Berlin vor dem 1. Mai

Kriminelle Gewaltdemonstranten wollen auch an diesem 1. Mai das Eigentum der verhassten Bürger zerstören

Am ersten Mai verwüsten Linksextremisten traditionsgemäß Teile Berlins. Dieses Jahr haben die Kriminellen mit Wedding einen bisher verschonten Stadtteil ins Visier genommen. Die Veranstalter sind nicht bereit, sich im Vorfeld klar von Gewalttaten zu distanzieren und lehnen die Verantwortung für Ausschreitungen im Umfeld ihrer Veranstaltung von vorne herein ab. Jede „rechte“ Demonstration würde unter diesen Vorzeichen selbstverständlich verboten, bei Linksextremisten wagt man nicht einmal, daran zu denken. Die betroffene Bevölkerung ist beunruhigt. Ein Aufstand der Anständigen mit Gegendemonstration und Blockade der Gewaltdemo – vielleicht sogar unter Beteiligung von Wolfgang Thierse – ist aber noch nicht geplant. Da kann man dann wohl nichts machen – außer sein Auto in Sicherheit zu bringen.

Der Tagesspiegel berichtet:

Das Plakat hat diese spezielle Ausstrahlung irgendwo zwischen Reggae-Konzert und Revolutionsromantik, wer mag, der kann neben Totenköpfen im Lichtschein hinter den Gitarren und schemenhaften Gestalten auch brennende Barrikaden sehen. „Reclaim da Streets“ lautet der Kampfruf im englischen Slang, „holt euch die Straßen zurück“, deutsch etwas wolkiger „Nimm, was dir zusteht!“ Es handelt sich um den alljährlichen Aufruf zur „Antikapitalistischen Walpurgisnacht“.

Eigentlich nichts Besonderes. Doch die Walpurgisnacht, 2011 noch in Friedrichshain abgehalten, soll in diesem Jahr in Wedding stattfinden, zwischen Müllerstraße und den Wohngebieten um die Brüsseler Straße.

Diese Ausweitung der Kampfzone hat dort Unruhe unter den Nachbarn ausgelöst, die fürchten, dass die häufig mit Gewalt verbundene Tradition der Nacht vor dem 1. Mai nun auf Wedding übergreift.

Sprecher der Veranstalter äußerten sich am Donnerstag vor der Presse im „Anti-Kriegs-Museum“ in der Brüsseler Straße. Sie weisen den Vorwurf, Probleme von außen in den Kiez hineintragen zu wollen, auf rhetorisch schlichte Weise zurück: „Die Probleme sind schon hier!“ sagt Martin Peters.

Aktueller Antrieb der Demonstration sind die stark steigenden Mieten, die als Zeichen der „Gentrifikation“ und Ausdruck des räuberischen Kapitalismus gesehen werden. „Wir haben keinen Bock, in Marzahn wohnen zu müssen wegen ein paar Affen, die uns hier die Wohnungen wegnehmen“, formuliert Peters. Und sein Mitveranstalter Martin Steinburg fordert kostenlose Wohnungen für jeden. Auch der öffentliche Raum, meint er, werde unter dem Vorwand der Verschönerung immer stärker umzäunt und privatisiert. Entsprechend wurde die Route der Demonstration, die um 21 Uhr am Bahnhof Wedding beginnen soll, durch möglichst viele Wohnstraßen gelegt, denn man hofft auf Zustimmung der entrechteten Mieter. 1500 Teilnehmer wurden bei der Polizei angemeldet.

Die Parole „Nimm, was dir zusteht“ sei in diesem Sinn als Aufforderung zu verstehen, sich den antikapitalistischen Protesten anzuschließen, hieß es. Die Veranstalter sagten, sie rechneten nicht mit Ausschreitungen. Andererseits könnten sie aber nicht jeden einzelnen Teilnehmer überwachen und seien nicht verantwortlich für Dinge, die nach dem offiziellen Ende der Demonstration passierten.

Überdies gehört es zur Argumentation, auf den angeblichen Gewaltcharakter des Kapitalismus hinzuweisen. Der Feind besitzt Immobilien, betreibt Banken, sitzt aber auch in der Staatsbürokratie. „Die Weddinger Jugend hasst das Jobcenter Müllerstraße“, hat Peters herausgefunden und betont, er könne sehr gut verstehen, wenn das Gebäude bei dieser Gelegenheit „eingefärbt“ werde.

  1. #1 von Eddie am 30/04/2012 - 19:36

    Da soll der Herr Rechtsanwalt aufpassen, dass heute Nacht, wenn er mit seinen Genossen den Kapitalismus kritisiert, nicht ein fehlgeleiteter Molli durch ein Fenster seiner Villa fliegt. 😉

  2. #2 von Heimchen am Herd am 30/04/2012 - 22:14

    7000 Polizisten sollen Berlin am 1. Mai schützen

    Dieses Jahr stellen die Maidemos Berlin vor besondere Aufgaben: Zum 25. Jubiläum der Randale führen die Routen ins Regierungsviertel. Ein Gespräch mit Innensenator Frank Henkel.

    In der Walpurgisnacht und am 1. Mai sind in Berlin wieder Großdemonstrationen geplant, bis zu 7000 Polizisten sind im Einsatz. Der neue Innensenator Frank Henkel (CDU) sagt: „Ich habe Respekt vor dieser Aufgabe.“ “Welt Online” sprach mit Henkel über die Vorbereitungen der Polizei, die Beobachtung von Twitter und Facebook sowie über den künftigen Polizeipräsidenten.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article106238878/7000-Polizisten-sollen-Berlin-am-1-Mai-schuetzen.html

  3. #3 von Heimchen am Herd am 01/05/2012 - 13:55

    Mai-Kundgebungen zu Euro-Krise und Mindestlohn

    Stuttgart/Berlin/Hamburg – DGB-Chef Michael Sommer hat die Gewerkschaften auf einen harten Kampf gegen niedrige Löhne, die Macht der Banken und die schwarz-gelbe Bundespolitik eingeschworen.

    Als falsche Politik auf dem Rücken der meisten Arbeitnehmer geißelte der DGB-Chef die Sparbemühungen im kriselnden Europa. «Denn es sind doch nicht die Menschen, die über ihre Verhältnisse gelebt haben, sondern es sind die gierigen Eliten, die die Staaten ausgeplündert haben und es weiter tun und tun wollen», sagte Sommer unter großem Beifall. Es gebe «nur eine vernünftige Möglichkeit, um eine Schuldenbremse überhaupt sozial gangbar zu machen. Die Steuern für Reiche müssen endlich wieder rauf».
    ************************************************************************************************************************

    Mein Vorschlag wäre: Raus aus der EU! Zurück zur DM! Grenzen wieder dicht machen!

    Einreisestopp! und..und..und! Aber mich fragt ja keiner. 😉

    http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article106240503/Mai-Kundgebungen-zu-Euro-Krise-und-Mindestlohn.html