Aarhus in den Medien


Die Medien machen mit Aarhus das, was sie am besten können: Sie werfen jeden  Islamgegner mit Rechtsradikalen in einen Topf und erklären linksradikale Autonome zu besorgten Bürgern, die für „Vielfalt demonstrieren“ (also Polizisten angreifen, Flaschen werfen, Andersdenkende verprügeln etc). Die WELT hat – wie meistens – den Kommentarbereich deaktiviert. Wieso Islam Vielfalt ist, verstehen wir jetzt nicht. Ein wunderbares Einerlei schwarzgekleideter Frauen und weiße Gewänder bärtiger Männer? Ach richtig. Es gibt ja auch blaue Burkas. Unser Fehler. Aber warum die Presse sich so für den Islam einsetzt, erschließt sich uns nicht, da es in islamischen Ländern keine Pressefreiheit gibt, wenngleich auch auffällt, dass sich die bei Google angezeigten 123 Presseberichte zum Thema auf genau zwei unterschiedliche Textversionen reduzieren. So recht scheinen die xenophilen Journalisten mit der ihnen noch gewährten Pressefreiheit und Vielfalt also eh nichts anfangen zu können.

Der „Spiegel“ berichtet, natürlich im selben Artkel wie in dem über Neonazis:

In Aarhus kam es am Samstag am Rande einer anti-islamischen Kundgebung zu Prügeleien. Wie das dänische Fernsehen am Samstag berichtete, wollten linksorientierte Autonome die Mitglieder rechtsextremer Organisationen aus mehreren europäischen Ländern angreifen, die sich in einem Park im Zentrum der zweitgrößten dänischen Stadt versammelt hatten. Die Polizei, die mit Steinen und Flaschen attackiert wurde, nahm mehr als 80 Personen fest.

Natürlich wird dem dummen Leser nicht gesagt, dass es sich bei den Festgenommenen um friedensbewegte Linke und nicht etwa um Nazis handelt.

Die WELT lässt uns darüber ebenfalls im Unklaren, auch wenn die Zahl der Verhafteten hier auf 20 geschrumpft ist, und schreibt:

Die Ordnungshüter waren mit einem Großaufgebot vor Ort, um die Vertreter der rechten Danish Defence League (Dänische Verteidigungsliga) und ihrer Schwesterorganisationen aus Deutschland, Polen, Großbritannien, Schweden, Finnland, Norwegen und Spanien von Gegendemonstranten getrennt zu halten. Allerdings seien nur etwa 300 Vertreter der islam-feindlichen Gruppierungen erschienen, sagte Polizeisprecher Georg Husted der dpa. Ein buntes Bündnis dutzender Organisationen und Gewerkschaften hatte im Zentrum der Stadt an die 5000 Gegendemonstranten versammelt. Deren Demonstrationszug war nach Angaben der Polizei zunächst friedlich verlaufen.

Was hat das denn für einen Informationswert? Waren die „Rechten“ nicht friedlich? Oder die Linken nur anfangs? Journalistikstudenten, Doktoranden der Kommunikationswissenschaft und interessierten Schulklassen sei zum Vergleich mit der Qualitätsstümperei der Resentimentpresse ein Blick in die vorbildlich objektive Live-Berichterstattung vom Ereignis bei QUOTENQUEEN empfohlen. So sieht journalistische Berichterstattung  aus, die ihre Leser als urteilsfähige mündige Bürger statt als volkspädagogische Erziehungsmasse betrachtet!

  1. #1 von Dr. Doornkaat am 01/04/2012 - 14:25

    Die deutsche Presse orientiert sich weitgehend an den Richtlinien des Wahrheitsministeriums, für das schon Winston Smith tätig war. Es soll tatsächlich noch immer Leute geben, die allen Ernstes glauben, George Orwell wollte mit seinem Roman „1984“ vor einen erneuten Erstarken der Nazis warnen.

  2. #2 von Siegfried am 01/04/2012 - 14:41

    Die „Welt“ erklärt alles:Pro NRW macht nur Wahlkampf,weil sie vor der Insolvenz stehen
    und Molau und Worch tanzen einen Tango:

    http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article106140937/Freiheit-statt-Islam-als-Billigwahlkampf-Losung.html

  3. #3 von max am 01/04/2012 - 21:38

    Wer da war hat MUT!

