Zuviel Nachfrage: Aufnahmestopp im Terrorcamp

Weil mittlerweile hunderte junge europäische Mohammedaner in pakistanische Ausbildungslager strömen, um dort zu lernen, wie sie uns Ungläubige umbringen können, haben einige Anbieter der Kurse für islamisches Leben und Sterben einen Aufnahmestopp verhängt. Die Terrorstudenten, allein aus Deutschland sind den Behörden 250 Personen bekannt, werden nach Somalia oder Jemen verwiesen, wo noch Kapazitäten frei sind.

Die Neue Zürcher Zeitung berichtet:

Die meisten der Lager befinden sich in Waziristan, einem der Stammesgebiete, die nominell zu Pakistan gehören, in denen der Staat aber kaum eine Kontrolle ausübt. Hierher waren Kaida-Angehörige nach ihrer Vertreibung aus Afghanistan geflüchtet, und hier bauten sie an neuem Ort auch ihre Lager wieder auf.

In Afghanistan hatte die Kaida vor dem 11. September Tausende von Jihad-Rekruten ausgebildet. Waren jene Lager grosse Gelände, die auf Satellitenaufnahmen westlicher Nachrichtendienste fast wie reguläre Kasernen aussahen, sind die Terrorzentren in Pakistan meist nur einzelne Häuser oder Gehöfte, denn am Himmel lauern unterdessen die amerikanischen Drohnen mit ihren Kameras und Raketen.

Allerdings werden die Lager längst nicht mehr nur von der Kaida betrieben, die zumal seit dem Tod ihres Emirs Usama bin Ladin geschwächt ist. Pakistanische Gruppen wie die Lashkar-e Toiba oder internationale jihadistische Gruppen wie die Islamische Bewegung Usbekistans unterweisen ebenfalls Rekruten in den Unterrichtsfächern des Todes: Bombenbau, Umgang mit Waffen, Taktik und Konspiration. Die Ausbildung ist hart und das Essen ist schlecht, wie man aus abgehörten Telefongesprächen weiss. Und dennoch fehlt es nicht an Nachwuchs.

Nicht wenige der Rekruten stammen aus Europa. Kamen in den afghanischen Lagern die Absolventen noch fast ausschliesslich aus dem Maghreb, dem Nahen Osten und Südasien, so gelangen heutzutage auf verschlungenen Pfaden immer mehr Muslime aus Europa – junge Eingewanderte oder Konvertiten – dorthin. Die deutschen Nachrichtendienste zählen allein 255 Personen mit sogenanntem Deutschland-Bezug, die bereits ein Training erhalten haben oder ein solches in naher Zukunft absolvieren sollen.

Inzwischen haben einige Gruppierungen bereits so viele Neuankömmlinge aus Europa, dass sie einen Aufnahmestopp verhängt haben. Junge Islamisten, die bei ihrer Abreise etwa aus Deutschland oft gar noch nicht wissen, wo die Endstation ihrer Reise sein wird, landen daher immer öfter in Trainingscamps in Somalia oder Jemen, den neuen Hotspots des internationalen Terrorismus.

Dass diese Fusssoldaten des Terrors nach Europa zurückkehren und Anschläge planen, ist unterdessen die Hauptsorge der Behörden bei der Bekämpfung des islamistischen Terrorismus. Die in Europa aufgewachsenen Islamisten können sich im Schengen-Raum frei bewegen und sprechen europäische Sprachen – ideale Voraussetzungen, um unerkannt Attentate vorzubereiten. So haben Polizeibehörden und Nachrichtendienste diese Personengruppe besonders ins Visier genommen.

  1. #1 von Karl Kowalski am 22/03/2012 - 09:34

    Wenn diese Ausbildungslager als Quellen des Terrors bekannt und geografisch lokalisiert sind, was hindert es die westlichen Armeen, diese zu bombardieren?

    Sind sie nun Quellen des Krieges gegen den Westen oder nicht?

    Und wenn sie es sind, dürfen sie dann mit den Mitteln des Krieges bekämpft werden, oder nicht?

  2. #2 von Mekkaschwein am 22/03/2012 - 17:05

    Sozialleistungen nicht nur ihnen, sondern auch ihren Familien streichen, ausbürgern, ausweisen und Einreisestopp für immer verhängen. Ist Ausweisen nicht möglich, dann bleibt es bei der gestrichenen Sozialhilfe, die wohl unmittelbar zum freiwilligen verlassen Staates bei vielen führen würde.
    So würe ein handlungsfähiger Staat reagieren. Und genau darum braucht Europa wieder eine harte Hand. Denn diese weichen Hände, die uns versuchen zu schützen, versagen täglich!

    Wer nicht hören will, muß eben fühlen um zu begreifen. 😀