Linkspartei manipuliert

Pressemitteilung des Zentralrates der Armenier

Die Förderung von Hass und Fremdenfeindlichkeit attestiert der Zentralrat der Armenier in Deutschland (ZAD) der Linkspartei. Ganz offensichtlich ist diese Partei den massiven Manipulationsverschen Aserbeidschans erlegen und schürt damit selbst das Feuer in einer krisengeschüttelten Region.

Die Bundestags-Abgeordneten Annette Groth und Katrin Werner nehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung Stellung zu den kriegerischen Auseinandersetzung um die kleine Republik Berg-Karabach aus dem Jahr 1992 und sie übernehmen dabei sträflich kritiklos die propagandistischen Positionen Bakus. Sie werfen der armenischen Seite schwere Kriegsverbrechen an der aserbeidschanischen Zivilbevölkerung vor und lassen dabei völlig unbeachtet, wie die armenische Zivilbevölkerung gnadenlos bombardiert und drangsaliert wurde.

Der ZAD verurteilt diese schamlose Einseitigkeit aus Schärfste und erinnert daran, dass die Linkspartei erst kürzlich einen ähnlich einseitigen Antrag an den Bundestag gerichtet hat mit dem vordergründigen Ziel, die „Menschenrechte und Demokratie in des Staaten des Südkaukasus zu fördern“. Ein Antrag, so der ZAD, der direkt von Baku hätte diktiert sein können und den der Bundestag geschlossen zurückgewiesen hat, u.a. weil das Regime Aserbeidschans nach Ansicht des Vorsitzenden des zuständigen Bundestags- Ausschusses „noch mehr in der stalinistischen Tradition steht als DIE LINKE“.

„Die Krisenregion im Kaukasus braucht Ruhe, Demokratie und internationale Unterstützung“, so der ZAD-Vorsitzende Azat Ordukhanyan: „Brandstifter spielen ein gefährliches Spiel und gefährden ein sehr fragiles Gleichgewicht und Frieden in der Region.“

Berg-Karabach, eine alte armenische Provinz, die allein zu Sowjetzeiten durch eine willkürliche Entscheidung des Diktators Stalin zu Aserbeidschan Sowjetrepublik gehörte, hat nach einer Volksabstimmung im Jahre 1991 seine Autonomie erklärt. Heute herrscht Waffenstillstand, eine Friedensregelung scheint noch weit entfernt.

Annette Groth und Katrin Werner beziehen sich in Ihrer Erklärung auf die Ereignisse von Khojalu im Februar 1992. Vom Flughafen dieser kleinen Stadt aus hat die aserbeidschanische Armee damals in einem wochenlangen Raketenhagel Stepanakert bombardiert, die heutige Hauptstadt Berg-Karabachs. Die Eroberung des Flughafens war für die armenische Seite kriegsentscheidend und hat auf beiden Seiten viele Opfer gefordert. Wochen vor der Eroberung hatte das militärische Oberkommando von Stepanakert seine Pläne offenbart und einen Fluchtkorridor für die Zivilbevölkerung eingerichtet. Baku hat die Menschen gewaltsam gehindert, dieses Angebot anzunehmen. Der ZAD: „Das Regime in Baku brauchte die Menschenopfer für seine propagandistische Offensive. Und ganz offenbar ist diese Rechnung aufgegangen. Die Berliner Linkspartei jedenfalls sitzt dieser Strategie noch heute, 20 Jahre danach, auf. Die Armenier in Deutschland sind sehr beunruhigt, dass eine demokratische deutsche Partei so bedenkenlos einseitig argumentiert. Wir können da nur alte Seilschaften aus Zeiten vermuten, die wir längst überwunden glaubten.

Vorstand des Zentralrats der Armenier in Deutschland

Frankfurt am Main

24.02.2012

  1. #1 von Martin Schrödl am 25/02/2012 - 16:29

    „Wir können da nur alte Seilschaften aus Zeiten vermuten, die wir längst überwunden glaubten.“

    Die gibt´s auf jeden Fall! Waren damals Mitte 30, sind heute Mitte 50! DIE können noch lange…

  2. #2 von franz am 25/02/2012 - 20:59

    Ich sah eine alte Tagesschau in der sagte ein Veteran über die Aserbaidschaner:Ich hab im 2 Wk gegen die Deutschen gekämpft aber das hier(ich glaub es ging um die Vertreibung von Armeniern und ihrer Ehepartner etc. aus der Aser. Hauptstadt) war noch schlimmer,sie sind wie Tiere…

  3. #3 von Petra am 27/02/2012 - 15:46

    @#2 von franz am 25/02/2012 – 20:59

    …aber das hier(ich glaub es ging um die Vertreibung von Armeniern und ihrer Ehepartner etc. aus der Aser. Hauptstadt) war noch schlimmer…

    Schlimmer als WK II? Dann sollte man auch offen drüber reden können.

%d Bloggern gefällt das: