Das Volk hat gesprochen

Vorsicht Bürger!

Normalerweise hat das Volk in Deutschland die Klappe zu halten oder sich bestenfalls den öffentlichen Meinungsbekundungungen seiner Erzieher, Gewerkschaften, Kernkraftgegner oder Antifa mit Protest oder Betroffenheit anzuschließen. Sonntag war einer der seltenen Tage, wo in Baden-Würtemberg das Volk selbst um seine Meinung gefragt wurde. Ob die GeRÜNEN und Linksextremisten tatsächlich schon geglaubt hatten, sie würden mit der Hysterie um den Stuttgarter Bahnhof die Mehrheit der Bürger vertreten? Trotz einer bewusst irreführend formulierten Fragestellung, die naturgemäß von den hauptberuflichen Bahnhofsgegnern besser durchschaut werden konnte als von eher an nützlicher Berufstätigkeit interessierten Bürgern, ging die Rechnung nicht auf. Eine klare Mehrheit nahm die Gelegenheit war, den selbsternannten Volksvertretern eine Abfuhr zu erteilen und stimmte mit „Nein“. Das heißt: Der Bahnhof wird gebaut. UPDATE: Tübinger OB sorgt für Ruhe

Die Rheinische Post berichtet:

Bei der Volksabstimmung über Stuttgart 21 hat sich eine deutliche Mehrheit für den Bau ausgesprochen. Ministerpräsident Kretschmann sagte: „Das Volk hat gesprochen.“ In dessen Namen werde er nun „ohne Wenn und Aber“ handeln. Einige wollen das Ergebnis jedoch nicht so einfach akzeptieren.

Bei dem Referendum am Sonntag stimmten nach dem vorläufigen Endergebnis 58,8 Prozent der Wahlberechtigten gegen das zur Abstimmung stehende Kündigungsgesetz und damit für die weitere Finanzierung des Projekts durch das Land Baden-Württemberg, wie das Statistische Landesamt in Stuttgart mitteilte.

Die Bahnhofsgegner kamen auf 41 Prozent, sie verfehlten damit auch klar das Quorum für die Annahme des Gesetzes. Diese Zahlen nannte das Statistische Landesamt am Sonntagabend im Internet. Die Wahlbeteiligung wurde nach der Auszählung der 23 Wahlkreise mit 43 Prozent angegeben.

Der Grüne Ministerpräsident, der sich mit seiner Partei gegen Stuttgart 21 eingesetzt hatte, akzeptierte am Abend im SWR das Ergebnis unumwunden und sagte zu, die Landesregierung werde das Baurecht der Deutschen Bahn gewährleisten. Das Volk habe gesprochen, fügte der Grünen-Politiker hinzu. „Wir als Landesregierung werden dieses Votum akzeptieren“, sagte Kretschmann. Seine Regierung werde das Projekt aber weiter kritisch begleiten und nicht mehr als vereinbart bezahlen.

Für ihn persönlich sei das Votum der Bürger „eine harte Entscheidung“. Er sei immer fest überzeugt gewesen, dass die Alternativen zu „Stuttgart 21“ besser seien. Kretschmann bezeichnete die Volksabstimmung zugleich als „sehr guten Tag für die Demokratie“. Auch Vize-Regierungschef Nils Schmid (SPD) sagte, es werde darauf geachtet, dass der von der Bahn geplante Kostenrahmen von insgesamt 4,5 Milliarden Euro nicht gesprengt werde.

Die Gegner von Stuttgart 21 räumten die voraussichtliche Niederlage bei der Volksabstimmung ein. Deren Sprecher Hannes Rockenbauch sagte, er bedauere, „dass die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler der Bahn und ihren mächtigen Unterstützern in Wirtschaft und Politik Glauben geschenkt“ habe. „Doch als gute Demokraten respektieren die am Bündnis Beteiligten dieses Votum.“

Ob die guten Demokraten sich des Versprechens auch noch am Bauzaun erinnern werden, bleibt abzuwarten. Vielsagend ist auch die Verteilung des Abstimmungsergebnisses nach Regionen. Auf dem Land, dort, wo man Natur noch aus eigener Anschauung kennt und grüne Krötenhysterie belächelt, weiß man den Wert des modernen Bahnverkehrs zu schätzen und befürwortet den Umbau des alten Bahnhofs. In Städten, wo die GRÜNEN ihre Hochburgen haben, wie etwa Tübingen, wird er abgelehnt. Ausnahme: Stuttgart selbst. Denn wie bei anderen grünen Erziehungsprojekten – man denke an integrationsfördernde Moscheebauten – gilt auch hier: Erziehung ist für Andere gut und richtig, aber wenn man die grüne Suppe selber auslöffeln muss, hat man plötzlich keinen Appetit mehr.

