Iran droht – Ölpreis steigt

Iranische Kriegsspiele in der Straße von Hormus

Jetzt droht der Iran  für den Fall verschärfter Sanktionen der ganzen Welt mit einer Blockade der Straße von Hormus. Durch die Meerenge wird knapp die Hälfte des weltweit verbrauchten Rohöls verschifft. Die Märkte reagieren sofort auf das sensible Thema und bleiben beim Ölpreis auf hohem Niveau.

Das Hamburger Abendblatt berichtet:

Der Ölpreis schnellt nach oben: Der iranische Vizepräsident Mohamad Resa Rahimi hat der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA zufolge mit der Schließung der Straße von Hormus gedroht, sollte der Westen die iranischen Ölexporte mit Sanktionen belegen. Der Iran wolle keine Feindseligkeiten, sagte Rahimi der Agentur zufolge am Dienstag. Jedoch warf er dem Westen vor, seine Verschwörung gegen den Iran weiter zu betreiben.

Im Streit um das iranische Atomprogramm erwägen westliche Staaten die Verhängung von Sanktionen gegen iranische Ölexporte, die über 80 Prozent der Auslandseinkünfte des Irans ausmachen. Derzeit führt Iran in der Nähe der Straße von Hormus ein zehntägiges Marinemanöver durch. Rund 40 Prozent der weltweiten Öllieferungen müssen auf ihrem Weg in alle Welt die Meerenge passieren.

Die Furcht der Anleger vor Versorgungsengpässen hat den Ölpreis am Mittwoch hoch gehalten. Die Sorten Brent und WTI behaupteten ihre Vortagesgewinne und kosteten 109,24 beziehungsweise 101,60 Dollar je Barrel.

Auslöser für diese Spekulationen war die Drohung des iranischen Vize-Präsident Mohammed Resa Rahimi vom Vortag, die für den Öltransport wichtige Straße von Hormus zu sperren, sollte der Westen wegen des Atomstreits Sanktionen gegen die Ölexporte seines Landes verhängen. Alternative Routen für die Öllieferungen aus der arabischen Welt könnten nicht von heute auf morgen gefunden werden, betonte Rohstoff-Experte Greg Smith von Global Commodities.

Der neue iranische Vizepräsident Rahimi hatte gedroht, kein Tropfen Öl käme mehr durch die Straße von Hormus. Sollte der Iran die Drohung wahr machen, gäbe es zu einem sofortigen militärischen Eingreifen keine Alternative, um den baldigen Zusammenbruch der Weltwirtschaft zu verhindern. Zur Abwendung einer solchen globalen Katastrophe könnte der Westen dann vermutlich sogar auf die Unterstützung von Russland und China rechnen, die bisher entschieden gegen militärischen Druck auf Iran sind.

  1. #1 von aishe am 28/12/2011 - 16:26

    Saddam Hussein wollte die Palästinenser und RAF benutzen um paar Ölminister Umzubringen damit der Ölpreis steigt-denn er brauchte Geld für den Krieg.

    Aber ich schätze Irans Flotte ist innerhalb eines Tages versenkt-daran sollte auch jeder denken der Deutschlands U-Boot Exporte nach Israel kritisiert.

  2. #2 von Martin Schrödl am 29/12/2011 - 00:42

    @#1:

    Innerhalb eines Tages? Eher innerhalb einer Stunde.