UN-Soldaten im Sinai gefangen

Schwer bewacht im Niemandsland: UN-Wüstencamp Al Gorah

UN-Soldaten der internationalen Friedenstruppe MFO, die seit 1982 den Frieden zwischen Israel und Ägypten überwachen sollen, indem sie im abgelegenen  Wüstencamp Al Gorah (Fotos) sitzen, werden zur Zeit von schwer bewaffneten Beduinenbanden belagert. Das Camp kann nur noch per Hubschrauber erreicht werden. Während der langen Zeit in der Wüste haben die westlichen Soldaten offenbar vergessen, wie ein Soldat auf Angriffe reagiert.

Die Salzburger Nachrichten berichten:

Dutzende von schwer bewaffneten Beduinen haben den Stützpunkt der internationalen Friedenstruppe (MFO) im Norden der ägyptischen Sinai-Halbinsel umstellt. Mit der Belagerung des Militärlagers Al-Gora wollen sie die Freilassung von fünf Angehörigen erzwingen, die in ägyptischen Gefängnissen einsitzen.

Ein dpa-Mitarbeiter berichtete, die Beduinen hätten am Mittwoch einige der Sicherungsanlagen außerhalb des Stützpunktes beschädigt. Die Friedenstruppe erklärte am Donnerstag auf ihrer Website: „Seit Freitag dem 9. März umstellen demonstrierende Beduinen den zentralen MFO-Stützpunkt in Al-Gora auf dem ägyptischen Sinai, um politische Forderungen gegenüber der Zentralregierung durchzusetzen.“ Die Soldaten seien zwar in Sicherheit, wegen der Belagerung könnten Menschen und Waren aber nur noch per Hubschrauber in das Lager gelangen.

Die internationale Friedenstruppe (Multinational Force and Observers) wacht seit 1982 über den militärischen Frieden auf der Sinai-Halbinsel. Sie basiert auf dem Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten von Camp David aus dem Jahr 1979. Ihr gehören Soldaten aus elf Staaten an: USA, Australien, Kanada, Italien, Norwegen, Frankreich, Uruguay, Kolumbien, Ungarn, Neuseeland und Fidschi.

Bewohner der Sinai-Halbinsel haben das durch die politischen Unruhen in Ägypten entstandene Machtvakuum in den vergangenen Monaten mehrfach ausgenutzt, um Forderungen gegenüber Kairo durchzusetzen. In der Umgebung des Katharinenklosters wurden Touristen verschleppt, die aber meist kurze Zeit später unverletzt freikamen. Palästinenser, die vom Gazastreifen über Ägypten ins Ausland reisen, berichten von einer wachsenden Zahl von Raubüberfällen auf den Straßen des Nord-Sinai.

  1. #1 von sledg hammer am 16/03/2012 - 10:06

    he #QQ worldpress spinnt total
    mfg S.H.
    formaly known as #mike hammer

  2. #2 von quotenschreiber am 16/03/2012 - 11:51

    Bei den gestern Betroffenen klappt es inzwischen wieder. Wir wissen leider auch nicht, was da immer los ist 😦

  3. #3 von max am 16/03/2012 - 14:21

    Die dürfen ja nichts machen,nur wenn sie Angegriffen werden…

    Zur Friedenstruppe fällt mir ein Bericht ein von den GOLAN Höhen vor ca. 2 Jahren.
    Da sagte ein Österreicher das die Syrer immer verbrühte Kinder bringen-er meinte das scheint wohl dort eine normale Art der Bestrafung zu sein!