Organraub an Migranten

In der Türkenpropaganda werden Organe nur für Juden gestohlen

Es klingt wie eine Geschichte aus dem Kopp-Verlag, aber diese wird von CNN berichtet, mit zahlreichen Bildern und Beweisen. Und noch einen Unterschied gibt es: In türkischen Hetzfilmen wie „Tal der Wölfe“ wie auch in vielen Büchern des genannten Verlages sind es die Juden, die brave Muslime töten, um deren Organe zu verkaufen. Wie so oft, wenn Antisemiten ihr Gift versprühen, ist es in der wirklichen Welt gerade anders herum.

Denn in der Geschichte, die gerade um die Welt geht, sind es muslimische Beduinen, die Immigranten auf dem Weg nach Israel in der Wüste Sinai entführen, ihnen von skrupelosen Ärzten Organe entnehmen lassen und die Opfer dann ohne Versorgung in der Wüste sterben lassen. n-tv berichtet:

Hunderte afrikanische Flüchtlinge sind einem CNN-Bericht zufolge Opfer von kriminellem Organhandel in der Sinai-Wüste geworden. Drahtzier sollen Beduinen sein, die Flüchtlinge über die Grenze nach Israel schmuggelten sowie korrupte ägyptische Ärzte. Ihre Opfer kämen vor allem aus dem Sudan, Äthiopien oder Eritrea. Den Flüchtlingen würden Nieren, Leber und andere Organe bei lebendigem Leibe entnommen. Die brutalen Eingriffe überlebten die Opfer in der Regel nicht.

CNN präsentierte Beweisfotos von der ägyptischen Menschenrechtsorganisation „New Generation Foundation for Human Rights“ und der italienischen „EveryOne Group“. Die Bilder zeigten Leichname von Flüchtlingen, denen Organe fehlten. Die Toten seien auf der Sinai-Halbinsel gefunden worden. Ihre Körper wiesen starke Narben auf. Eine offizielle Bestätigung der ägyptischen Behörden lag nicht vor.

Der Leiter der ägyptischen Menschenrechtsorganisation, Hamdi al-Azzazi, sagte CNN, dass ägyptische Ärzte mit mobilen Operationszelten und sterilen Kühlboxen angereist seien. Dann wählten sie ihr Opfer aus, betäubten es und entnähmen ihm Organe. Anschließend würden die schwer verletzten Flüchtlinge sich selbst überlassen werden und sterben. Al-Azzazi sprach von Hunderten Opfern.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte Ägypten jüngst in einem Bericht als regionalen Knotenpunkt für den Organhandel bezeichnet. Ägyptische Experten sprachen in dem CNN-Bericht von einem lukrativen Geschäft. Der Preis je Organ fange bei 20.000 Dollar (14.800 Euro) an, sagte ein Beduine dem Sender. Er sei selbst im Organhandel aktiv gewesen. Ein zweiter Beduine bestätigte die Angaben. Ihre Namen wurden nicht genannt.

Ein für Sicherheit im Norden der Sinai-Halbinsel zuständiger Polizeioffizier sagte CNN, seine Einheiten wüssten vom illegalen Organhandel in ihrem Verantwortungsbereich. Wer dahinter stecke, sei ihnen aber nicht bekannt.

Ob dieses Verbrechen es wohl zu großer Medienaufmerksamkeit im deutschen Blätterwald bringen wird?

  1. #1 von Martin Schrödl am 20/11/2011 - 15:19

    Hm, aus diesem Kopp-Verlag werde ich nicht so ganz schlau. Sind die jetzt eigentlich eher antimuslimisch oder antijüdisch eingestellt? Und vor allem: Sind die eigentlich FÜR irgendetwas? Außer für´s Geschäftemachen?

  2. #2 von mike hammer am 20/11/2011 - 17:47

    finde die überschrift „NICHT HIFREICH“, es erweckt den eindruck es ginge um böse deutsche die
    türken die organe klauen! 😉
    natürlich ist die WELT überschrift da besser, sie suggerieren den israelischen organraub.
    http://www.welt.de/politik/ausland/article13723382/Das-blutige-Geschaeft-mit-Organen-vor-Israels-Grenze.html

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