Wo „Mohr“ allein schon verpönt ist

Bücher werden heutzutage nicht mehr verbrannt. Sie werden politkorrekt umgeschrieben und so dem Zeitgeist angepasst. So verschwanden Agatha Christie „Zehn kleine Negerlein“ und bei Mark Twains „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ wurde das Wort „Nigger“ durch „Sklave“ ersetzt. Pippi Langstrumpfs Vatter, der „Negerkönig“ wurde zum „Südseekönig“. Bücher können eine gefährliche, aber auch eine gefährdete Ware sein. Dann nämlich, wenn politische Korrektheit alte Bücher und Begriffe nachträglich „bereinigen“ will. Mehr hier

  1. #1 von stm am 26/02/2012 - 16:22

    Was sagt dazu eigentlich das Urheberrecht? Darf man ein fremdes Werk im Nachhinein einfach so verfälschen? Immerhin kann die Mode sich ja ändern, und der Autor muß sich dann Fragen stellen lassen wegen, bzw. wird beurteilt für Etwas, das Andere aus seinem Werk gemacht haben. Schon der Anstand sollte einem gebieten, das nicht zu tun. Auch wenn jemand zehn mal der Meinung ist, es besser zu wissen, gibt ihm das nicht das Recht, an fremdem geistigen Eigentum Änderungen vorzunehmen. Gerade jemandem wie Mark Twain gegenüber ist derartige Anmaßung nur respektlos und blamabel. Die Leute, die sich auf diese Art und Weise zum Maßstab erheben wollen, zeigen damit doch nur, daß sie genau dazu nun wirklich nicht taugen.

  2. #2 von Jaette am 26/02/2012 - 17:55

    http://www.youtube.com/watch?v=NUNBNZgm_eU .

    Man beachte die Aussage zu den Kommentaren!

  3. #3 von Heinz Ketchup am 26/02/2012 - 19:17

    Diese Seite über das Thema Mohr ist auch sehr interessant.

    In Berlin z.B. wurden Straße und U-Bahn-Station von Mohrenstraße in Möhrenstraße „umbenannt“.

    Und was soll ein Goldschmiedemeister mit Namen Mohr machen, muss er auch seinen Namen ändern lassen, oder muss das Restaurant „Zum Mohren“ in Restaurant „Zum Farbigen“ geändert werden? 😦

    http://tinyurl.com/6lryayw

  4. #4 von kongomüller am 26/02/2012 - 19:48

  5. #5 von Gutartiges Geschwulst am 26/02/2012 - 20:59

    Würden sämtliche rot-grünen Blockwarte die Traktate ihrer eigenen, geistigen Vorbilder tatsächlich lesen, statt in blindwütiger Verehrung deren verwesten Ärsche zu küssen, müsste sogar ihnen auffallen, welchen Rassismus sie in Wahrheit bejubeln.
    Mindestens acht linke Gottheiten verwendeten, in ihren Schriften, Ausdrücke wie “Neger” oder “Nigger”: Karl Marx, August Bebel, Rosa Luxemburg, Erich Mühsam, Kurt Tucholsky, Jean Paul Sartre, Heinrich Böll und Rudi Dutschke.
    Wäre es nicht längst an der Zeit, das gesamte, gedruckte Erbe dieser roten Rassistenbande in den Papiermüll zu werfen?

  6. #6 von Gudrun Eussner am 26/02/2012 - 22:58

    Und was Kain&Abel angeht, wußtet Ihr schon, daß die das ausdiskutiert haben und Abel lebt? :mrgreen: