Keine Kapitulation in Bettwil

Die Bürger von Bettwil, die der Obrigkeit eine vielbeachtete Anfuhr erteilten (QQ berichtete), kämpfen entgegen anders lautenden Propagandameldungen weiter und erfahren große Solidarität ihrer Nachbargemeinden. Die kleine Gemeinde mit 560 Einwohnern sammelte in der Nachbarschaft fast 10.000 Unterschriften gegen die Einrichtung eines Asylantenlagers mit 140 Bewohnern. Die Bürger wehren sich dabei sowohl gegen Angriffe von Befürwortern des Prokjektes, die Solidaritätsbekundungen im Umland zerstören, als auch gegen fremdenfeindliche Trittbrettfahrer, die die Initiative für ihre Zwecke missbrauchen wollen. Denn niemand hat etwas gegen die bereits im Dorf lebende Familie echter Asylberechtigter. Man wäre auch gerne bereit, eine weitere Familie aufzunehmen und ins dörfliche Leben zu integrieren.

 

Wie Linke und Politik gegen die Vernunft der Menschen vor Ort ankämpfen, kann man auf der Homepage der Bürger inzwischen nachlesen.

Entgegen missverständlichen Meldungen in den Medien geht der Widerstand Bettwils gegen das geplante Massenasylzentrum weiter. An der ersten Sitzung der
„Arbeitsgruppe Bettwil“ von Bund, Kanton, Gemeinde und Komitee Bettwil ging es nicht
um die Einigung über irgendeine Anzahl zu platzierender Asylanten in Bettwil, sondern
um die fragliche Rechtsgrundlage. Bettwil lehnt Kompromisse ab. Die Bettwiler Fahne
auf dem Armeegelände wird wieder gehisst.

Wie in verschiedenen Medien zu lesen und zu hören war, hätten die Bettwilerinnen und
Bettwiler nach der ersten Sitzung der „Arbeitsgruppe Bettwil“ (5. Dezember 2011) ihren
Widerstand aufgegeben und in einen Kompromiss eingewilligt. Dies entspricht in keiner Weise den Tatsachen. An der ersten Sitzung der Delegationen des Bundesamtes für Migration, der Aargauer Regierung, des Gemeinderates Bettwil und des Komitees gegen Asylunterkunft in Bettwil wurde vereinbart, dass bis zur zweiten Sitzung (5. Januar2012) auf beiden Seiten juristische Abklärungen getroffen werden, ob das fragliche Gelände der Armee 150 m oberhalb des Dorfes für 140, 100 oder 80 Asylanten überhaupt zur Verfügung stehen kann. Für die Dorfbevölkerung, die durch ebenfalls betroffene umliegende Gemeinden sowie auch aus der ganzen Schweiz solidarisch gegen das geplante Massenasylzentrum unterstützt wird, kann es keinen Kompromiss geben.

Ein symbolischer Akt des Widerstandes war das Hissen der Bettwiler Fahne im Gelände der Armee, das zum Gemeindegebiet von Bettwil gehört. An der Sitzung der Arbeitsgruppe wurde einvernehmlich vereinbart, dass diese Fahne nun wieder aufgezogen werden kann, nachdem sie infolge natürlicher oder anderer Einwirkungen niedergerissen wurde. Das Militär wird sie diese Woche wieder aufhängen. Die Aktionen der Bettwilerinnen und Bettwiler gehen weiter. Allerdings in der Vorweihnachtszeit und bis zum 5. Januar 2012 wie vereinbart etwas ruhiger und einstweilen mit Verzicht auf grössere Demonstrationen, ohne dass der Widerstand und die Solidarität einschläft. Diesbezügliche mediale Unkenrufe, die eine Kapitulation Bettwils unterstellen, weist das Komitee gegen Asylunterkunft in Bettwil mit Klarheit, Entschiedenheit und Kampfgeist zurück. Sie gehören in den Abfalleimer der Geschichte!

5618 Bettwil, 8. Dezember 2011
Ulrich Pfammatter
Medienkontakte:
Frau Jacqueline Wiederkehr
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Tel.: 079 956 75 08
Web: http://www.probettwil.ch