Spenderorgane nach Jordanien verschoben

Organspende ist eine gute und oft lebensrettende Maßnahme und wird zurecht beworben. Allerdings sollte die Verwendung der wertvollen Organe dann auch entsprechend den Gesetzen erfolgen. Nicht wer am meisten zahlt, sondern wer das Organ am dringendsten benötigt, sollte zuerst an die Reihe kommen. Ein Oberarzt ungenannter Herkunft, der bereits in Regensburg wegen der Verschiebung von Organen nach Jordanien auffiel, hat sein schmutziges Geschäft an der Uniklinik Göttingen offenbar dreist fortgesetzt. Trinkfeste deutsche Lebern sollten aber zunächst für Europäer verwendet werden.

Das Hamburger Abendblatt berichtet:

Der Skandal um einen möglichen Betrug bei Organspenden an der Uniklinik Göttingen geht in die nächste Runde. Ein weiterer Arzt in leitender Funktion wurde vom Dienst freigestellt, teilte die Klinik am Donnerstag mit. Der Verdacht, dass der Mann an Manipulationen bei Organtransplantationen beteiligt war oder selbst manipulierte, habe sich erhärtet. Der Arzt bestreite die Vorwürfe, sagte der Sprecher der Unimedizin, Stefan Weller. Die Staatsanwaltschaft in Braunschweig bestätigte die Ermittlungen. Die Wohnung und der Arbeitsplatz des Mannes seien durchsucht worden. Zugleich wurden am Donnerstag neue Vorwürfe gegen den Göttinger Oberarzt laut, der – wie vor einer Woche bekanntwurde – Krankendaten gefälscht haben soll, um die eigenen Patienten bei Spenderlebern zu bevorzugen.

Nach Angaben der Uniklinik in Regensburg soll der Arzt dort schon 2005 für Missstände bei Transplantationen gesorgt haben. Der 45-Jährige hatte vor seiner Zeit in Göttingen in Regensburg gearbeitet. Damals seien verbotenerweise Patienten aus Jordanien auf eine Warteliste für europäische Transplantationspatienten gesetzt worden, sagte die Sprecherin des Regensburger Klinikums, Cordula Heinrich.

Zudem sei eine Leber in Jordanien transplantiert worden. „Das hätte so nicht sein sollen“, betonte die Sprecherin, die einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ bestätigte. Die Missstände in Regensburg deckte 2006 die Bundesärztekammerkommission auf. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelte damals, stellte ihre Untersuchungen aber ein.

Von den Regensburger Vorfällen habe man bei der Einstellung des Oberarztes nichts gewusst, sagte Weller von der Uniklinik Göttingen. Man habe erst Anfang des Jahres davon erfahren und den Beschuldigten bei seiner Suspendierung im November 2011 daher nicht damit konfrontieren können. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt wegen Bestechlichkeit. Insgesamt werden 23 Fälle aus den Jahren 2010 und 2011 untersucht. Zunächst war von 25 Fällen die Rede.

  1. #1 von Nächstenliebe am 27/07/2012 - 13:37

    Als nächstes wird bekannt, dass dieser Arzt zufällig einen arabischen Namen trägt, keine Approbation besitzt und von Beruf LKW-Fahrer und Hütchenspieler war.

  2. #2 von Olaf am 27/07/2012 - 17:36

    Es geht um viel Geld, da bin ich nicht überrascht über den Betrug der Ärzte.
    Es ist wie im Film „Ritter der Kokosnuss“, wenn die Leichen eingesammelt werden, da wird auch mal mit dem Holzhammer nachgeholfen, wenn es Einnahmen bringt.

  3. #3 von Ex-nützlicher-Idiot am 27/07/2012 - 21:07

    Mit der Aussicht auf ein Weiterleben der Leber in Jordanien kriegt man richtig Lust auf einen Organspender-Ausweis!