  4. #4 von Gudrun Eussner am 01/04/2012 - 21:48

    Ich finde diese Aktion in Aarhus total verfehlt. In Al Jazeera triumphieren sie über die Großdemonstration.

  5. #5 von Gudrun Eussner am 01/04/2012 - 21:55

    Das Thema Islamisierung drückt die Menschen und es liegt uns politisch nahe, also haben wir es uns ausgesucht. Wir haben nach Inhalten Ausschau gehalten und waren anfangs selbst überrascht, welche außerordentliche Resonanz wir mit dem Thema gefunden haben. Gerade in Großstädten kann man damit punkten! Wir haben die Marktlücke besetzt, und es ist uns der Einbruch in Schichten gelungen, die wir sonst nicht erreicht hätten.

    Markus Beisicht in einem Interview mit der Jugen Freiheit, Freitag, 19. 9.2008

    Beim Ausschauen nach geeigneten Themen für ein Parteiprojekt ist die Bürgerbewegung Pro-Köln auf die Islamisierung gestoßen, es hätte demnach auch ein anderes Thema sein können, wenn es den Zweck erfüllt hätte, ihrer Bewegung Zulauf zu verschaffen. :mrgreen:

  6. #6 von stm am 01/04/2012 - 22:12

    #5 von Gudrun Eussner am 01/04/2012 – 21:55

    …es hätte demnach auch ein anderes Thema sein können, wenn es den Zweck erfüllt hätte, ihrer Bewegung Zulauf zu verschaffen.

    So läuft es nun einmal im Mehrheits-Zirkus namens Demokratie. Die Leute, die diese einmal hoch gehalten haben, haben nicht geahnt, daß die Mehrheit im Laufe der Zeit so drastisch verblöden würde.

  7. #7 von Gudrun Eussner am 01/04/2012 - 22:30

    Dann sollte man aber der WELT nicht den Vorwurf machen, das so auszuschlachten. Und wieder sieht man die liebevoll gemalten Moscheen, die anschließend rot durchgestrichen werden. Die Muslime haben sicher ihre Freude daran. Es erinnert an die Anti-Hakenkreuz-Kampagnen der Grünen, die auch erst sorgfältig das Hakenkreuz malen und es dann dünn rot durchstreichen.

    Beide, die PRO und die Grünen, lieben ihre jeweiligen Objekte. Die einen streichen sie durch von links oben nach rechts unten, die anderen von rechts oben nach links unten.

    Rinks und Lechz, vereinigt Euch! :mrgreen:

  8. #8 von stm am 01/04/2012 - 22:42

    #7 von Gudrun Eussner am 01/04/2012 – 22:30

    Rinks und Lechz, vereinigt Euch!

    Das unterschreibe ich sofort. Primitive Denkmuster sind keine Lösungen, sondern Probleme. Aber geblökt ist schnell. Besser machen kann ich es auch nicht.

  9. #9 von 20juli1944 am 02/04/2012 - 15:38

    Ich fand Aarhus gelinde gesagt,nicht hilfreich. Was bringt es, wenn man sich um gegen den Islam zu agieren mit Leuten wie Philip Trauelsen (Dänische Nationale Front und der Gruppe „Blood and Honor“) und Frya Lindgren, beide die Demoanmelder und Veranstalter, anschließt? Ein Anders Gravers, der zugibt, mit einem Julius Borgesen, Faschist, wegen Brandanschlag auf Polizisten verurteilt, auftritt?
    Sind einige schon so verzweifelt, das sie wie die Muslime nur noch mit Anwendung von Gewalt die Lösung der Probleme sehen?
    Einen guten Bericht fand ich hier: http://ayunion.wordpress.com/2012/03/31/anti-islam-demo-endet-im-selbstverschuldeten-desaster/. Wobei ich sage: Ulfkotte hatte mit Aarhus nichts zu tun. Der würde schon wegen Stürzenberger nicht dabeigewesen sein.
    Der Islam ist nicht das Problem, sondern nur ein Symtom der Krankheit, an der Deutschland, Europa leidet.
    Stürzenberger mag bejubelt werden als der Held, der sich mutig gegen die Meute stellt.

    Eine Rede von ihm am Samstag in Wiesbaden auf der Demo hätte ihm diese Ehre nicht gebracht…Aber die Spaltung eines Teils der islamkritischen Bewegung/Pax Europas vermieden.

    Aber will er das?