Islamunterricht an hessischen Schulen

Gastbeitrag von Norbert Gehrig

Die hessische Landesregierung will im Herbst über die Einführung eines islamischen Religionsunterrichts entscheiden. Bis Ende des Sommers soll die verfassungsrechtliche Prüfung der Ahmadiyya-Gemeinde und der türkischen Ditib abgeschlossen sein, die sich als Partner angeboten haben. Die Grünen sprachen am Mittwoch von “jahrelangem Hinhalten” beim islamischen Religionsunterricht.

“Wir wollen von vorneherein einen verfassungsrechtlich abgesicherten Partner haben”, sagte Henzler Kultusministerin (FDP). Sollte die Prüfung bei den beiden Trägern positiv ausfallen, könne im Schuljahr 2013/2014 mit dem islamischen Religionsunterricht begonnen werden.

Vor der verfassungsrechtlichen Prüfung werden aber bis Ende März erst einmal zwei Gutachten erwartet. Sie sollen klären, ob Ahmadiyya und Ditib aus religionswissenschaftlicher Sicht infrage kommen.

Da ist die hess. Landesregierung in einer bösen Zwickmühle. Nehmen sie die DITIB, dann begehen sie Verfassungsbruch. Die DITIB untersteht der Dianet, der türkischen Religionsbehörde, die wiederum direkt Erdogan untersteht. Die hess. Verfassung erlaubt es nicht, dass ein anderer Staat in die Schulen interveniert. Nehmen sie die Ahmadis, dann bleiben die Klassenzimmer fast leer. Kein Türke, Pakistaner, Afghane oder Araber schickt seine Kinder zu diesen Ketzern.

Zu den Ahmadis ist folgendes anzumerken:

Die Ahmadiyya-Gemeinschaft wurde im 19. Jahrhundert in Indien gegründet. Sie gilt unter den Orientalisten als sektiererisch und friedlich. Die Gemeinschaft ist mittlerweile in 180 Staaten aktiv und vertritt weltweit mehr als 200 Millionen Gläubige. Ihre meisten Mitglieder zählt sie in Indien, Pakistan und Westafrika. In Deutschland leben rund 50 000 Mitglieder der Sekte und sie unterhalten 15 Moscheen. Die Ziele der Ahmadiyya-Gemeinschaft sind die Einrichtung einer islamischen Ordnung auf der ganzen Welt, die Abschaffung der freiheitlich demokratischen Grundordnung und die Einrichtung des Kalifats mit Scharia-Recht. Deutschland gilt als Basis für die Missionierung und späterer Eroberung von 16 Ländern. Mitglieder der Gemeinschaft müssen einem Londoner Kalifen einen Treue-Schwur leisten, dieser ist ein Leben lang gültig. Die Ahmadiyya-Frauen nur mit Erlaubnis des Mannes am Berufsleben teilnehmen und sie dürfen diszipliniert und somit offen geschlagen werden. Die Polygamie ist nur den Ahmadiyya- Männern erlaubt. Ehen der Ahmadiyya-Frauen werden arrangiert, das heißt, dass es nur selten bis nie Verbindungen aus Liebe gibt. Die Gemeinschaft der Ahmadiyya beruht auf eine Totalitäre auf Unterwürfigkeit und Gehorsam ausgerichtete Ideologie.