Als besonders schlechte Verlierer zeigen sich wieder einmal unsere Qualitätsjournalisten, die die längst von Linksextremisten okkupierte Bewegung der Bahnohsgegner „Stuttgart 21“ wie einen arabischen Frühling im Ländle feierten und zur Schürung der Hysterie wie üblich logen, dass sich die Balken bogen. „Der Filz siegt“, schäumt der STERN gehässig und zeigt als letzte Rache des Verlierers ein ausgesucht unvorteilhaftes Bild der Sieger (Foto), das man wohl am Besten mit dem Titel „Vorsicht Bürger“ unterschreibt. Lieber würden wir lesen, wie viele Millionen uns alle die Massenhysterie an Sach- und Personenschäden, Polizeieinsätzen, Bauverzögerung und Volksabstimmung gekostet hat. Vermutlich könnte man davon schon einen zweiten Bahnhof bauen.

UPDATE: Feiern verboten. Um die friedlichen Bahnhofsgegner nicht zu Gewalttaten zu provozieren, empfiehlt es sich, keine Freude über das Ergebnis der Abstimmung zu zeigen:

  1. #1 von mike hammer am 28/11/2011 - 08:09

    Es war doch verflixt knapp, keine erderwärmung, kein fukjima ll, kein arabischer frühling“
    FUKUkretschman kann am besten einpacken.
    bin gespannt wann der türken niels (niels schmidt SPD) aus der koalition abhaut. :mrgreen:

  2. #2 von simbo am 28/11/2011 - 08:42

    Ob die Gegner von Stuttgart 21 dieses Abstimmungsresultat akzeptieren werden, steht in den Sternen geschrieben….. ich habe gelesen, dass schon heute wieder protestiert werden soll.
    Nun, demokratische Entscheidungen können leider nicht von allen akzeptiert werden und es scheint, dass das vor allem für die Links-Grünen gilt.

  3. #3 von krull am 28/11/2011 - 10:34

    Stuttgart 21 bringt viele Arbeitsplätze in der Baubranche. Die Bauarbeiten werden über 10 Jahre dauern. Profitieren werden davon die Türken – die weit überdurchschnittlich beim Bau beschäftigt sind. Die in den letzten Jahren erfolgte Abwanderung der Türken in die Türkei wird damit gestoppt. Stuttgart 21 führt dazu, dass Stuttgart entgültig zu einer türkischen Stadt werden wird.

  4. #4 von Martin Schrödl am 28/11/2011 - 11:48

    Wie war das damals mit Baader-Meinhof, als sie feststellen mußten, daß sie doch nicht die Mehrheit im Volk repräsentierten? Da gingen sie in den Untergrund. Und dann fingen Sabotage, Anschläge und schließlich Entführungen und Morde erst richtig an. Für einige selbstherrliche linke Bahnhofsgegner hat das „Haßobjekt“ S 21 nichts von seiner Sprengkraft verloren.

  5. #5 von Rationalist64 am 28/11/2011 - 18:24

    @ krull

    Ich habe vor ca. 8 Jahren selbst einmal eine Baufirma gehabt und Bauvorhaben in München durchgeführt: Die Arbeiter kamen aus Ostdeutschland, Kroatien, Italien, Polen und England. Aber keine Türken. Im Gegensatz etwa zu Polen (oder auch Italien) gibt es in der Türkei keine bauhandwerkliche Tradition (Man sehe sich nur an, wie in der Türkei die Gebäude bei jedem noch so kleinen Erdbeben wie die Kartenhäuser in sich zusammenfallen – außer den noch von den Byzantinern errichteten Kirchen wie der Hagia Sophia oder der alten Stadtmauer von Konstantinopel.). Türken eröffnen lieber Dönerbuden, als auf dem Bau zu arbeiten.

    Die Befürchtung, durch Stuttgart21 werde die Stadt endgültig zu einer türkischen Stadt, halte ich für unbegründet.

    Aber eigentlich wollte ich hier kommentieren, dass man jetzt sehen wird, ob sich die Bahnhofsgegner nach dem Volksentscheid als die guten Demokraten erweisen, die sie immer zu sein vorgaben. Ein paar Aktivisten, die auf jeder Demo dabei sind, sind eben nicht „das Volk“. Das müssen sie noch lernen.

  6. #6 von Martin Schrödl am 28/11/2011 - 19:27

    @#5 von Rationalist64 am 28/11/2011 – 18:24

    ‚Ein paar Aktivisten, die auf jeder Demo dabei sind, sind eben nicht „das Volk“. Das müssen sie noch lernen.‘

    …………………………………………………………………………

    Das müssten sie. Aber genau da sehe ich schwarz bei Denen. 😀

  7. #7 von Martin Schrödl am 28/11/2011 - 19:43

    Oh mein Gott! Habt ihr in dem Filmchen den Boris Palmer, Tübingen, erlebt?? Realitätsfern ist gar kein Ausdruck. Ein ganz schlechter Verlierer! Zuerst unterstellt er allen S 21-Befürwortern, CDUler zu sein, und als die sich das nicht klaglos gefallen lassen, pöbelt er sie an und brüllt: „Ruhe im Saal!!“

    Ganz toll, Herr Palmer. Schleichen Sie sich nach Tübingen. Oder besser noch weiter weg.

  8. #8 von baden44 am 29/11/2011 - 18:03

    „STERN“: Der Filz siegt!

    Und die Filzläuse ärgern sich maßlos…