialen Netzwerken hohe Wellen warf. Im Internet wurden mehrere Drohungen gegen die Hochzeitsgesellschaft ausgesprochen.

Zahlreiche Anwohner störten sich an Abfall und Exkrementen, welche die Camping-Karawane hinterlasse und äusserten Sicherheitsbedenken. Die Polizei reagierte mit einem erhöhten Aufgebot rund um den Ort, wo die Hochzeit stattfand, und sperrte sogar einige Strassen ab.

In der Westschweiz sind die Fahrenden zurzeit ein kontrovers diskutiertes Thema. Neben dem Wallis sieht sich auch das Waadtland in diesem Jahr mit einer steigenden Zahl campierender Roma konfrontiert.

«Die offiziellen Plätze in der Waadt sind für 70 Wagen ausgelegt. Aktuell sind es zwischen 140 und 150 Wagen», sagte Pierrette Roulet-Grin, die für den Kanton Waadt als Mediatorin amtet, vergangene Woche zur Nachrichtenagentur SDA. 95 Prozent der Personen stammten aus Frankreich.

Roulet-Grin berichtete von zahlreichen Konflikten zwischen den Fahrenden und den Nachbarn oder Grundstückbesitzern, auf deren Feldern sich die Roma niederlassen. Sie müsse mehrere Male pro Woche ausrücken, um Streit zu schlichten. In der Waadt soll nun eine Arbeitsgruppe nach Lösungen suchen.

Bevor die Arbeitsgruppe diese Aufgabe angehen konnte, machten verschiedene Gruppierungen bereits auf eigene Faust gegen den Anlass mobil. Eine Facebook-Gruppe rief zu einer Putzaktion auf, über 200 aufgebrachte Bürger demonstrierten zudem am Sonntagnachmittag gegen die Untätigkeit der Behörden.

Prominente Unterstützung erhielten die Gegner der Roma-Hochzeit auch aus dem Parlament. An einer Kundgebung am Sonntagnachmittag sprachen unter anderem SVP-Nationalrat Oskar Freysinger und CVP-Nationalrat Yannick Buttet vor den verärgerten Dorfbewohnern und Demonstranten. Freysinger, der in Bern einen Vorstoss zum Thema einreichen wird, polterte: «Der Staat hat jene beschützt, die sich nicht an das Gesetz halten. Das geht nicht.» Schon vergangene Woche bezeichnete er die Vorkommnisse rund um die Roma-Hochzeit als «Skandal».

  1. #1 von Hans am 31/07/2012 - 14:51

    Wofür steht „Ka..en“? Kameraden? Kannibalen? Kastraten? Oder was?

  2. #2 von Nächstenliebe am 31/07/2012 - 15:08

    Katzen 😉

  3. #3 von Hans am 31/07/2012 - 15:23

    #2 von Nächstenliebe am 31/07/2012 – 15:08

    Danke! Da hätte ich ja auch selber drauf kommen können! Potzblitz, jetzt bin ich aufgeklärt.

  4. #4 von Sophist X am 31/07/2012 - 15:28

    Schreibt bitte ganz, was ihr sagen wollt, oder schreibt es garnicht. Davon abgesehen dürfte der korrekte politisch nicht korrekte Ausdruck eher Zigeuner sein, da Kanaken sesshaft sind und bisher keine Neigungen zeigen, auf Schweizer Wiesen einen Saustall zu hinterlassen.

  5. #5 von quotenschreiber am 31/07/2012 - 16:33

    Nein, Kanaken war nicht gemeint. Sehen wir erst jetzt, dass es etwas irreführend ist. Es war die Tätigkeit gemeint, die die Hinterlassenschaft verursacht. Kacken.

  6. #6 von simbo am 31/07/2012 - 17:20

    hahaha…. Nächstenliebe hat die fehlenden Buchstaben (2) richtig eingesetzt….
    Und ich wusste natürlich, was gemeint war und liess mich nicht irreführen. Nur wollte ich dieses Ka..wort nicht schreiben, ist nicht so mein Ding die Fä.alsprache.

  7. #7 von Heimchen am Herd am 31/07/2012 - 18:44

    Ich weiß gar nicht was ihr Alle habt…. 🙄

    Seht es doch mal so…. 😉

    Wo wohnt die Boehmer eigentlich? Die nächste Hochzeit könnte man ja mal bei ihr… 😉

  8. #8 von max am 31/07/2012 - 21:15

    In Italien laufen schon die Förster Streife wegen Krimineller Ausländer und der Bürgermeister fordert Militär an.In Deutschland liest man nichts davon…

    http://dolomitengeistblog.wordpress.com/2012/07/26/eurabia-trentino-sudtirolmultikulti-nein-danke/#more-8540

    Und zu den Z. Indien ist groß genug und für paar Milliarden nehmen sie bestimmt geren alle auf.Dort können sie umher ziehen im Land ihrer Vorfahren.

  9. #9 von Heinz Ketchup am 31/07/2012 - 23:40

    Während die Zigeuner (ziehende Gauner) in der Schweiz nach der Feierei weiter gezogen sind, ist so etwas z.B. in Dortmund Dauerzustand: 😦

    http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/Die-Probleme-in-der-Nordstadt-sind-zurueck;art930,1720561

  10. #10 von Nächstenliebe am 01/08/2012 - 00:11

    #9 von Heinz Ketchup

    Dortmund nördlich des Hauptbahnhofs kann man komplett abschreiben, wie es auch die Ruhr Nachrichten erkennt.
    Dass sich hier ein Teil des Ruhrgebietes langsam zu einer Kloake entwickelte, war für die Multi-Kulti-Verantwortlichen lange absehbar.

    Der Dortmunder aber begnügt sich mit Brot und Spielen.
    Wenn er in der Nordstadt auf dem Borsigplatz als Heimstätte des BVB hupend bei Erfolgen im Kreis fährt, ist es ihm egal, was seit Jahren drumherum passiert.
    Eine andere Regierung als SPD kennen die auch gar nicht.
    Da herrscht ein Filz wie bei Breschnew.

  11. #11 von schweinsleber am 01/08/2012 - 00:30

    Wenn der Wauwaubesitzer das Häufchen seines Flohballes nicht in den Robidog schafft, gibts umgehend Ärger mit der Pozilei…

  12. #12 von Olaf am 01/08/2012 - 01:54

    Ich hab auch nicht kapiert, was mit Ka..en germeint war, das war zu schwer;)