Bundeswehr will bewaffnete Drohnen

Bisher verwendet die Bundeswehr, etwa im Afghanistankrieg, nur unbewaffnete Drohnen zu Aufklärungszwecken, die in einem komplizierten Verfahren über die Firma Rheinmetall vom israelischen Hersteller geleast werden. Doch jetzt hätten die Militärs gerne auch bewaffnete unbemannte Flieger, wie die Amerikaner. Eine drollige Idee zu einer Zeit, da der Bundesanwalt gegen die USA wegen der Tötung eines türkischen Terroristen mit deutschem Pass im Kriegsgebiet ermittelt. Werden die neuen Drohnen angeschafft, müssen die weit entfernt steuernden Piloten dann gut obacht geben, niemanden zu treffen – sonst geht es direkt in den deutschen Knast. Glück für die Soldaten im Rechtskonflikt: Der Anschaffung soll eine gründliche öffentliche Diskussion vorangehen. Das heißt in Deutschland: Bis wir uns einig werden, gibt es eh keine Kriege mehr auf der Welt.

Der FOCUS berichtet:

Die Bundeswehr prüft die Anschaffung von bewaffneten Kampfdrohnen. Der Entscheidung solle eine „breite Diskussion“ in der Öffentlichkeit über die Notwendigkeit der umstrittenen Waffensysteme vorausgehen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag in Berlin. Das Ministerium stehe erst „am Anfang der Überlegungen“. Generell gälten unbemannte Drohnen als „das Mittel der militärischen Luftfahrt der Zukunft“, sagte der Sprecher. „Dieser Entwicklung muss man sich stellen.“

Bislang setzt die Bundeswehr Drohnen nur zur Aufklärung ein – etwa in Afghanistan. Über bewaffnete Drohnen verfügt sie nicht. Solche bewaffneten Systeme nutzen zum Beispiel die USA häufig in Afghanistan und Pakistan, aber auch im Jemen, um mutmaßliche Terroristen zu töten. Dabei gibt es immer wieder Opfer unter der Zivilbevölkerung, weswegen die Waffensysteme sehr umstritten sind.

Soll die neue Drohne bewaffnet werden?
Die Bundeswehr setzt in Afghanistan derzeit Aufklärungsdrohnen vom Typ „Heron 1“ ein, die sie im Rahmen eines Leasing-Vertrags betreibt. Dieser Vertrag sei kürzlich bis Oktober 2014 verlängert worden, sagte der Ministeriumssprecher. Ziel der Bundeswehr sei es, ein „eigenes System“ in Betrieb zu nehmen. Als Nachfolgemodell werde derzeit die US-Drohne „Predator B“ geprüft.

  1. #1 von mike hammer am 29/07/2012 - 16:32

    was die haben unbewffnete geleast?
    nur auge keine faust ?
    dumm.
    aber die heron
    ist ja nur geleast, man kann ja bewaffnete varianten bestellen. 😉

  2. #2 von Tavor Galil am 29/07/2012 - 16:59

    Die haben dann bestimmt statt Sprengköpfe
    Bohrköpfe 🙄

  3. #3 von mike hammer am 29/07/2012 - 18:21

    #2 von Tavor Galil
    😀 😀 😀

  4. #4 von Krokodil am 02/08/2012 - 18:14

    „Bis wir uns einig werden, gibt es eh keine Kriege mehr auf der Welt.“

    Wer ist „wir“?
    Ansonsten treffend.

    Wahrscheinlich ist die Lösung die Dinger zu leasen ein Kompromiss im Sinne des neuen Trends, die Idee „kauf nicht beim Juden“ (weitere Informationen bei Indymedia, Spiegel SZ etc. 😉 in die Tat umzusetzen.