Türkei isoliert sich weiter

Nachdem Erdogan bereits die lange und bewährte Freundschaft zwischen der Türkei und Israel zum Nachteil seines Landes aufgekündigt hat, ist jetzt Frankreich an der Reihe. Weil die immer mehr im reaktionären Islam versumpfende Türkei sich ihrer Geschichte nicht stellen will. Nachdem die französische Nationalversammlung das Leugnen historisch bewiesener Völkermorde unter Strafe gestellt hat, fühlt sich Erdogan angesprochen.

Der SPIEGEL berichtet:

Als Reaktion auf den Beschluss der französischen Nationalversammlung, das Leugnen des Völkermords an den Armeniern unter Strafe zu stellen, hat Istanbul die militärische Zusammenarbeit mit Frankreich gestoppt. Französische Militärflugzeuge dürfen nicht mehr auf türkischen Flughäfen landen und französische Armeeschiffe nicht mehr türkische Häfen ansteuern. Auch gemeinsame Manöver wurden abgesagt.

Auch setzte der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag die bilateralen Besuche aus. Die Entscheidung der Nationalversammlung werde dem türkisch-französischen Verhältnis „sehr schwere und irreparable Wunden“ zufügen, sagte Erdogan.
Ankara hatte zuvor seine Drohung wahr gemacht und in dem Streit seinen Botschafter aus Frankreich abberufen. Das berichtete der türkische öffentlich-rechtliche Fernsehsender TRT. (…)

Kurz zuvor hatte die Pariser Nationalversammlung ungeachtet heftiger türkischer Proteste in erster Lesung den Gesetzesentwurf gebilligt, der die Leugnung offiziell anerkannter Völkermorde unter Strafe stellt. Nach französischer Lesart fallen darunter auch die Verbrechen an den Armeniern im Osmanischen Reich 1915-1917. Die Türkei als Rechtsnachfolgerin des Osmanischen Reichs bestreitet einen Genozid.

Wir vermissen in diesem Zusammenhang einen freundschaftlichen Rat unserer Bundeskanzlerin. Während die Türken immer als erste zur Stelle sind, um Deutschland gute Ratschläge zur Innenpolitik zu geben, verpasst Angela Merkel hier die Gelegenheit, freundschaftliche Anteilnahme am Geschick der Türkei zurück zu geben. Denn gerade Deutschland könnte den Türken doch Mut machen, aus der Verarbeitung der eigenen schmachvollen Vergangenheit positive Schlüsse für die Gestaltung einer besseren Zukunft zu ziehen. Wo sind die deutschen Freunde, wenn die Türkei sie braucht?

  1. #1 von Martin Schrödl am 23/12/2011 - 10:55

    Wenn die Türkei und Frankreich keine gemeinsamen Manöver mehr bestreiten, hat das ungefähr genauso schwerwiegende Konsequenzen, wie wenn in China ein Fisch ein Fahrrad umstößt.

  2. #2 von maik am 23/12/2011 - 11:16

    Letzte Woche konnte man ja lesen das ein Rumäne(über 80 Einbrüce!)nicht ins Gefängnis kam weil er kein Deutsch kann,
    Und jetzt sprach ein Richter kein Urteil weil die Albaner Aggressiv waren!

    Der zuständige Richter fällte jedoch kein Urteil, da unter den Anwesenden, so die Mitteilung eine sehr aggressive Grundhaltung auszumachen war.
    http://www.westfaelische-nachrichten.de/aktuelles/muensterland/1745809_Massenschlaegerei_vor_dem_Amtsgericht.html

  3. #3 von Saejerlaenner am 23/12/2011 - 11:25

    #2 von maik

    Die Schlägerei rief schnell die Polizei auf den Plan, die in einem Nachbargebäude sitzt. Den beamten sei es gelang, die Streithähne zu trennen. Neun Personen wurden in Gewahrsam genommen und sitzen in den Zellen der Dienststelle,

    Wasn das für ne Meldung? Können die überhaupt noch deutsch da in ihren Schreibstuben? Da hat sich wohl einer der betreffenden Albaner ausgetobt.

  4. #4 von Gudrun Eussner am 23/12/2011 - 13:28

    Man kann sich darüber streiten, ob ein solches Gesetz hätte verabschiedet werden sollen, aber das Argument Recep Tayyip Erdogans, Frankreich sollte sich erst einmal um die Aufarbeitung seiner Schandtaten in der Kolonialzeit scheren, das hat was, wenn es vom Rechtsnachfolger des osmanischen Reiches kommt, das andere Völker, christliche und muslimische, Hunderte von Jahren unterdrückt und ausgeraubt hat. Die türkische Regierung erweckt den Eindruck, als wenn sie die Erfahrungen Nazideutschlands mit Machtstreben und Untergang im Zeitraffer durchleben will. :mrgreen: