Will die CDU jetzt Tunten vergasen?

Bushido im Bundestag – die CDU macht´s möglich. Der Gewaltstotterer absolviert ein Praktikum in einem Büro der CDU-Fraktion. Im Gegenzug dürfen sich die Herren mit ihm knipsen lassen und Bushido findet die CDU cool. Ob sie ihm versprochen haben, nach dem nächsten Wahlsieg Tunten zu vergasen, wie es der Kriminelle fordert? CDU-Hinterwäldler  Hendrik Schnelle aus Detmold hatte diese Idee auch schon und wurde für einen ähnlichen Spruch wegen Volksverhetzung verurteilt. In der Öffentlichkeit hatte er gesagt: „Man sollte Schwule vergasen wie die Juden“. Da ihm auch ein weiterer Spruch, „Wir als weiße Rasse sind höher gestellt als die Schwarzen“, nachgewiesen werden konnte, wurde er damals in zweiter Instanz zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt. Wer war erster? Eine Frage für die GEMA.

Die Berliner Zeitung berichtet vom neuen Hengst im CDU-Büro:

Der Mittelstandsvorsitzende der CDU gab Berlins Skandal-Musiker eine Praktikantenstelle in seinem Bundestagsbüro: „Wir kennen und schätzen uns. Haben uns mal flüchtig über gemeinsame Bekannte kennengelernt. Bushido fand gut, dass man sich das hier anschauen kann, die Möglichkeit hat, Politik hautnah zu erleben.“

Wie sich das anfühlt, erzählte der Gangster a.D. beim B.Z.-Besuch an seinem neuen Arbeitsplatz: „Hut ab vor denen, die hier teilweise bis zu 24 Stunden am Tag diesen Job machen!“

In Gegenwart der Polit-Prominenz gab sich der Ex-Rüpel handzahm. Beim Sommerfest des Parlamentarischen Mittelstandskreises legte Minister Hans-Peter Friedrich sogar freundschaftlich seinen Arm um ihn.

„Es gab durchweg positive Reaktionen“, sagt von Stetten. „Mit Innenminister Friedrich verstand er sich gleich. Wir haben interessante Gespräche geführt.“

Wie klingt das, wenn Rapper und Regierung reden? „Es ging um die GEMA, was Künstler betrifft. Fiskalpakt und Euro interessieren ihn auch sehr. Das, was alle Menschen angeht. Er steht mit beiden Füßen in der Welt“, erklärt Finanzpolitiker von Stetten.

Am Mittwoch saß Bushido im Parlament und lauschte einer Regierungserklärung von Angela Merkel. Letzte Woche hatte er noch proletet, er wolle mit der Regierungschefin schlafen, jetzt tönt er brav: „Es ist interessant, die Kanzlerin und die Minister live zu erleben.“

Hat er wirklich gesagt, er wolle „mit der Bundeskanzlerin schlafen“? Bitte den Künstler im Originaltext zitieren! Wegen der GEMA.