Alboga fordert mehr Anpassung an den Islam

„Ich warne vor diesem Mann!“ rief einst der Holocaustüberlebende und islamkritische Schriftsteller Ralfph Giordano aus und zeigte mit dem Finger auf seinen damaligen Diskussionspartner Bekir Alboga. Der „Dialogbeauftragte“ der türkischen Religionsbehörde zur Übermittlung mohammedanischer Forderungen gegenüber den ungläubigen Deutschen wird im Interview zu den Erwartungen der Muslime für das neue Jahr befragt. Diese bestehen wie üblich aus Forderungen.

Kath.net befragte den DITIB-Beauftragten und Sprecher des Koordinationsrates der Muslime in Deutschland (KRM):

KNA: Herr Alboga, 2012 werden erstmals islamische Theologen, Imame und Religionslehrer an vier deutschen Universitätsstandorten ausgebildet, Nordrhein-Westfalen beginnt als erstes Bundesland mit flächendeckendem Religionsunterricht für Muslime. Wird es ein historisches Jahr für den Islam in Deutschland?

Alboga: So weit würde ich nicht gehen. Die Entwicklung der islamischen Ausbildung an Schule und Universität ist gut. Ich rechne damit, dass 2012 auch Hessen, Niedersachsen, Hamburg und Bremen den Weg für islamischen Bekenntnisunterricht an den Schulen freimachen. Letztlich passt sich der deutsche Staat aber nur an eine Wirklichkeit an, die seit Jahren existiert. Dieser Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen.

KNA: Hat die Förderung islamischen Bekenntnisunterrichts die von den Verbänden ersehnte Anerkennung als Religionsgemeinschaft näher gebracht?

Alboga: Bisher gibt es nur das Provisorium der Beiräte, in denen Muslime über Lehrpersonal und Lehrpläne lediglich mitentscheiden dürfen. Wir haben immer gesagt, dass dies nur eine Übergangslösung sein darf. Solange das klar ist, machen wir mit. Faktisch sind die vier Islamverbände, die im Koordinierungsrat der Muslime (KRM) zusammengeschlossen sind, längst Religionsgemeinschaften. Der Staat sitzt beim Thema Bildung mit uns am Tisch. Auch die Zusammenarbeit der Verbände untereinander ist enger geworden. Wir haben auch einen gemeinsamen Lehrplan erarbeitet. Es fehlt nur noch die juristische Anerkennung als Religionsgemeinschaft.

KNA: Das Staatskirchenrecht ist da streng: Es muss unter anderem klar sein, wer genau dazugehört, während dem Islam eine umfassende Registrierung aller Gläubigen ähnlich dem Taufregister fremd ist. Außerdem vertreten die Verbände laut Schätzungen nur etwa ein Fünftel aller Muslime in Deutschland.

Alboga: Die Verbände im KRM repräsentieren über 2.300 der 2.500 Moscheegemeinden in Deutschland, also die große Mehrheit der praktizierenden Muslime. Oft ist nur der Familienvater eingetragenes Mitglied in einem Verein, wobei natürlich die ganze Familie am religiösen Leben der Gemeinde teilnimmt. Aus unserer Sicht sollte nicht vom Islam verlangt werden, dass er sich an ein altes, auf die Kirchen zugeschnittenes Recht anpasst. Der Staat sollte seine Gesetze an der religiösen Pluralität in Deutschland ausrichten. Immerhin leben Muslime seit 50 Jahren hier. Eine Gleichstellung mit den Kirchen würde ihre emotionale Bindung an Deutschland stärken.

KNA: Sind Sie darüber enttäuscht, dass die Kirchen bisher eher skeptisch darauf reagieren?

Alboga: Von den Kirchen wünschen wir uns in der Tat mehr Unterstützung. Eine Anerkennung des Islam als Religionsgemeinschaft wäre für sie ja keine Gefahr. Aber ich sage auch, dass der Umgang mit den Kirchen immer enger geworden ist.

KNA: Inwiefern?

Alboga: Ein wichtiges Symbol für uns Muslime war das Treffen mit dem Papst bei seinem Deutschlandbesuch im September. Das war ein Zeichen der Wertschätzung. Damals habe ich dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, regelmäßige Begegnungen zwischen KRM- und Kirchenvertretern vorgeschlagen und ich hoffe, dass es 2012 endlich dazu kommt. Mit den Spitzen der Evangelischen Kirche treffen wir uns voraussichtlich im Mai.

KNA: Worum könnte es bei den Gesprächen gehen?

Alboga: Ein Thema ist der Einsatz für den Wert der Spiritualität und gegen die fortschreitende Areligiosität in der modernen Gesellschaft. Außerdem sind die Kirchen wichtige Partner im Kampf gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Insgesamt sollte es darum gehen, gemeinsam eine Anerkennungs- und Respektkultur zwischen Christen und Muslimen zu vertiefen.

KNA: Wie stark sind denn die Nachwirkungen der rechtsextremen Mordserie unter Muslimen?

