Neue Partei? Henkel übt schon distanzieren

Wenn das mal nicht nach einer bevorstehenden Parteigründung riecht: Hans Olaf Henkel übt sich bereits im wichtigsten Handwerk bürgerlicher Parteigründer: Dem Distanzieren. Und zwar von Freiherr von Guttenberg, der selbst bereits über eine neue Partei der Mitte nachdenkt (QQ berichtete). Stattdessen würde Henkel Merz und Clement bevorzugen. Und vielleicht auch Sarrazin? Immerhin – es liegt etwas in der Luft.

Der STERN berichtet:

Henkel, der den Euro-Rettungskurs der Bundesregierung scharf kritisiert, erwägt eine neue Partei zu gründen, sollte Mitte Dezember die Mitgliederbefragung der FDP zum Euro-Rettungsschirm im Sinne der FDP-Spitze ausgehen. „Wenn die Parteispitze verliert, muss sie geschlossen zurücktreten. Wenn sie sich durchsetzt, heißt das für mich: Die Partei kann man vergessen. Viele meinen das ja jetzt schon. Dann gibt es eine neue Partei“, sagte Henkel.

Als potenzielle Mitgründer brachte Henkel Friedrich Merz, Wolfgang Clement und Thilo Sarrazin ins Gespräch – „alles richtig gute Leute, die Klartext reden und sich keine Denkverbote auferlegen“.

Henkel wirft Guttenberg vor, durch das Abschreiben seiner Doktorarbeit „einen Ehrenkodex gebrochen“ zu haben. „Ein Großteil der deutschen Elite, die fleißig ihre akademischen Arbeiten geschrieben hat, kommt nicht darüber hinweg“, sagte Henkel. CSU-Mitglied Karl-Theodor zu Guttenberg hatte in dem am Dienstag erschienenen Gesprächsbuch „Vorerst gescheitert“ angedeutet, irgendwann auch einmal für eine andere Partei antreten zu können.

Henkel, Merz, Clemet, Sarrazin – das wäre doch mal eine Traumbesetzung für eine neue Partei, die wirklich Chancen hätte, alles einzusammeln, was CDU und FDP in den letzten 15 Jahren vergrault haben. Damit könnte wieder Leben in die deutsche Politik kommen.

  1. #1 von Rationalist64 am 01/12/2011 - 11:04

    Dann hoffen wir mal, dass die FDP-Spitze die Mitgliederbefragung in ihrem Sinne manipulieren wird.

  1. Henkel: „Was kann man tun?“ « quotenqueen
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