Iran bastelt weiter

Das schon vor Jahren vom iranischen Unterhändler ganz offen beschriebene Prinzip funktioniert immer noch: Scheinverhandlungen und Ankündigungen, um Zeit zu gewinnen, das atomare Projekt voran zu treiben, bevor wirksame Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die Angst des Westens vor einer militärischen Konfrontation und die Macht des iranischen Öls sorgen dafür, dass auch parallel zur aktuellen Verhandlungsrunde die Urananreicherung auf Hochtouren weiter ausgebaut wird.

Die Deutsche Welle berichtet:

Der Iran, dem der Westen die heimliche Entwicklung der Atombombe vorwirft, hat nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) in Wien hunderte weitere Zentrifugen zur umstrittenen Urananreicherung errichtet. In einem an diesem Freitag veröffentlichten Bericht der IAEA heißt es, die Maschinen stünden in der unterirdischen Atomanlage Fordo.

Außerdem wurden nach Angaben der UN-Experten bei der Auswertung von Proben, die im Februar nahe Fordo entnommen worden sind, Spuren von Uran entdeckt, das bereits auf 27 Prozent angereichert war. Bislang hatten die iranischen Behörden den erreichten Urananreicherungsgrad stets mit knapp unter 20 Prozent angegeben. Dies sei für die medizinische Forschung nötig, heißt es stereotyp.

Für Atombomben muss das spaltfähige Uran-235 laut Experten auf gut 80 Prozent angereichert werden. Sollte der Iran weiter so viel derartiges Uran herstellen und es auf mindestens 80 Prozent anreichern, könnte er Ende des Jahres genug davon haben, um die Atombombe zu bauen, sagte ein europäischer Diplomat in Wien der Deutschen Presseagentur. (…)

Die Atomenergie-Behörde befürchtet zudem, dass Teheran derzeit verdächtige Spuren eines möglichen Atomwaffenprogramms in einer militärischen Testanlage in Parchin nahe der Hauptstadt verwischt. Dort seien lange keine besonderen Aktivitäten beobachtet worden, aber jetzt gebe es rund um die Anlage viel Betrieb, Lastwagen und Autos kämen und verließen das Gelände, heißt es in dem neuen IAEA-Bericht. Die Atom-Organisation hegt den Verdacht, dass Teheran auf jeden Fall verhindern will, dass bei einer möglichen Überprüfung belastendes Material gefunden wird. Die UN-Inspektoren fordern schon lange Zugang zu der Anlage in Parchin, wo nach Einschätzung westlicher Geheimdienste Bestandteile von Atomsprengköpfen getestet werden.

  1. #1 von Der Ausländer am 28/05/2012 - 14:22

    Selbst wenn? Von mir aus kann eine Atombombe die nächstbeste deutsche Stadt treffen. Dann wird es im schlimmsten Fall heißen: Ein tragischer Einzelfall aufgrund der bösen deutschen Gesellschaft! oder aber – und darauf tippe ich eher – Frau Böhmer erfreut sich an der Bereicherung für uns alle.

  2. #2 von Martin Schrödl am 28/05/2012 - 18:33

    Wer weiß, vielleicht ist doch was dran? Einige vermuten ja, daß sich die iranischen Machthaber z. Zt. unangreifbar machen, während wir in deutschen Innenstädten kostenlos Korane in die Hand gedrückt bekommen. Gute Zusammenarbeit zwischen Sunniten und Schiiten.

  3. #3 von kolat am 28/05/2012 - 23:42

    Basteln… was ist schon dabei? Haben wir doch alle als Kinder gern gemacht.

  4. #4 von S.Braun am 29/05/2012 - 16:04

    Schickt denen doch endlich deutsche Ingeneure samt deutschem Know – how, damit es da endlich mal voran geht !

  5. #5 von Martin Schrödl am 29/05/2012 - 17:34

    @S.Braun:
    Einen Teufel werden wir tun. 😯

    Doch es ist nicht zu leugnen: Wenn der Iran wirklich, wie oft behauptet wird, seit über einem Jahrzehnt an der Bombe bastelt, wäre es tatsächlich eine „reife Leistung“, sie immer noch nicht fertiggestellt zu haben.

  6. #6 von Der Ausländer am 30/05/2012 - 08:16

    @ Martin,

    Was erwarten Sie denn bitte schön von einem islamischen geführtem Land ( bis auf Pakistan )? Wissenschaftliche Leistung die Mitte der 40er Jahre halbwegs aktuell war?
    In diesem großartigen „Kulturraum“ werden unter 20 Patente im Jahr angemeldet und keine 350 Bücher veröffentlicht.

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