Aus Angst: Marine versenkt eigene Boote

Ausmarsch für Fregatte "Kölle Alaaf"

Weil von der Fregatte Köln die Rede ist, könnte man meinen, es handele sich um einen Karnevalsscherz – oder wenigstens ein typisch kölsches Narrenstück wie U-Bahn, Messehalle oder Großmoschee. Aber weil Feigheit ansteckend ist, haben alle EU-Länder, die vor Somalia Piraten „bekämpfen“ sollen, die „kölsche Lösung“ schon übernommen. Offenbar aus Angst, die Piraten, die man wie alte Freunde bewirtet hat, könnten die Soldaten, die sie in die Freiheit entlassen, an Land als Geiseln nehmen und die Gastfreundschaft dann weniger freundlich beantworten, hat man ein Ritual grotesker Feigheit erfunden.

BILD berichtet:

Der Somali, dessen Piratenschiff in der Bucht von Aden am Horn von Afrika kurz zuvor von den Deutschen versenkt worden war, wird schon zum zweiten Mal von der deutschen Marine festgesetzt. Deshalb weiß er auch, was ihn erwartet. Nichts Schlimmes: An Bord werden die verdächtigen Piraten erkennungsdienstlich erfasst und von einem Marine-Stabsarzt untersucht. Anschließend bekommen sie ein Lunchpaket: Weißbrot mit Käse und Wurst, aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch. Dazu Wasserflaschen.

Dann nimmt die Fregatte Kurs auf die somalische Küste. Wenige Kilometer vor dem Strand gehen die Piraten wieder von Bord, steigen in ein altes Marine-Schlauchboot mit Außenbordmotor (Gesamtwert 2000 bis 3000 Euro) und werden „entlassen“. Überwacht wird die Heimreise vom Bordhubschrauber der Fregatte.
Sind die Somalis an Land, eröffnen die Soldaten mit dem Heli-Maschinengewehr das Feuer auf das verlassene Schlauchboot. Denn das Gerät soll auf keinen Fall intakt in Piratenhand bleiben. So kamen in den vergangenen Wochen mehrmals Dutzende Piraten, die von der Fregatte „Köln“ erwischt worden waren, davon. (…)

Bei der deutschen Marine ist man über den seltsamen Shuttle-Service im Rahmen der Mission „Atalanta“ vor Somalias Küste nicht glücklich. Ein hoher Offizier zu BILD am SONNTAG: „Die eingesetzten Marineeinheiten sind keine Strafverfolgungsbehörde und können die Piraten nur festsetzen, wenn wir sie bei einem Überfall erwischen. Eine gerichtliche Verfolgung ist auch schwierig, weil kaum eine Nation Piraten aufnimmt.“
Auf der Fregatte „Köln“ sind die alten Schlauchboote und Bootsmotoren knapp geworden. Der Logistikoffizier hat schon nachbestellt.

Nein, es ist keine Satire. Es ist dieselbe Bundesmarine, die Offiziersanwärter zwingt, ihr Leben mit sinnlosen Turnübungen in der Takelage von Segelschiffen aus dem 18. Jahrhundert zu riskieren. Etwas mehr Mut, da wo es drauf ankommt, wäre angebracht.

  1. #1 von Martin Schrödl am 20/11/2011 - 15:07

    Und wenn ein paar „Piraten“ am Schlauchboot bleiben? Ewig kann der Heli ja nicht über ihnen kreisen.

  2. #2 von Jaette am 20/11/2011 - 15:20

  3. #3 von stm am 20/11/2011 - 15:31

    #2 von Jaette am 20/11/2011 – 15:20

    So ist es richtig.

  4. #4 von Der Bürgermeister von Dummsdorf am 20/11/2011 - 15:56

    Dieses Land kann man getrost DDR nennen.
    Die Dämliche Republik.

  5. #5 von Heinz Ketchup am 20/11/2011 - 16:55

    Offenbar aus Angst, die Piraten, die man wie alte Freunde bewirtet hat, könnten die Soldaten, die sie in die Freiheit entlassen, an Land als Geiseln nehmen

    Das verstehe ich nicht, warum sollten unsere Soldaten da an Land gehen?

    Außerdem könnten die Piraten die wenigen Kilometer schwimmen, wozu müssen denen denn Schlauchboote zur Verfügung gestellt werden. Und dann auch noch mit Motor, Paddel würden auch genügen.
    Und was geschieht dann mit dem Außenbordmotor? Den können sie gleich für die nächste Piratenfahrt weiter verwenden! :mrgreen:

  6. #6 von Jaette am 20/11/2011 - 17:33

    Und wenn ich jetzt wegen der angespannten Haushaltslage der BRD lediglich Schwimmflügelchen für die Piraten fordere? Darf ich das denn überhaupt? Darf ich als Nicht-Nichtdeutscher überhaupt fordern? Egal: Ich fordere pinkfarbene Schwimmflügel für die Piraten! Zum Selbstaufblasen! Basta! Und die auch nur ab über 3 Meilen Distanz zum Ufer!

  7. #7 von mike hammer am 20/11/2011 - 17:50

    irgend wie erinnert mich das ganze an MORK VON ORK!

    KEINE GEFANGENEN

    nano nano 😉

  8. #8 von waldhof am 21/11/2011 - 09:26

    Idiotenland brD… Mit sowas macht man sich vor der ganzen Welt lächerlich. Ich warte noch darauf, daß sich die Fregatte selbst versenkt, aus Angst von den Somalis beschossen zu werden! Hoffentlich sind wenigstens genug Migranten und Frauen an Bord, damit die/der Gleichstellungsbeauftragte_IN keine Meldung an die Gesinnungsbehörde machen muß!