Mit Rot kommt Not

Alle Jahre wieder vor Weihnachten veröffentlicht die Armutsindustrie ihre Aktienkurse. Im Armutsbericht klagt man auf hohem Niveau, denn was statistisch in Deutschland arm ist, ist im Vergleich immer noch so wohlhabend, dass es Millionen echter Armer in aller Welt in unsere Sozialsysteme zieht. Dabei versteht es der Wohlfahrtsverband einzurichten, dass er niemals überflüssig wird, weil es keine Armut mehr gibt. Deren Bestand ist garantiert, weil sich die Definition als Anteil am Durchschnitt definiert. Je mehr Reichtum, desto mehr Armut, wird mit diesem Trick garantiert. Immerhin ist die Propagandaschrift gut für einen Vergleich der Bundesländer.

Und der ergibt: Die wenigste Armut gibt es in den traditionell bürgerlich konservativ ausgerichteten Ländern Bayern und Baden-Württemberg. Am Schlechtesten sieht es da aus, wo SPD und SED jahrelang für mehr Gerechtigkeit sorgten oder sorgen: Berlin und NRW. Besonders für das Ruhrgebiet drohen die Armutsfunktionäre jetzt bereits unverhohlen mit sozialen Unruhen, wenn man nicht endlich den statistisch Reichen das Geld stiehlt und es den statistisch Armen gibt. Die Süddeutsche Zeitung berichtet:

Im Osten ist die Gefahr, in Armut abzusinken, nach wie vor größer als im Westen: In Westdeutschland lag die Armutsquote vergangenes Jahr bei 13,3 Prozent, in Ostdeutschland bei 19,0 Prozent. Von Armutsgefährdung wird gesprochen, wenn jemand weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens zur Verfügung hat. 2010 lag die Armutsgefährdungsschwelle für einen Single-Haushalt bei 826 Euro, für eine vierköpfige Familie lag sie bei 1735 Euro.

Insbesondere die Bundesländer Berlin und Nordrhein-Westfalen zeigen der Studie zufolge einen deutlichen Negativtrend. In der Hauptstadt stieg die Armutsgefährdungsquote von 17,0 Prozent im Jahr 2006 auf 19,2 Prozent im vergangenen Jahr an, in NRW von 13,9 auf 15,4 Prozent.

Besonders besorgniserregend sei das Ruhrgebiet: Im größten Ballungsraum Deutschlands gebe es „sehr hohe Armutsquoten mit seit Jahren steigender Tendenz“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Ulrich Schneider. „Wenn dieser Kessel mit fünf Millionen Menschen einmal zu kochen anfängt, dürfte es schwerfallen, ihn wieder abzukühlen.“ (…)

Bayern und Baden-Württemberg haben mit 10,8 beziehungsweise 11,0 Prozent im bundesweiten Vergleich die niedrigste Armutsquote. Aber auch dort seien die Zahlen kaum gesunken, stellte der Wohlfahrtsverband fest. Im Freistaat sank die Armutsquote innerhalb von fünf Jahren lediglich um 0,6 Prozentpunkte, Baden-Württemberg verzeichnete sogar einen Anstieg um 0,4 Prozent.

Kein Wunder, dort regieren ja jetzt auch die GRÜNEN.

  1. #1 von GrundGesetzWatch am 22/12/2011 - 15:31

    Klasse Bild dazu oben.

    Wir wollen gesund bleiben – Verdi

    Sehr doppeldeutig. Die meinen finanziell gesund, immer mehr Geld in deren eigene Tasche, immer mehr Abgaben für den Normalbürger. Und Verdi schmarotzt von den Fresströgen.

  2. #2 von Martin Schrödl am 23/12/2011 - 05:33

    @GrundGesetzWatch:

    Ja das Foto oben hat’s wirklich in sich. Fast alles Frauen – dabei sollen die doch angeblich weniger leichtgläubig sein als die männlichen Vertreter.