Alboga: In den Gemeinden gibt es eine diffuse Angst und ein gestörtes Vertrauensverhältnis zu den entsprechenden Sicherheitsorganen, vor allem, weil noch viel aufzuklären bleibt. Ich bin zuversichtlich, dass dies 2012 geschieht und entschlossene Maßnahmen gegen den Rechts-Terrorismus ergriffen werden. Aber es geht auch um ein tolerantes Bewusstsein in der Mitte der Gesellschaft, wo viel versteckte Fremdenfeindlichkeit herrscht.

» Zum Thema Anerkennungs- und Respektkultur berichtete QQ über Christenverfolgung in islamischen Staaten

  1. #1 von Kruzifünferl am 07/01/2012 - 22:29

    Nach diesen Antworten von Bekir Alboga darf man die Semantik und auch die Konnotation der Begriffe
    – Anmaßung („Aus unserer Sicht sollte nicht vom Islam verlangt werden, dass er sich an ein altes, auf die Kirchen zugeschnittenes Recht anpasst.“) und
    – Unverschämtheit („Der Staat sitzt beim Thema Bildung mit uns am Tisch.“ – … und nicht umgekehrt …)
    neu definieren.
    Leider gibt es von unseren Kirchen und unserer Politik keine angemessene Antwort.
    Die Verbreitung von Aussagen eines Bekir Alboga sollte für jeden von uns Pflicht sein, damit auch schlichte oder indoktrinierte Gemüter endlich verstehen, was in Deutschland auf sie zukommt …

  2. #2 von stm am 08/01/2012 - 00:10

    Warum reden wir mit denen? Wir sollten sie endlich in ihre Herkunftsländer zurückschicken, dort können sie einander abverlangen, was ihnen beliebt. Hier gibt es doch wirklich Wichtigeres zu tun.

  3. #3 von Eso-Vergelter am 08/01/2012 - 03:24

    Der 2. Weltkrieg ist noch nicht beendet. Denn die Alliierten kämpften nicht nur gegen Hitler. Sondern z. B. auch gegen Rashidi im damaligen Britisch-Indien. Rashidis Organisation wurde nie besiegt. Die Briten verloren 1947 Indien und Pakistan. Die USA verloren 2011 den Irakkrieg. Zionismus, Islamismus und Nazismus werden niedergebrochen.
    Und allgemein nehmen die Zerstörungen explosionsartig zu. Z. B. können Krampfadern mit der Linser-Methode ohne Operation zerstört werden. Zudem sind u. a. die Winter 20 % kürzer, als früher.
    Die orthodoxe Wissenschaft wird durch Bionik ersetzt.
    Prognose für die Bundestagswahl 2017:
    CDU 33 % – SPD 25 % – Grüne 10 % – Linke 6 % – Piraten 6 % – FW 6 % – Pro D 6 % – DF 2 % – Sonstige 6 %

  4. #4 von Saejerlaenner am 08/01/2012 - 12:20

    „Und sie laufen! Naß und nässer
    wirds im Saal und auf den Stufen.
    Welch entsetzliches Gewässer!
    Herr und Meister! hör mich rufen! –
    Ach, da kommt der Meister!
    Herr, die Not ist groß!
    Die ich rief, die Geister
    werd ich nun nicht los.“

    Auf den alten Hexenmeister wird man leider vergeblich warten.

    BTW: Die Unverschämtheiten des Herrn Alboga gehen noch weiter: Der Staat sollte seine Gesetze an der religiösen Pluralität in Deutschland ausrichten. Immerhin leben Muslime seit 50 Jahren hier.. Er verlangt nicht nur, daß sich der Islam nicht anzupassen hat, er fordert vielmehr, daß der deutsche Staat seine Gesetze an die stetig wachsende Zahl der Mohammedaner anpassen soll.

    Das Prinzip der Demokratie hat der Herr verstanden, immerhin. Was die Mehrheit will, soll geschehen. Dazu kann man wohl nur sagen, daß Demokratie bloß für Länder taugt, die nicht mehrheitlich aus (religiösen) Spinnern bestehen. Und hier kommt dann die demographische Entwicklung ins Spiel. Die arbeitet langsam, aber sicher, und immer schneller daran, daß die Europäer ihre Länder an diese Einwanderer verlieren.

    „Der islam“ an sich wäre grundsätzlich kein Problem für die Europäer – wenn denn die Mohammedaner blieben, wo sie herkommen. Er wird es allein dadurch, daß unsere Politik es denen ermöglicht, sich in Europa immer mehr auszubreiten.

  5. #5 von Martin Schrödl am 09/01/2012 - 16:11

    „Der Staat sollte seine Gesetze an der religiösen Pluralität in Deutschland ausrichten.“
    TUT ER DOCH!!

    „Immerhin leben Muslime seit 50 Jahren hier.

    50 JAHRE? AHA, ALSO EIN KLACKS, WENN MAN ZUGRUNDELEGT, DASS ISLAMISTEN IN HISTORISCHEN DIMENSIONEN, ALSO IN VIELEN JAHRHUNDERTEN
    DENKEN!!

    Warum warnt Giordano vor so einem plumpen Hetzer wie Alboga? Warnen sollte man die Bevölkerung vor den Politikern, Beamten und nicht zuletzt vor den Journalisten in D, die Leuten wie Alboga bei uns eine solche Plattform bieten!