Unter Sunniten und Schiiten gelten die Ahmadis als Apostaten, also als vom Glauben abgefallen. Im Koran ist dafür eine Höllenstrafe im Jenseits vorgesehen. In der Hadithsammlung z.B. bei Buharyy heißt es aber unter Nr. 3017: “Wer seine Religion ändert, den sollt ihr töten.” Und so geschieht es auch, besonders, aber nicht nur dort, in Pakistan, wo auch die meisten die hier leben herkommen. Nahezu jedes Jahr gibt es ein Massaker mit hunderten von Ahmadi Opfern. In Pakistan dürfen sie z.B. den Schahada-Schriftzug nicht an ihren Gemeinschaftshäusern anbringen. In ihre Pässe bekommen sie einen Stempel ( ähnlich dem J unter Hitler) mit diesem Stempel können sie u.a. nicht nach Saudi Arabien einreisen. So verhindern die Mehrheitsmuslime, dass die Ahmadis eine Hadsch-Pilgerfahrt unternehmen können. Also können sie eine der 5 Säulen des Islam nicht erbringen. Den grundlegenden Spruch: “Al-Islam hua din wa daula” ”Der Islam ist Glaube und Staat=Politik=Verfassung usw.” erkennen sie nicht so klar an. Für Ahmadis ist eine Trennung von Staat und Ahmadi-Islam keine Gotteslästerung. Unter den “Heiligen Kriegern”= islam. Terroristen sind bisher keine Ahmadis. Die Gewalttaten gegen sich selbst sehen sie eher als Prüfung Allahs an und ertragen sie verblüffend duldsam. Sie neigen nach den Massakern auch nicht zu Rachefeldzügen. Sarrazin passt auf die Ahmadis nicht, denn in Deutschland sind sie sehr bildungsbestrebt. Die Eltern versuchen für ihre Kinder den höchstmöglichen Bildungsabschluss zu erreichen.

Summa summarum: Es sind nicht unsere Gegner in der ersten Reihe. Trotzdem stimmen auch die negativen Punkte. Das Ahmaditum ist also nicht gerade das herausragende Ergebnis des europäischen Humanismus und der Aufklärung.

Im Moment können wir nur für Hessen hoffen, dass nach abschlägiger Entscheidung daraus ein Ethikkurs mit Schwerpunkt Islam wird und das die eingesetzten Lehrkräfte differrenzieren können. Engagieren Sie sich – werden Sie Mitglied. DIE FREIHEIT Hessen meint, Kinder müssen nicht lernen, dass sie unwürdige Menschen seien, wenn sie nicht konvertieren.

Quelle

  1. #1 von GrundGesetzWatch am 24/02/2012 - 16:38

    Ein sehr kompetenter Artikel von Norbert Gehrig. Auf der Homepage der Ahmadiyya wird – wie in dem Artikel beschrieben – sich zu der „arrangierten“ Ehe bekannt. Wie die aussieht ist bekannt. Wenn der zweite Anlauf mit einer Liste zur Auswahl auch abgelehnt wird, dann erfolgt Repression.

  2. #2 von Norbert Gehrig am 24/02/2012 - 16:43

    Sorry. Der Artikel wurde von mir nur als Pressemitteilung verschickt. Er stammt wie auf unter dem Artikel vermerkt von „Mehrtürer“

  3. #3 von Jaette am 24/02/2012 - 17:52

    Vor der verfassungsrechtlichen Prüfung […]

    Art. 5 (3) GG, auf den sich die I Slam-Apologeten hinsichtlich ihrer Forderung auf Unterrichtungsanspruch in öffentlich-rechtlichen Schulen berufen, führt u.a. aus: Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.
    Hier bedarf es wohl keiner weiteren Erläuterung und es ist irrelevant, welche islamische Strömung den Anspruch auf Unterrichtsausübung stellt!

    @ N. Gehrig:

    Engagieren Sie sich – werden Sie Mitglied. DIE FREIHEIT Hessen meint, […]

    Bitte verschonen Sie mich vor Sätzen wie diesem! Ich schreibe hier, weil im Header
    Überparteilich, unabhängig, unverkäuflich steht. Danke für Ihr Verständnis.

  4. #4 von indianerjones am 26/02/2012 - 11:52

    Es ist anzuraten alle Religionsschüler wieder zu Menschen umzuschulen, am besten fängt man da bei Islamschulen gleich mal an, ohne aber die Anderen außer Sicht zu lassen. 💡

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