Neue islamische Republik

Im Norden Malis hat ein neuer Staat das Licht der Welt erblickt. Das Ergebnis der neuesten afrikanischen Befreiungsbewegung ist zu aller Überraschung ein islamischer Staat, in dem die Scharia gilt. Frauen werden in die Vermummung gezwungen, wer noch bei Sinnen ist, flieht aus dem Land. Republik Azawad nennt sich das Gebilde, von dem wir noch viel hören werden.

Die ZEIT berichtet:

Oberst Bouna Ag Attayoub sagte: „Die Islamische Republik Azawad ist nun ein unabhängiger, souveräner Staat.“ Erst im April hatten die Tuareg-Rebellen einseitig die Unabhängigkeit der Republik Azawad erklärt. Die EU und die Afrikanische Union hatten hieraus mit ablehnend reagiert. Die Unabhängigkeitserklärung habe keine Bedeutung, so lange sie nicht von den anderen afrikanischen Staaten akzeptiert würde, hieß es.

Die Vereinbarung wurde der BBC zufolge in der Stadt Gao getroffen, die die Rebellen Anfang April zusammen mit den beiden anderen strategisch wichtigen Städten Kidal und Timbuktu eingenommen hatten. Schon wenige Tage später hatten die Islamisten angekündigt, in den eroberten Gebieten die Scharia einführen zu wollen. Dagegen hatte sich die MNLA bisher gesträubt. Was die jetzt getroffene Vereinbarung genau vorsieht, war zunächst unklar.

Flüchtlinge aus Gao hatten bereits im April berichtet, dass nun im Norden Malis das islamische Recht gelte. Frauen dürften sich nicht mehr kleiden, wie sie wollten und müssten ihren Kopf bedecken. Bars und Nachtclubs in Gao seien zerstört worden, sagten Malier, die in Niger Zuflucht gesucht hatten. Insgesamt sind bereits 300.000 Menschen aus der Region geflohen. Ansar Dine und die Tuareg-Rebellen kontrollieren nun schon seit fast zwei Monaten den Norden Malis.

Das westafrikanische Land steckt in der Krise, seit es einer Gruppe von Soldaten im März gelungen war, die Macht an sich zu reißen und Präsident Amadou Toumani Touré zu stürzen. Die Putschisten warfen Touré vor, die Tuareg-Rebellen und bewaffnete Islamisten im Norden des Landes nicht ausreichend bekämpft zu haben. Nach dem Putsch gelang es diesen dann binnen Tagen, Teile des Nordens unter ihre Kontrolle zu bringen.

Der Separatistengruppe Ansar Dine werden Verbindungen zur Terrororganisation Al-Kaida im islamischen Maghreb nachgesagt.

  1. #1 von Templer am 28/05/2012 - 11:47

    Na bravo, wieder ein weiterer Steinzeitstaat. Aber das ist ja wohl auch ganz im Sinne der Nato. Diese griff ja schließlich auch in Libyen so lange ein bis endlich die Islamisten die Oberhand gewonnen hatten.

  2. #2 von stm am 28/05/2012 - 12:02

    Demokratie und internationales Staatenrecht funktionieren bei diesen Sippschaften leider nicht, denn sie beruhen ja darauf, daß es Regeln (also im weitesten Sinne eine Wahrheit) gibt, an die man sich grundsätzlich hält. Da der ganze Islam aber auf der Lüge als funktionierendem Prinzip fußt, sind die bei uns geltenden und den meisten verständlichen Maßstäbe dort nicht anwendbar. Was nützen Regeln, wenn jeder weiß, daß sich ohnehin niemand daran halten wird? Als Folge dessen herrsch dort Gewalt, und das wird sich nicht ändern.

  3. #3 von simbo am 28/05/2012 - 13:15

    Test………….

  4. #4 von simbo am 28/05/2012 - 13:19

    Sorry für meine Tests. Ich hoffe, ich muss Euch (und mich) nicht mehr nerven…. 🙂
    Neuer PC :mrgreen:
    Mal schauen ob es klappt…..

  5. #5 von Der Ausländer am 28/05/2012 - 14:33

    Also so Namen wie „islamische Republik“…ich meine, so semantisch gesehen ist das ja nicht ganz so…oder?

  6. #6 von indianerjones am 28/05/2012 - 14:46

    Da werden dann wohl alle verfolgten Mosleme, die sich in anderen Ländern nicht verstanden fühlen dort um Asyl nachsuchen, so wird ja dann ein richtiger Schuh draus. Aber bitte nicht werfen. 😀

  7. #7 von Der Ausländer am 28/05/2012 - 14:56

    Wieso? Gibt es dort Hartz?

  8. #8 von mike hammer am 28/05/2012 - 17:07

    #7 von Der Ausländer
    nö aber dort gibt es viel sand. schau dir israel an, das sind scheinbar beste bedingungen.

  9. #9 von Hans am 28/05/2012 - 18:57

    Ein neuer „failed state“! Es ist zum Kotzen. 😦

  10. #10 von S.Braun am 31/05/2012 - 09:55

    Mal sehen wieviel von den 300 000 Flüchtlingen den weiten und teueren Weg nach Europa – also zu UNS – schaffen werden um dann hier versuchen ihre „einzig wahre“ Religion auszuleben und durchzusetzen, vor der die zuhause abgehauen sind – so wie all die anderen „Asylsuchenden“ aus der Türkei oder Syrien oder Tunesien oder Pakistan oder Afghanistan oder, oder oder……

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