Der furchtbare Zorn der Türkei

„So wertvoll die Freundschaft der Türkei ist, so furchtbar ist ihr Zorn.“ Mit den großen Brüdern der Nato im Rücken riskiert Türkenführer Erdogan eine große Lippe und kann sich der Sympathie vieler kriegslüsterner und ehrgekränkter Türken sicher sein. Seinesgleichen in Syrien an die Macht zu bomben, könnte dem radikalen Moslem so passen. Aber die großen Brüder sind noch zögerlich. Ein Einsatz in Syrien stand nicht auf der Agenda. Erdogan versucht daher zu eskalieren und erteilt schießbefehl an der Grenze. Wenn die bildliche Darstellung des FOCUS (Bild oben)korrekt ist, befand sich das abgeschossene türkische Kampfflugzeug bereits im dritten Anflug auf die syrische Küste, nachdem es mindestens einmal bereits den Luftraum verletzt hatte.

Der FOCUS berichtet:

Syrische Truppenbewegungen an der Grenze werden von der Türkei ab sofort als potenzielle Bedrohung aufgefasst und bekämpft – das kündigte am Dienstag der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan an. Dass sich die Lage an der Grenze so zugespitzt hat, ist aus türkischer Sicht allein dem syrischen Regime zuzuschreiben. Der Abschuss eines unbewaffneten türkischen Militärjets im internationalen Luftraum über dem östlichen Mittelmeer am vergangenen Freitag habe eine neue Lage geschaffen, sagte Erdogan in Ankara. Mit dem unprovozierten Abschuss sei Syrien zu einer Bedrohung der nationalen Sicherheit der Türkei geworden.

Von den türkischen Dörfern an der Grenze zu Syrien aus sind seit dem Beginn des Aufstandes gegen das Assad-Regime in Damaskus regelmäßig syrische Panzer zu sehen: Die Auseinandersetzung zwischen Regierungstruppen und Rebellen in Syrien spielen sich hin und wieder vor den Augen der türkischen Nachbarn ab. Fünfmal drangen syrische Kampfhubschrauber nach türkischen Angaben in den vergangenen Monaten bei der Bekämpfung der Rebellen kurzzeitig in den türkischen Luftraum ein. Bisher beließen es die Türken bei einer Warnung an die Piloten – ab sofort soll ohne Zögern geschossen werden.

Befreiung Syriens vom „blutdürstigen Diktator“
Erdogan sagte dem syrischen Volk Unterstützung bis zur Befreiung von Machthaber Baschar el Assad zu. „Die Türkei unterstützt das syrische Volk mit allen nötigen Mitteln, bis es von Unterdrückung, Massakern, diesem blutdürstigen Diktator und seiner Clique befreit ist.“ Der Abschuss des Phantom-Jets sei ein „feindseliger Akt“ gewesen. Die Türkei werde auf jede weitere Aggression durch Syrien mit militärischen Mittel reagieren.

Erdogans Ankündigung erreicht die Auseinandersetzung zwischen der Türkei und ihrem ehemaligen Partner Syrien eine ganz neue – und gefährliche – Ebene. Schon einmal drohte die Türkei dem Nachbarn mit Krieg: 1998 erreichte Ankara damit, dass Syrien den kurdischen Rebellenchef Abdullah Öcalan aus dem Land warf. Ob der militärische Druck diesmal ebenfalls erfolgreich sein wird, steht noch nicht fest.

Parallel zur neuen Lage an der Grenze bemüht sich die Erdogan-Regierung weiter um internationale Unterstützung für ihre Position. Die Rede des Ministerpräsidenten vor der Parlamentsfraktion seiner Regierungspartei AKP in Ankara wurde unter anderem von dem arabischen Nachrichtenkanal El-Dschasira live übertragen. Die Türkei sei kein Land, das „mit gefesselten Händen“ einem Angriff wie dem auf ihr Flugzeug zuschaue, sagte Erdogan. „So wertvoll die Freundschaft der Türkei ist, so furchtbar ist ihr Zorn.“

  1. #1 von Carsten am 27/06/2012 - 11:42

    Erdowahn will halt wieder das Großosmanische Reich mit vielen Vasallenstaaten errichten

    In Cypern wo nach jahrhundertelanger Unterjochung durch die Mohammedaner, nach der Befreiung zu Anfang des 20 Jahrhunderts, noch ein Anteil von 18% Götzenanbetern verblieben ist, halten die faschistischen Türken nun 36% der Fläche der Insel besetzt!

