Der 1. Mai im Westen

Am von den Nationalsozialisten erfundenen Feiertag gab es im Rheinland wieder eine Menge Demokratie zu gucken. Schon morgens um 11 konnte man sich in Köln wundern, dass der DGB bei seiner offiziellen Maidemonstration unter Hammer und Sichel (Foto oben) marschiert. Haben wir da womöglich eine erneute „Zwangsvereinigung“ von Gewerkschaften und kommunistischer Partei verpasst, wie seinerzeit angeblich in der DDR? Aber auch sonst gab es allerhand zu sehen.

Bonn-Beuel war dagegen

In Bonn gab es keine Zweifel, wohin der Feiertagsausflug dieses Jahr zu gehen hatte. Mit Sack und Pack und roter Fahne über die Kennedybrücke – die heißt tatsächlich noch so – nach Beuel. Dort gab man nämlich heute das beliebte Stück „Wenn es uns Deutsche damals schon gegeben hätte, wäre Hitler nie an die Macht gekommen!“ Braune Sozialisten hatten angekündigt, den roten Sozialisten den Anspruch auf den besseren Sozialismus streitig zu machen. Kirchen fühlten sich angesprochen und konterten: „Unser Kreuz hat keine Haken!“, obwohl das erstens niemand behauptet hatte und zweitens nicht immer so war.

Ganz eifrige Bürger hängten wieder einmal Fahnen aus Fenstern und von Balkonen, in der unerschütterlichen Gewissheit, dass es diesmal ganz bestimmt die richtigen wären. Ob nun die Neonationalsozialisten tatsächlich wie alarmiert vom Bahnhof Beuel einen Rundgang machten, konnte leider nicht festgestellt werden, da ein Großaufgebot der Polizei den Ortskern hermetisch abgeschirmt hatte und nur „berechtigten Personen“ Einlass gewährte. Theoretisch kann es also auch sein, dass der ganze Aufstand von einem Spaßanmelder ausgelöst wurde. Wäre doch auch mal eine Idee.

Zur gleichen Zeit fielen in Solingen Mohammedaner über Polizisten her, weil sie sich durch die Karikaturen von Pro-NRW provoziert fühlten (QQ berichtete). Auch hier könnte die Frage der Fahne in einem möglichen Nachspiel noch eine Rolle spielen.  Denn was den Qualitätsjournalisten vom SPIEGEL entging, fiel den Bloggern von Zukunftskinder auf: Die schwarze Fahne, mit der die Mohammedaner aus ihrer Moschee stürmten, war die der Terrororganisation Al Kaida. Eine identische Fahne war erst jüngst bei der Machtübernahme der Terroristen in Mali gehisst worden:

Al Kaida in Solingen (links) und Mali (rechts)

QQ-Leser Siegfried fand die folgenden Videos von den Ereignissen in Solingen:

Weniger aufgeregt ging es bei einer weiteren Veranstaltung von Pro in Remscheid zu, wo der Widerstand gegen den Faschismus heute allein in den Händen des DGB lag. Erwartungsgemäß brach dieser schnell aus logistischen Gründen zusammen, nachdem die Front vom Biernachschub abgeschnitten war und den taktischen Rückzug in die nächste Kneipe antreten musste.

Die Kundgebungsteilnehmer ließen sich auch von einem überdimensionalen Minarett in Bergisch-Gladbach nicht zu Angriffen auf die Polizei provozieren

Zum voraussichtlichen Ausklang des 1. Mai im Westen fand nach 17 Uhr eine weitere Pro-Veranstaltung mit Karikaturenausstellung bei einer Moschee in Bergisch-Gladbach (Foto) statt. Vor Ort war nur ein kleines Häuflein der üblichen Kämpfer gegen Rechts zusammen gekommen, sodass mit einem weitgehend störungsfreien Verlauf der Veranstaltung zu rechnen ist.

  1. #1 von Martin Schrödl am 01/05/2012 - 19:59

    Hübsches Minarett da in Bergisch-Gladbach. Man kann den Muezzin förmlich schreien hören. Über enge Verflechtungen von DGB und Kommunisten/Altstalinisten wundert sich doch keiner mehr, oder? Einer der Gründe, warum ich nie Verdi beitreten würde… 👿

  1. Solingen: Salafisten greifen unter Banner der Al-Qaida an und steinigen die Polizei | Zukunftskinder 2.0
  2. NRW: Machthaber und Kriminelle « quotenqueen
  3. Pro-Hysterie stärkt Blogs « quotenqueen
  4. First Videos of Salafist Attack in Solingen » Savoir ou se faire avoir
%d Bloggern gefällt das: