Uneinsichtiger Türke wird abgeschoben

Ein Türke, der offenbar darauf besteht, seine ehemalige Ehefrau weiterhin zu vergewaltigen und zur Prostitution zu zwingen, wird jetzt abgeschoben. Etwas unscharf spricht die Qualitätszeitung zunächst recht allgemein von einem Ausländer. Später im Artikel wird der diskriminierende Generalverdacht aber zu Gunsten unseres direkt wach gewordenen Vorurteils konkretisiert.

Die Rhein-Zeitung berichtet:

Ein in Worms lebender Ausländer wird nach 20 Jahren Aufenthalt aus Deutschland abgeschoben. Der Mann war unter anderem wegen schwerer Vergewaltigung verurteilt worden, hat aber nach Überzeugung des Gerichts seine Schuld nicht eingesehen. Das Urteil soll auch präventiv wirken, „um andere Ausländer von ähnlichen Straftaten abzuhalten“.

Der Mann ist vom Strafvollzug direkt in Abschiebehaft gekommen. Er war nach Gerichtsangaben bestraft worden, weil er seine damalige Ehefrau vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen hatte. Das Gericht sieht sein früheres Opfer nun erneut „in erheblichem Maße“ in Gefahr, wie es in der Entscheidung (Az.: 4 L 1692/11.MZ) heißt. Der Mann war zu 6 Jahren und 3 Monaten unter anderem wegen besonders schwerer Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Der Mann habe die Schuld nicht eingesehen.

Beide sind inzwischen geschieden. Wegen einiger Äußerungen während der Haft müsse nun damit gerechnet werden, dass der Mann wieder Kontakt zu ihr sucht. Da es keine Scheidung in seiner türkischen Heimat gegeben hat, gehe der Mann immer noch immer davon aus, er sei mit ihr verheiratet. Er hatte die in Deutschland lebende Türkin vor 20 Jahren geheiratet und hatte deshalb ebenfalls ein Aufenthaltsrecht bekommen.

  1. #1 von democracy am 31/01/2012 - 14:25

    Und wie ein Jojo wird er kurz darauf aus der Türkei verschwinden und nach Deutschland zurückkehren….

  2. #2 von Peter Blum am 31/01/2012 - 15:10

    Wird abgeschoben…. ist Futur.
    Also ich warte bis der Satz lautet: „Ist abgeschoben worden.“

    Dazwischen kann unter Umständen eine ganze Menge Präsens liegen……

  3. #3 von Starenberg am 31/01/2012 - 16:15

    Das Urteil ist wegen seiner Begründung höchst anfechtbar:
    „um andere Ausländer von ähnlichen Straftaten abzuhalten“.
    Das ist ja gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit!

    Jedem Linken und Linksanwalt ist seit Jahrzehnten klar, daß der Gedanke der Generalprävention im Strafrecht völlig unangebracht ist. Es geht einzig und allein um Resozialisierung!
    Äh, was? Resozialisierung setzt Sozialisierung voraus?? ScheiSSe das, immer dieses faschistische Gedankengut. Die einzig sozialverträgliche Lösung wäre, die betroffene Frau auszuweisen; das würde die Wiederholungsgefahr ausschließen.

    Außerdem habe ich Angst, daß diese Fachkraft nach Abschiebung nicht mehr zu meiner Rente beitragen wird. Das Mindeste ist eine Lichterkette von Flensburg bis Garmisch!

    Frau Böhmer und Herr Mai-Zecke, übernehmen Sie!

  4. #4 von Heimchen am Herd am 31/01/2012 - 16:58

    „Der Mann habe die Schuld nicht eingesehen.“

    Joy ey. voll krass, ey alta..

    „Da es keine Scheidung in seiner türkischen Heimat gegeben hat, gehe der Mann immer noch immer davon aus, er sei mit ihr verheiratet.“

    Ist doch „voll normal“ Ey Kollegah was meinst Du alta?

    http://www.youtube.com/watch?v=HEXmtj9fCPw .

  5. #5 von Saejerlaenner am 31/01/2012 - 18:28

    Ist doch klar, daß er seine Schuld nicht eingesehen hat. Was soll er sonst behaupten?

    Als normaler Mensch weiß man schon mit 10, was geht und was nicht. Tut man es trotzdem, bleiben nur zwei Möglichkeiten:
    a) Zugeben (auch vor sich selbst), daß man ein Arschloch ist oder
    b) Kapitalverbrechen aller Art und Güte als sein gutes Recht betrachten.

    Ich denke aber, #3 Starenberg sieht die Sache realistisch:

    Das Urteil ist wegen seiner Begründung höchst anfechtbar:
    „um andere Ausländer von ähnlichen Straftaten abzuhalten“.
    Das ist ja gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit!

    Die Show geht bestimmt noch weiter, vermutlich ist schon beim Bundesverfassungsgericht Schluß. Da Juristen in der Regel keine Dummköpfe sind, ist die Frage wohl berechtigt, ob eventuell Absicht dahintersteckt.