    Natürlich holt Erdolf ganz ganz viele „Facharbeiter“ aus Hinteranatolien auf die Insel um diese noch weiter zu türkisieren!

  2. #2 von Gudrun Eussner am 27/06/2012 - 11:54

    Türkisches Militär und demnächst auch ägyptisches erledigen die Dreckarbeit im Kalten Krieg der USA und des Westens gegen die Großmächte Rußland und China. Glaubenskämpfer aus Libyen und anderen sunnitischen Staaten sind schon länger vor Ort in Syrien. Sie geben dort die „Freiheitskämpfer“. Bezahlt werden das Personal und die dazu nötigen Waffen mit Petrodollar aus Saudi-Arabien und den Scheichtümern. Katar investiert für die islamische Radikalisierung Hunderte Millionen Dollar. Die letzten Äußerungen des Barack Obama über die hauptsächlich säkulare und pluralistische (!) Muslimbruderschaft zeigt, daß niemand in der Gegend mit den USA als Vertreter von Demokratie und Freiheit rechnen sollte, vor allem Israel nicht.

    Auf die Waffenexporteure Frankreich und Deutschland (EADS, Dassault etc.) kommen ungeahnte Geschäfte zu, und Israel wird eines Tages froh sein, daß der Iran die Atombombe besitzt. :mrgreen:

  3. #3 von Boxer am 27/06/2012 - 12:20

    Man hat`s mal probiert. Das Manöver „Kriegsgrund“ war aber zu durchsichtig. Einige in der Welt sind einfach nicht blöd genug und durchschauen so etwas.
    Einen Stellvertreterkrieg wird es schon geben, die Frage ist der Preis dafür.
    Erdolf wird dann auch gleich sein Kurdenproblem „endlösen“!! Ein neuer Genozid droht.
    Was für einen Auftrag hatte der Pilot des abgeschossenen Flugzeuges eigentlich? Solange anfliegen bis es kracht?
    Das ist wirklich , wie ein Blogger schrieb, ein“ GleiWitz“!!!

  4. #4 von tyrannosaurus rex am 27/06/2012 - 16:15

    Der SHAH wurde durch Khomeni ersetzt. Im Afghanisch – Russischen Krieg die Taliban vom Westen unterstützt. Im Kosovo/Serbien Konflikt die muselmanischen Kosovo Albaner. Der Irak ist zum Bürgerkriegsland zwischen Suniten und Schiiten mutiert nach dem Sturz des Schlächters von Bagdad. Lybien, Tunesien und Ägypten wurden in die Sharia gebombt. Nun werden die Al Kaida kämpfer in Syrien unterstützt. Europa leidet unter der Einwanderung der Kämpfer des Mohammed in die Sozialsysteme (Der Berliner Tagesspiegel nennt 40 % der Berliner Türken HARTZ 4 Empfänger. Von denen sicherlich ein Großteil schwarzarbeitet) Gleichzeitig findet ein Genozid an christlichen und anderen nichtislamischen Bürgern in den Ländern die unter der Knechtschaft der Sharia bluten statt. ISRAEL ist von islamischen Feinden umringt. Existiert eine Verschwörung gegen das CHRISTENTUM und JUDENTUM zugunsten der Mohamedanersekte?

  5. #5 von antifo am 27/06/2012 - 18:42

    In der Zeitung „der Freitag“ gibt es ein paar lesenswerte Artikel einer Syrerin. Sie lebt in Deutschland, ist sunnitische Muslimin hat mit den Moslembrüdern aber überhaupt nichts zu schaffen.

    Syrien soll schweigen und sterben
    https://www.freitag.de/autoren/umayyadin/syrien-soll-schweigen-und-sterben

  6. #6 von bernd am 28/06/2012 - 02:37

    Zu Zypern-vor der Besetzung wurden die Moslems dort auch von der Türkei niemals als Türken bezeichnet sondern als Muslimische Zyprioten.

  1. Vom Vorteil der Vorurteile « quotenqueen
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