  4. #4 von susi bibelmaus am 28/07/2012 - 10:40

    Ist Organspende christlich und gesund?
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    Zuallererst: Organspende hat nichts mit Bildungsrad zu tun! Eine Welle von Gutmenschlichen „Belehrungen“ in diese Richtung hin möchten das gern so verstanden wissen und suggerieren Verweigerern kurzerhand einen niederen Bildungsgrad. Schon das allein, zeigt die Verbissenheit und Aggressivität, mit der versucht wird, unnatürliches zu natürlichem zu machen.
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    Doch kommen wir zum Thema selbst. Wer kennt ihn nicht, den Spruch: „Wenn ich sonst nichts mehr tun kann will ich wenigsten Leben retten“? Bei vielen suggeriert dieser dahin gesagte Spruch: Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und heroische Nächstenliebe. Ist das wirklich so? Täglich sterben millionen Kinder- Erwachsene- Junge und Alte unter erbärmlichsten Umständen, und nur, …weil sie nichts zu essen haben! Sie alle sind aus dem fanatischen Zuwendungsbewusstsein der Gutmenschen gestrichen…weil sie immer noch leben! Statt Getreide für ihre Mägen ist Getreide als Biokraftstoff für Blechautor ja auch viel wichtiger, und dass natürlich staatlich subventioniert und alternativlos! Auch hier ist die eigentliche Gewichtung gegen noch lebendes Leben deutlich hervorgehoben.
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    Wenn jemand am Leben gelegen ist, er Leben retten will, was Gutes tun will, soll der erstens nicht auf die nächste Leiche warten um ihr dann unter dem scheinheiligen Vorwand „Leben zu Retten und Gutes zu tun“ die Organe aus dem Leib zu schneiden – sondern sich um die „noch lebenden“ kümmern und zweitens, darf das Klammern hoffnungsloser am Erdenleben auf keinem Fall im lebensverlängernden Festhalten einer ohnehin gottgewollten Sterblichkeit als Grundlage eines allgemeinen ethischen Handelns zur Bürgerpflicht werden! Dies ist nämlich kein Zeichen christlicher Nächstenliebe, sondern falsch verstandene Ethik und nicht zuletzt ein verehrendes Signal an Schwerstkranke!
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    Haben Sie sich einmal gefragt warum der menschliche Körper fremd Organe abstößt? Warum kann der Organnehmer seine so gewonnene „neue Lebensqualität“ nur unter täglich hoher Medikamenteneinnahme fortsetzen? Woher kommt beim Empfänger die stete Angst das fremde könnte sich wieder abstoßen? Das sind nur drei Fragen die sich einer unnatürlichen Bedienung an den Innereien meines Nächsten entgegen stellen! Wird schon ein Grund haben, dass Organe aus fremden Körpern wieder abgestoßen werden! Und diese Art neu suggerierte „Lebensqualität“ falsch verstandener Nächstenliebe darf auf keinem Fall jedem Bürger aufgezwungen werden! Sie ist nicht Ethisch, schon gar nicht Christlich… und auch nicht Gesund!
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    Die Aussage: „Leben retten Ja – aber ohne meine Organe!“ mag für den einen oder anderen Gutmenschen unerträglich sein. Soll es auch! Denn, … wer auf die nächste Leiche schielt, begierig und widergöttlich festgesetzte Lebenszeit ( 1Mose 6, Kohelet 3) verlängern will, es nicht abwarten kann der noch warmen Leiche die Organe aus dem Leib zu schneiden und dieses widergöttliche Gebaren auch noch allen anderen nahelegt – dessen verarmt lebensängstlich materialistische Seele klammert sich nur an das, an dieses bischend Zeit, …ohne biblisch und christliche Hoffnung auf einem Schöpfer!
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    Und zum Schluss noch zwei wunderschöne Bibelzitate:
    „Der Herr aber sagte: »Ich lasse meinen Lebensgeist nicht für unbegrenzte Zeit im Menschen wohnen, denn der Mensch ist schwach und anfällig für das Böse. Ich begrenze seine Lebenszeit auf 120 Jahre (1 Mose 6)“
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    „Gott hat alles im Voraus bestimmt. Alles, was auf der Erde geschieht, hat seine von Gott bestimmte Zeit: geboren werden und sterben, einpflanzen und ausreißen, töten und Leben retten, niederreißen und aufbauen, weinen und lachen, wehklagen und tanzen, Steine werfen und Steine aufsammeln, sich umarmen und sich aus der Umarmung lösen, finden und verlieren, aufbewahren und wegwerfen, zerreißen und zusammennähen, schweigen und reden. Das Lieben hat seine Zeit und auch das Hassen, der Krieg und der Frieden (Kohelet 3)“
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    susi

  5. #5 von Nächstenliebe am 28/07/2012 - 12:08

    Die beteiligten Ärzte scheren sich einen Dreck darum, ob eine Organspende christlich, ethisch oder sonstwas ist.
    Eine Transplantation bringt ihnen etwa 70.000 Euronen und deshalb amüsiert jeder Organspender den Arzt und den kaufmännischen Leiter des Krankenhauses.

    Wer hat schon Lust, als ausgemustertes Ersatzteillager für palästinensische Ärzte und Patienten herzuhalten?

  6. #6 von kurt am 29/07/2012 - 06:28

    Die „Reichen Scheichs“ haben uns ja auch 100 Millionen Schulden bei den Krankenhäusern hinterlassen.Monate vorher war ganz erfreut im TV berichtet worden das sie unsere Krankenhäuser ja vor der Pleite bewahren würden…ABer bei paar Tausend Prinzen gibt es auch viele verarmte und welche die eh nicht zahlen wollen.

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