Aktuell: Muslimbrüder regieren Ägypten

Die ägyptische „Demokratiebewegung“ demonstriert auf dem Tahrir-Platz

Mit Mohammed Mursi übernimmt die Mutter aller Terrororganisationen, die ägyptische Muslimbruderschaft, die Macht im einst mit dem Westen verbündeten Ägypten. Die „Freiheitskämpfer“ auf den Straßen feiern die Machtergreifung im bevölkerungsreichsten arabischen Land, die Einführung der Scharia dürfte nicht lange auf sich warten lassen und das ohnehin bereits aufgelöste Parlament wird nun nicht mehr gebraucht.

Die schwierige Lage im Nahen Osten wird jetzt noch schwieriger, denn mit der Demokratisierung der islamischen Republik brach sich auch der islamische Antisemitismus Bahn. Der lange funktionierende Frieden mit Israel ist in Frage gestellt und für die Ureinwohner des Landes, die koptischen Christen, werden die Zeiten noch schlechter. Mit dem Verrat am verlässlichen Verbündeten Mubarak hat die westliche Politidiotie sich ein weiteres Mal ins Knie geschossen.

Die FAZ berichtet:

Mohamed Mursi ist neuer ägyptischer Präsident. Das gab die staatliche Wahlkommission am Sonntag in Kairo bekannt. Bei der Stichwahl vor einer Woche habe er sich mit 13,2 Millionen Stimmen (51,7 Prozent) gegen Ahmed Schafik durchgesetzt. Für den früheren Luftwaffengeneral stimmten 12, 3 Millionen Ägypter.

Mursi trat für die von den ägyptischen Muslimbrüdern vergangenes Jahr gegründete Partei für Freiheit und Gerechtigkeit an. Mehr als achtzig Jahre nach ihrer Gründung stellen die Islamisten damit zum ersten Mal das Staatsoberhaupt des arabischen Landes mit der größten Bevölkerung. Am 30. Juni soll er offiziell zum Nachfolger des im Februar 2011 gestürzten Husni Mubarak ernennt werden.

Die Bekanntgabe der Ergebnisse war zunächst für vergangenen Donnerstag vorgesehen gewesen. Wegen Prüfung von mehr als 400 Einsprüchen gegen den Wahlverlauf schob die Wahlkommission die Bekanntgabe jedoch bis zum Sonntag hinaus. Der Vorsitzende des Gremiums, Faruk Sultan, wies die Einsprüche auf einer Pressekonferenz als unbegründet zurück. Einige Wahlkreise mussten jedoch nachgezählt werden. Die Stichwahl habe in einer „angespannten Atmosphäre“ stattgefunden, kritisierte Sultan.

Während der Woche hatten sowohl Schafik wie Mursi den Sieg für sich beansprucht. Der seit dem Sturz Mubaraks herrschende Hohe Militärrat (Scaf) kritisierte dieses Vorgehen in einer Erklärung am Freitag scharf. Auf diese Weise würden Instabilität und Spaltung geschürt. Armee und Polizei behielten sich das Recht vor, gegen „Chaos“ mit aller Härte vorzugehen. In allen Landesteilen waren am Sonntag vermehrt Sicherheitskräfte präsent. Viele Geschäfte und Banken schlossen bereits um die Mittagszeit.

Auf dem Tahrir-Platz im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt feierten unmittelbar nach Bekanntgabe des Endergebnisses Tausende den Sieg Mursis. Bereits seit Dienstag war der während der 18-Tage-Revolution zum wichtigsten Versammlungsort der Auständischen avancierte Platz dauerhaft von Aktivisten besetzt. Sie protestierten dort gegen jüngste Beschlüsse des Militärrats, die die Vollmachten des künftigen Präsidenten einschränken, dem Scaf die Übernahme legislativer Rechte sichern sowie Mitspracherechte bei der Ausarbeitung einer neuen Verfassung.

  1. #1 von Serapio am 24/06/2012 - 19:16

    40+ Prozent der Ägypter lehnen die Scharia ab, das wird noch Ärger geben. Ich schlage Herrn Schäuble vor, seinen Wohnsitz nach Kairo zu verlegen. Dort kann er auch einen „spannenden Versuch“ erleben.

  2. #3 von Westgermane am 24/06/2012 - 19:46

    Glückwunsch an Ägypten 🙂

  3. #4 von Boxer am 24/06/2012 - 20:03

    Dann werden ja bald Köpfe rollen, im wahrsten Sinne des Wortes! Für Israel wird`s jetzt eng! Es wird ein neuer und brutaler Gegner im Westen sein.
    Syrien wird auch bald eine solche Bande haben, der Weg ist irgendwie vorgezeichnet. Despot weg- Kopfabschneider an die Macht.
    Die „Aktuelle Kamera“ der ARD meldet, alles nicht so schlimm, die Pipi Langstrumpf Welt ist schön. Demokratie in Ägyten? Ich lach mich schlapp!!

  4. #5 von mike hammer am 24/06/2012 - 23:34

    Salafisten in Ägypten wollen Tomaten verbieten, sie sind zu christlich!
    http://www.jihadwatch.org/2012/06/muslim-group-in-egypt-eating-tomatoes-is-forbidden-because-they-are-christian.html
    😀

  5. #6 von Gudrun Eussner am 25/06/2012 - 02:14

    Da wird sich der amerikanische Präsident aber freuen, hat er das doch vor drei Jahren mit seiner Kairoer Rede in Gang gesetzt. Da hat er Hosni Mubarak genötigt, hochrangige Muslimbrüder einzuladen, die bis dahin vom Diktator in Schach gehalten wurden. Das hat Barack Obama mit seiner Beraterin für religöse Fragen, der Muslimschwester Dalia Mogahed (Dalia „Glaubenskämpferin“ = mojahed), so erfolgreich zum Abschluß gebracht. Nun kann er die Militärhilfe für Ägypten erhöhen, vielleicht machen jetzt ägyptische Militärs beim Kampf um Syrien mit, auf daß Katar nicht den Ruhm der sunnitisch-wahhabitischen Radikalisierung allein ernte. :mrgreen:

  6. #7 von Rationalist64 am 25/06/2012 - 12:18

    Hoffentlich lassen sie die Pyramiden stehen….

  7. #8 von luxlimbus am 25/06/2012 - 16:35

    …aber vorher erst noch das Geld der Ungläubigen loseisen. Da lohnt dann auch ein vordergründiges Ausscheiden aus der Muslim-Bruderschaft.
    Man ist ja schliesslich auf Höhe westlicher Wunschphantasien.

  8. #9 von Gast am 25/06/2012 - 16:59

    Man kann diese mohammedanischen nordafrikanischen Hackfressen nicht mehr sehen.
    Was war Mubarak doch für ein aufrechter Mann. Der wusste um diese Sackratten Bescheid und
    er hat ein paar Jahre Frieden mit Israel realisiert.
    Ein Zusammenschluss von diesem mussnich und diesem iranischen Schwerverbrecher lassen einen schlimmen Krieg in naher Zukunft erwarten.
    Unfassbar das Verhalten der deutschen Politiker und der Presse mit ihrer „arabischen Frühlings-Aktion“: Vollidioten beim Training !!!

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